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Der Weg nach innenOffenbarungstexte Bahá'u'lláhsDie Weltordnung Bahá'u'lláhs, auf deren Grundlage die Einheit der Menschheit realisiert werden kann, erwacht erst dann zum wirklichen Leben, wenn der einzelne Mensch bereit ist, einen tief greifenden Bewusstseinswandel zuzulassen. Bevor im weltlichen Außen neue Lebensbedingungen entfaltet werden können, muss im menschlichen Innen eine entsprechende Wandlung erfolgen. Das Königreich Gottes auf Erden ist auf der Grundlage eines an Macht, Einfluss und Reichtum orientierten Ego-Bewusstseins nicht zu verwirklichen. Die anstehende und unbedingt zu vollziehende Bewusstseinsmutation "von der Ichhaftigkeit zur Ichfreiheit", "vom Ich zum wahren und höheren Selbst" zählt zu den größten Menschheitsaufgaben der Geschichte. Doch Gott lässt den Menschen angesichts dieser gigantischen Herausforderungen nicht allein. Jedem Menschen, der nach eigenständigem Suchen nach Wahrheit zu einem entschlossenen und ausgereiften "Ja" zu Gottes jüngster Manifestation Bahá'u'lláh findet, sind in den heiligen Schriften vielfältige geistige Hilfestellungen durch die himmlischen Heerscharen zugesagt. Gott selbst hat uns durch Bahá'u'lláh ausführlich mitgeteilt, welche Grundeinstellungen erforderlich sind und was auf dem Weg nach innen zu bedenken und zu beachten ist. Hierzu nun eine kleine Auswahl geoffenbarter Texte Bahá'u'lláhs: O Sohn des Seins! Du bis Meine Lampe und Mein Leuchten ist in dir. Entnimm daraus dein Licht und suche niemanden als Mich, denn Ich habe dich reich erschaffen und Meine Gunst über dich ergossen. (Verse Gottes, S. 258) O Sohn des Geistes! Schaue in dich, dass du Mich in dir findest, mächtig, stark und selbstbestehend. (Verse Gottes, S. 32) O Sohn des Seins!Mit den Händen der Macht erschuf Ich dich, mit den Fingern der Kraft formte Ich dich, und Ich barg in dich das Wesen Meines Lichtes. (Verse Gottes, S. 251) O Fremdling, dem Freundschaft erwiesen wird! Die Kerze deines Herzens ist durch die Hand Meiner Macht entzündet. Lösche sie nicht durch die widrigen Winde der Selbstsucht (d.h. "Ichbezogenheit") und der Leidenschaft. Meiner zu gedenken, ist dein Heil in allen Gebrechen; vergiss dies nicht. Mache Meine Liebe zu deinem Schatz und hege sie wie dein Augenlicht und dein Leben. (Verse Gottes, S. 252) O Sohn des Seins! Gedenke Meiner auf Meiner Erde, damit Ich deiner gedenke in Meinem Himmel! So werden Meine Augen und deine Augen erquickt. (Verse Gottes, S. 252) O Sohn des Menschen! Verhüllt in Meinem unvordenklichen Sein und in der Urewigkeit Meines Wesens, wusste Ich um Meine Liebe zu dir. Darum erschuf Ich dich, prägte dir Mein Ebenbild ein und offenbarte dir Meine Schönheit. (Verse Gottes, S. 332) O Sohn des Menschen!Ich liebte es, dich zu erschaffen, also erschuf Ich dich. Nun liebe du Mich, damit Ich deinen Namen nenne und deine Seele mit dem Geiste des Lebens erfülle. (Verse Gottes, S. 355) O Sohn der wunderbaren Schau! Einen Hauch Meines Geistes blies Ich dir ein, damit du Mich liebest. Warum hast du Mich verlassen und einen anderen Geliebten begehrt? (Verse Gottes, S. 218) O Sohn des Thrones! Dein Ohr ist Mein Ohr - höre damit; dein Auge ist Mein Auge - schaue damit, auf dass du tief im Herzen Meine höchste Heiligkeit bezeugest und Ich in Mir deine erhabene Stufe bestätige. (Verse Gottes, S. 383) O Sohn des Menschen! Wenn