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(13) Bahá'í-Kalender und 19-Tage-FestBahá'í-Kalender Offenbarungsreligionen führen auch einen neuen Kalender ein. Der Bahá'í-Kalender beginnt mit der Erklärung des Báb am 21. März 1844. Die Neuordnung des Kalenders beruht auf dem Sonnenjahr und beginnt jährlich zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche am 21. März. Es gibt 19 Monate mit je 19 Tagen, wobei ein Kalendertag mit dem Sonnenuntergang des vorangegangen Tages beginnt. Die Ayyam-i-ha (vier bzw. fünf in Schaltjahren) sind eingeschobene Tage, die dazu dienen, den Kalender regelmäßig an das Sonnenjahr anzugleichen. Sie fallen in die Zeit zwischen dem 18. und 19. Monat (letzter Monat = Fastenzeit). Den Ayyam-i-ha kommt weiterhin ein religiöser Wert zu; sie sind insbesondere der Gastfreundschaft und der Fürsorge anderen Menschen gegenüber gewidmet.Das Naw-Rúz-Fest ist das Neujahrsfest. An diesem Tag wird der Beginn des neuen Jahres gefeiert und gleichzeitig mit dem Ende der Fastenzeit das alte Jahr abgeschlossen. Astronomisch ist das Naw-Rúz der Tag, an dem die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche eintritt. Nach ´Abdu'l-Bahá ist Naw-Rúz ein heiliger Tag, die Tages- und Nachtgleiche steht als Symbol für die Manifestation Gottes. Es ist der Tag, an dem die Sonne der Wahrheit am Horizont göttlicher Gnade erscheint und einen neuen Frühling einleitet. Alle erschaffenen Welten geraten in Bewegung und erwachen zu neuem Leben. Deshalb ist die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche auch das Symbol des Lebens. Wie die natürliche Sonne die Grundlage des Lebens auf Erden ist, so erfüllt die Sonne der Wahrheit die Menschheit mit ewigem Leben. (Verse Gottes, S. 441) 19-Tage-Fest Das 19-Tage-Fest findet am ersten Tag eines jeden Bahá'í-Monats statt. Es besteht aus drei Teilen: Andacht, Beratung der Gemeinde und Geselligkeit. Zunächst werden Gebete gesprochen und Texte heiliger Bücher vorgelesen. Danach erfolgt die allgemeine Beratung aller laufenden Bahá'í-Angelegenheiten. Der Geistige Rat erstattet Bericht und nimmt Anregungen der Gemeindemitglieder auf, die in den Sitzungen des Geistigen Rates weiter beraten werden. Im dritten Teil des 19-Tage-Festes begegnen sich die Gemeindemitglieder in geselliger Atmosphäre, wobei oftmals Speisen und (alkoholfreie) Getränke gereicht werden.´Abdu'l-Bahá führt aus: Das Neunzehntagefest wurde vom Báb eingesetzt und von Bahá'u'lláh in Seinem Heiligen Buch, dem Aqdas, bestätigt, auf dass sich die Menschen versammeln und Verbundenheit und Liebe so deutlich nach außen zeigen, dass die göttlichen Geheimnisse enthüllt werden! Das Ziel ist Einklang, damit durch diese Verbundenheit die Herzen vollkommen vereinigt, damit gegenseitiges Wohlwollen und Hilfsbereitschaft begründet werden. Da die Mitglieder der menschlichen Gesellschaft nicht in der Lage sind, ohne gegenseitige Verbundenheit zu leben, sind Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft die Grundlage der menschlichen Gesellschaft. (Verse Gottes, S. 36) An anderer Stelle äußert sich ´Abdu'l-Bahá: Meine Hoffnung ist, dass das Neunzehntagefest ein starkes geistiges Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Freunden bewirkt und dass es die Gläubigen in das Bündnis der Einheit führt. Wir werden dann so vereinigt sein, dass Liebe und Weisheit sich von diesem Mittelpunkt aus zu allen Gliedern hin verbreiten. Dieses Fest ist ein göttliches Fest. Es ist ein Abendmahl des Herrn. Es zieht die Bestätigung Gottes wie ein Magnet an. Es ist die Ursache für die Erleuchtung der Herzen. (Verse Gottes, S. 58)
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