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(18) Warum wird Neues meistens zurückgewiesen?Noch weitgehend unbekanntBei jeder neuen Gottesoffenbarung haben sich anfänglich nur wenige Menschen zu den neuen Glaubensinhalten bekannt. Es ist keinesfalls unerklärlich, warum selbst im Zeitalter der Massenmedien die jüngste Weltreligion weitgehend unbekannt blieb.Neue Religion mit neuen InhaltenDer eigentliche Sinn einer neuen Religion ist die Offenbarung des "aktuellen" göttlichen Willens für ein neues Zeitalter. Eine neue Religion bringt zwangsläufig neue geistige Inhalte und Impulse mit sich. Religion als fortschreitender schöpferischer Prozess wird auch in Zukunft neue Inhalte offenbaren, die vorher noch nicht in gleicher Klarheit und umfassender Bedeutung übermittelt wurden. Die Menschheit wird somit bei jeder neuen Gottesoffenbarung mit Neuem konfrontiert.Neuer Wein in neue Schläuche Die Bibel lehrt uns, "neuen Wein in neue Schläuche" zu gießen. Demzufolge sollten neue Inhalte ein neues Bewusstsein antreffen, das imstande ist, die neue Botschaft Gottes an- und aufzunehmen.Angst im Umgang mit NeuemDie Begegnung mit dem Neuen erschüttert stets das Alte, Bekannte und Gewohnte. Bei vielen Menschen löst Neues und Unbekanntes Ängste aus. Jede etablierte und automatisierte Denkstruktur und Lebensweise führt zu dem Grundgefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Jede neue Gottesoffenbarung rüttelt an diesem Grundgefühl bzw. dem jeweils alten Lebensgebäude, fordert eine umfassende Neu-Orientierung. Die Wiederkunft Christi wäre sinnlos, würde lediglich das Bekannte wiederholt werden. Religion ist vielmehr ein stets erneuerndes schöpferisches Wirken Gottes, dem der geistige Fortschritt und Heilsweg der Menschheit tiefes Anliegen ist.Heftige Widerstände am AnfangDieser Hintergrund erklärt die Heftigkeit der Widerstände und Verfolgungen, die jeder neue Gottesbote erleiden musste. In den Anfängen der neuen Gottesoffenbarung wurden im Wirkungsbereich der jungen Gemeinde mehr als 20.000 Anhänger mit unvorstellbarer Grausamkeit getötet. Selbst heute sind Bahá'í vielerorts bedroht (z.B. im Iran).![]() Abwehrmechanismen des alten BewusstseinsNicht wenige Gegner versuchen seit Jahrzehnten, der neuen göttlichen Offenbarung Unwahrheiten anzuhängen, Aussagen zu verdrehen, ihren Ruf zu schädigen und ihre wahre Bedeutung zu verhüllen. Diese Bestrebungen sind bedauerlicherweise nicht nur in der Literatur, sondern mittlerweile auch im Internet anzutreffen. Hinter der auf der ersten Blick harmlos scheinenden "Kritik" findet sich zumeist gezielte Desinformation1), die darauf gerichtet ist, das Neue mit den Strategien eines unsicher gewordenen alten Bewusstseins zu bekämpfen.Bahá'í-KritikAllen, die sich bislang mit "Bahá'í-Kritik" befassten, sei folgendes nahe gelegt: Wahre Bahá'í-Kritik setzt nicht allein eine umfassende Kenntnis des Bahá'í-Schrifttums voraus, sondern erfordert zudem ein neues, ein integrales Bewusstsein, das den Kritiker erst befähigt, die neue Gottesoffenbarung in ihren neuen Dimensionen wahrzunehmen. Erst dann, wenn Kritiker dieses neue Ganzheitsbewusstsein in sich selbst realisiert haben, sind die Voraussetzungen für echte Kritik gegeben. Man kann eine neue Gottesoffenbarung mit dem alten mental-rationalen Bewusstsein weder tiefer verstehen noch angemessen kritisieren.Weiterhin ist zu bedenken, dass Kritik an der Bahá'í-Religion, der historisch jüngsten Gottesoffenbarung, identisch ist mit der Kritik an Gott. Kritik an Gott wiederum setzt voraus, dass der Kritiker Ihn kennt, versteht und überhaupt beurteilen kann. Welcher Mensch könnte dies je von sich behaupten? Selbst dann, wenn verschiedene Aspekte der Bahá'í-Offenbarung gegenwärtig nicht optimal nachvollziehbar sein sollten, könnte vor einer allzu schnellen Kritikbereitschaft die Frage an das eigene Innen gerichtet werden, ob möglicherweise das eigene Bewusstsein für ein tieferes Verständnis noch nicht hinreichend entfaltet ist. Die gesamte Web-Seite 9-b-19.de dient dazu, die Bahá'í-Offenbarung in dem Licht eines neuen Bewusstseins zu präsentieren. Potentiellen Kritikern sei daher empfohlen, diese Homepage zunächst gründlich durchzuarbeiten, um anschließend zu überprüfen, ob nach wie vor fundamentale Kritikpunkte verblieben sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Zuge der Lektüre von 9-b-19.de ein anfängliches Kritikbedürfnis schrittweise in Liebe und Verehrung des Allhöchsten wandelt. Eine segensreiche Herausforderung für alle Menschen Wenn Gott mit einer neuen Offenbarung ein neues Zeitalter einleitet und in umfangreichen Texten neue Perspektiven eröffnet, neue Ziele vorgibt, neue Werte formuliert sowie vielfältige neue Akzente setzt, sind ausnahmslos alle Menschen aufgerufen, an einem Frieden fördernden Bewusstseinswandel mitzuwirken. Die durch Bahá'u'lláh übermittelten Botschaften Gottes richten sich an jedes Individuum, jede Rasse, jedes Volk und jede Nation. Keiner kann sich auf Dauer der Aufgabe entziehen, den "aktuellen" Willen Gottes wahrzunehmen und kennen zu lernen, die eigenen Lebensgewohnheiten, Denkweisen und Bewertungsmaßstäbe zugunsten eines globalen Friedens zu überprüfen.Für jeden Menschen bringt die Auseinandersetzung mit den neuen göttlichen Textinhalten konstruktive, zukunftsichernde Veränderungen mit sich. Selbst Berufsstände, die bislang anderen Menschen göttliche Botschaften verkündeten, finden sich in einer neuen Situation wieder, in der sie selbst nunmehr ebenfalls als Glaubens-"Schüler" eines neuen "göttlichen Lehrers" aufgerufen sind, sich für die Einheit der Menschheit und die Einheit aller Religionen einzusetzen. 1 ) siehe "Desinformation als Methode" von U. Schaefer, N. Towfigh u. U. Gollmer (Olms Verlag) |