du Mich liebst, wende dich ab von dir, und wenn du Mein Wohlgefallen suchst, achte nicht auf deines, damit du in Mir vergehest und Ich ewig lebe in dir. (Verse Gottes, S. 111) O Mein Diener!Befreie dich aus den Banden dieser Welt und löse deine Seele aus dem Gefängnis des Selbstes (d.h. des "Ich"). Ergreife die Gelegenheit, denn niemals kehrt sie wieder. (Verse Gottes, S. 44) Wenn der eine, wahre Gott... sich den Menschen offenbart, verfolgt Er das Ziel, die Edelsteine ans Licht zu bringen, die in den Gesteinsadern ihres wahren inneren Selbstes verborgen liegen. (Verse Gottes, S. 75) O Mein Freund! Du bist die Sonne am Himmel Meiner Heiligkeit. Verdunkle nicht deinen Glanz mit dem Schmutz der Welt. Zerreiße den Schleier der Achtlosigkeit, strahle auf aus den Wolken und kleide alle Dinge in das Prachtgewand des Lebens. (Verse Gottes, S. 85) Die Quelle alles Guten ist Vertrauen in Gott, Unterwerfung unter Sein Gebot und Zufriedenheit mit Seinem heiligen Willen und Wohlgefallen. (Verse Gottes, S. 208) Wisse und sei dir gewiss: Wer nicht an Gott glaubt, ist nicht vertrauenswürdig und nicht wahrhaftig. (Verse Gottes, S. 215) O Sohn des Geistes!Dies ist Mein erster Rat: Besitze ein reines, gütiges und strahlendes Herz, damit du unvergängliche Souveränität erlangest, während von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Verse Gottes, S. 218) O Freunde! Wahrlich, Ich sage: Alles, was ihr in eurem Herzen verbergt, ist Uns unverhüllt und offenbar wie der Tag. (Verse Gottes, S. 303) O Sohn des Seins! Dein Herz ist Meine Wohnstatt. Heilige es für Mein Kommen. Dein Geist ist der Ort Meines Erscheinens. Läutere ihn für Meine Offenbarung. (Verse Gottes, S. 336) O Sohn des Wortes! Wende dein Antlitz Mir zu und entsage allem außer Mir, denn Mein Reich ist beständig und Meine Herrschaft vergeht nicht. Suchest du einen anderen als Mich, dein Trachten wäre vergeblich, selbst wenn du das Weltall in Ewigkeit durchforschtest. (Verse Gottes, S. 423) In seinem "Buch der Gewissheit" schreibt Bahá'u'lláh auf S. 13: Wer auf dem Pfade des Glaubens wandelt, wer nach dem Weine der Gewissheit schmachtet, muss sich läutern von allem, was irdisch ist. Sein Ohr sei frei von nichtigem Geschwätz, sein Gemüt von leeren Einbildungen, sein Herz von weltlichen Neigungen, sein Auge von allem Vergänglichen. Auf Gott muss er bauen, an Ihn sich halten und auf Seinem Wege wandeln. Dann wird er würdig sein, dass ihm in ihrer Glorie die Sonne göttlicher Erkenntnis und Einsicht strahle und er zum Gefäße werde für nie geschaute Gnaden ohne Ende. Denn nie darf ein Mensch hoffen, zur Erkenntnis des Allherrlichen zu gelangen, nie kann er vom Strome göttlicher Erkenntnis und Weisheit trinken, nie kann er in den Wohnsitz des Unsterblichen eingehen noch teilhaben am Kelche göttlicher Nähe und Gunst - es sei denn, er lasse davon ab, die Worte und Taten sterblicher Menschen zum Maßstab wahren Erfassens und Erkennen Gottes und Seiner Propheten zu nehmen. Wer den inneren Königsweg beschreiten will, muss sich Prüfungen stellen, denn ohne göttliche Prüfungen kann der Mensch keine wirklichen inneren Fortschritte machen. Im Buch der Gewissheit führt Bahá'u'lláh auf S. 16 aus,Dass seit undenklichen Zeiten und bis in alle Ewigkeit der Allmächtige Seine Diener geprüft hat und immer prüfen wird, auf dass sich Licht von Finsternis scheide, Wahrheit von Trug, Recht von Unrecht, Führung von Irregehen, Glück von Elend und Rosen von Dornen. Denn also hat Er geoffenbart: Wähnen die Menschen denn, sie würden in Ruhe gelassen, nur weil sie sagen: wir glauben - und sie würden keiner Prüfung unterworfen? Jedem wahrhaft Suchenden, der den Weg nach innen besser kennen lernen möchte, seien folgende Bücher Bahá'u'lláhs (Bahá'í-Verlag) empfohlen:
![]() Liebe und FurchtZitate aus "Verse Gottes" (Bahá'í-Verlag)In den Offenbarungsschriften Bahá'u'lláhs wird unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass der Mensch Gott lieben soll: O Sohn des Seins! Liebe Mich, damit ich dich liebe. Wenn du Mich nicht liebst, kann Meine Liebe dich niemals erreichen... (S. 91) Das Wesen des Wohlstandes ist die Liebe zu Mir. Wer Mich liebt, besitzt alles, und wer Mich nicht liebt, gehört fürwahr zu den Armen... (S. 27) ![]() O Sohn des Seins! Meine Liebe ist Meine Feste. Wer sie betritt, ist sicher und wohlbehütet; wer sich abwendet, wird gewiss in die Irre gehen und verderben. (S. 46) Schmücke deinen Tempel mit der Zier Meines Namens, deine Zunge mit Meinem Gedenken und dein Herz mit der Liebe zu Mir, dem Allmächtigen, dem Höchsten. (S. 90) Wenn du Mich liebst, wende dich ab von dir, und wenn du Mein Wohlgefallen suchst, achte nicht auf deines, damit du in Mir vergehest und Ich ewig lebe in dir. (S. 111) An anderer Stelle steht ebenso klar: Die Gottesfurcht war von jeher ein sicherer Schutz und eine feste Burg für alle Völker der Welt. Sie ist die Hauptursache für den Schutz der Menschheit und das vortrefflichste Mittel ihrer Erhaltung." (S. 23) ![]() Fürchtet Gott und wendet euch nicht verachtungsvoll ab von Seiner Offenbarung. Fallt nieder vor Gott auf euer Angesicht und verherrlicht Seinen Ruhm bei Tag und Nacht. (S. 51) Denn die Gottesfurcht treibt den Menschen, sich fest an alles Gute zu halten und alles Böse zu meiden. (S. 173) Der Báb ermahnt: Fürchtet Gott, damit es gut um euch stehe. (S. 17) Wie ist es möglich, Gott gleichzeitig zu lieben und zu fürchten? Liebe führt bekanntlich zu Nähe und Furcht zu Distanz. Handelt es sich hierbei um unvereinbare Gegensätze oder vielmehr um Pole, die zusammen gehören? Liebe zu Gott bedarf zunächst eines Bewusstseinsschrittes und damit einer erforderlichen Distanz zum Einflussbereich des eigenen Ich und ist daher kein leichter Schritt! Der Mensch muss sich hierbei vergegenwärtigen, dass Gott nicht beeinflussbar ist, denn Er tut, was immer Er will. Liebe zu Gott sollte daher ich-frei sein, d.h. keinem Ich-Zweck dienen. Echte Liebe zu Gott ist Liebe um Gottes Selbst willen. Furcht ist nicht mit "Angst" zu verwechseln. Furcht führt zu Wachheit und klärender Umsicht; Angst hingegen irritiert und lähmt. Wer Gott lieben möchte, sollte sich zuvor aus schöpferischer Distanz über Grundsätzliches bewusst werden:Bahá'u'lláh steht dem Wahrheitssucher hierbei helfend zur Seite, wenn er ausführt: Jedem verständigen und erleuchteten Herzen ist es offenbar, dass Gott, die unerforschliche Wesenheit, das göttliche Sein, unermesslich erhaben ist über jedes menschliche Kennzeichen wie körperliches Dasein, Aufstieg und Abstieg, Ausgang und Rückkehr. Fern sei es Seiner Herrlichkeit, dass des Menschen Zunge angemessen Sein Lob künden oder des Menschen Herz Sein unergründliches Mysterium erfassen könnte. (S. 147) Was immer in der bedingten Welt aussagbar oder begreiflich ist, kann niemals die ihm