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Die Bahá'i-Offenbarung legt keine spezielle Meditationsform fest. Der Autor dieser Seite bevorzugt das Zazen und darüber hinaus (im Rahmen eigener Forschungen und Experimente) verschiedene Abwandlungen in Verbindung mit den heiligen Texten Bahá'u'lláhs.
 

Persönliches Nachwort

Mit einigen besonders prägnanten Akzenten soll diese Homepage "ausklingen":

  • Der Schrein von Bahíyyih Khánum, Bahá'u'lláhs Tochter - Foto von Marco Abrar - BahaiPictures.comWahres Leben erschöpft sich nicht im täglichen Ringen ums Überleben. Pausenloses Kreisen um "das liebe Ich" kann nicht "alles" sein. Jenen, die sich dieser Einschätzung anschließen können, sei folgendes Experiment empfohlen:
    Um "geistigen Durst" aufkommen zu lassen, sollte man allein auf einen möglichst großen, jedoch fremden Friedhof gehen, dort ohne jeden Zeitdruck meditativ-aufmerksam zwischen den Gräbern wandeln, sodann auf einer Bank verweilen, dem Gesang der Vögel lauschen und schließlich ganz in die Stille eintauchen. Dabei wird man bemerken: Der Friedhof erweist sich als ein "Ort der Wahrheit", denn er konfrontiert den Besucher mit der (zumeist verdrängten) Endlichkeit des eigenen irdischen Lebens und lässt möglicherweise eine erste Ahnung von dem Leben nach dieser irdischen Reise aufkommen. Wir sind mit leeren Händen in diese Welt gekommen und werden diese Welt mit leeren Händen verlassen. Dabei liegt es ganz an uns selbst, ob wir den "Tod als mahnenden Lehrmeister" in unser tägliches Leben einbeziehen und das nächste Leben mit einem leeren oder aber sinnerfüllten seelischen Herzen beginnen wollen.



  • Sonnenaufgang beim Schrein des Báb - Foto von Marco Abrar - BahaiPictures.comWenn sich Gott als der höchst erhabene, allmächtige Herr und Schöpfer aller sichtbaren und unsichtbaren Welten durch einen auserwählten, seit Jahrtausenden in den heiligen Schriften bisheriger Religionen vorausgesagten Boten direkt an die Menschheit wendet, ist dies ein Geschehen, das alle anderen historischen Ereignisse der letzten Jahrhunderte an Bedeutung weit überragt.




  • Blaues Fenster am Haus von Mazra'ih wo Bahá'u'lláh zwei Jahre lebte - Foto von Marco Abrar - BahaiPictures.comGöttliche Offenbarungen erschöpfen sich keinesfalls in den Texten, die der jeweilige Gottesbote übermittelt; vielmehr findet bei jedem Offenbarungsgeschehen eine Inspiration der gesamten Schöpfung statt. Mit jeder "Ausgießung des Heiligen Geistes" werden Kräfte frei gesetzt und Möglichkeiten eröffnet, die ein ganzes Zeitalter fortan prägen und erfüllen. Ohne diese göttlichen Impulse könnte sich die Menschheit nicht weiter entwickeln und keine fortschreitende Kultur entfalten.



  • Gottesoffenbarung ist für den Menschen der wertvollste Schatz in dieser Welt, den es daher mit größter Hochachtung und Dankbarkeit in Würde zu behandeln gilt. Beim Studium der heiligen Texte ist der Suchende gut beraten, wenn er sie nicht allein mit dem Verstand zu begreifen sucht, sondern in zunehmender Intensität das Herz beteiligt. Religion kann mit dem Intellekt nur zum Teil erschlossen werden. Die tieferen Bedeutungen lassen sich ausschließlich mit dem Herzen ergründen.



  • In diesem Zusammenhang drängt sich der Hinweis auf, dass es eine Realität jenseits gedanklicher und bildlicher Vorstellungen gibt, eine Wirklichkeit, die ausschließlich in der Stille erfahren werden kann. Dabei ist "Stille" keinesfalls gleichbedeutend mit "Ruhe" bzw. der "Abwesenheit von Alltagslärm". Die Wirklichkeit, die sich dem Meditierenden (bei möglichst intensiv ausgeprägtem "Leibbewusstsein" [Dürckheim]) in der Stille eröffnet, erfüllt die Seele weitaus mehr als es bloße Worte jemals vermögen.



  • Blume auf den Terrassen - Foto von Marco Abrar - BahaiPictures.comDie Bahá'í-Offenbarung erweist sich bei genauerer und intensiverer Betrachtung gleichsam als ein "geistiger Ozean" mit überaus großen Weiten und schier unauslotbaren Tiefen. Will man die Sendung Bahá'u'lláhs möglichst umfassend verstehen, sollte man ein aufrichtig Suchender sein, der sich dieser erhabenen göttlichen Offenbarung in Demut und Ehrfurcht nähert, um sie sodann mit wachem Verstand und weit geöffnetem Herzen vorurteilsfrei zu erforschen.



  • Während einer 9-tägigen Pilgerreise im Heiligen Land wurde dem Autor dieser Seite folgende Begebenheit berichtet:

    Blume neben einem Brunnen - Foto von Marco Abrar - BahaiPictures.comIn der Zeit, als Bahá'u'lláh das Gefängnis in ´Akká verlassen hatte, richtete er mit ´Abdu'l-Bahá und einigen Anhängern in der Nähe von Bahji ein Zeltlager ein. In der Dämmerung teilte er seine Absicht mit, auf einem Esel allein ausreiten zu wollen. Einer seiner Anhänger fühlte sich von einer großen Neugier geplagt, die ihn veranlasste, Bahá'u'lláh heimlich zu folgen. Es dauerte nicht lange, als er plötzlich viele laute Männerstimmen vernahm, jedoch außer Bahá'u'lláh und seinem Esel niemanden sehen konnte.
    Dieses Phänomen ließ den Anhänger zutiefst erschrecken, der unverzüglich zum Lager zurückkehrte und nicht mehr anders konnte, als ´Abdu'l-Bahá um Erklärung zu bitten. Dieser berichtete ihm, dass alle Propheten und Gottesoffenbarer der Vergangenheit die Nähe Bahá'u'lláhs und das Gespräch mit ihm gesucht hätten.

    Man mag sich die Größe dieses Ereignisses bewusst machen: Alle Propheten und Gottesoffenbarer der Vergangenheit nehmen mit einem Gottesoffenbarer Kontakt auf, während dieser auf Erden weilt! Eine große Familie heiligster Seelen zeigt ihre geistige Einheit und Verbundenheit, während die Menschen dieser irdischen Welt in religiöser Zersplitterung und vor dem Hintergrund unzähliger religiöser Missverständnisse unheilvolle Geschichte schreiben. Die vorstehende Situationsbeschreibung drückt auf ungewöhnlich eindrucksvolle Weise die Einheit aller Gottesoffenbarer aus.



Liebe Leserin, lieber Leser,

nach langer Reise durch zahl- und umfangreiche Textlandschaften ist diese Homepage nun am Ende angekommen.

Das größte Geschenk Gottes an die heutige Menschheit wurde vor Ihren Augen ehrfurcht- und würdevoll enthüllt sowie differenziert vorgestellt. Die durch Bahá'u'lláh übermittelte Gottesoffenbarung eröffnet tiefe Einblicke in alle Sinnthemen des Lebens und weite Perspektiven in eine hoffnungsvolle Zukunft für alle Menschen. Alle Sehnsuchtswünsche der menschlichen Seele sind mit Bahá'u'lláhs Sendung zum Klingen gebracht. Alles Gute und wahrhaft Erstrebenswerte ist in Bahá'u'lláhs Schriften angesprochen. Die historisch jüngste Botschaft Gottes an die gesamte Menschheit erfüllt alles, was zur Gestaltung einer neuen und friedvollen Weltkultur erforderlich ist, in der jeder einzelne Mensch seinen Platz findet und sich entfalten kann. Über zahlreiche vorgeschlagene Links können Sie - wenn Sie mögen - Ihre Reise durch die Bahá'í-Welt in neugieriger Freude fortsetzen. Mit diesem abschließenden Blick auf die Weltreligion der Zukunft möchte ich mich als Autor dieser Seite von Ihnen verabschieden und Ihnen für Ihr Interesse an 9-b-19.de ganz herzlich danken.