durch seine Natur gegebenen Grenzen überschreiten. Gott allein übersteigt derartige Grenzen. Er, wahrlich, ist von Ewigkeit her. Keiner Seinesgleichen, kein Gefährte war Ihm je zugesellt oder kann Ihm jemals zugesellt werden. Kein Name kann Sein Wesen beschreiben, keine Zunge Seine Herrlichkeit schildern. Er bleibt immer über alle außer Ihm selbst unermesslich erhaben. (S. 252) Wie wunderbar ist die Einheit des lebendigen, des immerwährenden Gottes - eine Einheit, die über alle Begrenzungen erhaben ist und die Fassungskraft alles Erschaffenen übersteigt! Seit Ewigkeit hat Er in Seiner unzugänglichen Wohnstätte der Heiligkeit und Herrlichkeit gewohnt und wird weiter bis in Ewigkeit auf den Höhen Seiner unabhängigen Herrschaft und Größe thronen. Wie erhaben ist Sein unzerstörbares Wesen, wie gänzlich unabhängig von der Erkenntnis alles Erschaffenen, und wie unermesslich erhaben wird es bleiben über den Lobpreis aller, die in den Himmeln und auf Erden wohnen!(S. 384) Er, der ewig vor den Augen der Menschen verborgen bleibt, kann nie anders als durch Seine Manifestation erkannt werden... (S. 385) Der Báb betet: Verherrlicht sei Dein Name, Du bist der Meistgeliebte und hast mich befähigt, Dich zu erkennen, Du bist der Allgerühmte und hast mich gnädiglich bestätigt mit Deiner Liebe. Du bist der Altehrwürdige der Tage, den niemand je beschreiben kann, durch die Zeugnisse Deiner Herrlichkeit und Majestät. Du bist der Mächtige, den niemand je verstehen kann, durch die Offenbarungen Deiner Größe und Schönheit, denn der Majestät und Hoheit Ausdruck, die Attribute der Herrschaft und Schönheit sind nur Zeichen Deines göttlichen Willens und der strahlende Widerschein Deiner Herrschaft. Sie künden mit ihrer Natur und ihrem Wesen, dass der Weg versperrt ist, und sie bezeugen, dass der Pfad unzugänglich jenseits menschlichen Erreichens liegt.(S. 403) Der wahrhafte Sucher verfolgt nichts als den Gegenstand seines Verlangens, und der Liebende hat kein Ziel als die Vereinigung mit dem Geliebten. Doch wird der Sucher nur dann sein Ziel erreichen, wenn er allen Dingen entsagt: Er muss alles, was er gesehen, gehört und verstanden hat, in den Wind schlagen können, um in das Reich des Geistes zu kommen, das die Stadt Gottes ist. Ernste Bemühung ist nötig in unserem Suchen nach Ihm und heißer Eifer, damit den Honig der Vereinigung mit Ihm zu kosten vermögen. Doch trinken wir aus diesem Kelch, so werden wir die Welt von uns werfen. (S. 266) Untrennbar verbunden mit der Liebe zu Gott sind folgende Aspekte: Die Absicht des einen, wahren Gottes bei seiner Selbstoffenbarung ist, die ganze Menschheit zu Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit, zu Frömmigkeit und Vertrauenswürdigkeit, zu Entsagung und Ergebenheit in den Willen Gottes, zu Nachsicht und Güte, zu Ehrlichkeit und Weisheit aufzurufen. Sein Ziel ist es, jeden Menschen in den Mantel eines geheiligten Charakters zu kleiden und ihn mit der Zier heiliger, edler Taten zu schmücken. (S. 235) Früchte tragen, zu Deinem Ruhme, zu Deiner Verherrlichung, zu Deinem Lob und Dank, um Deinen Namen zu preisen, die Einzigkeit Deines Wesens zu rühmen und um Dir Verehrung darzubringen... (S. 37 u. 268) Liebe zu Gott ist viel umfassender als man zunächst annehmen könnte. Sie geht einher mit vielfältigen geistigen Haltungen und Aspekten:
(S. 264)
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