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(17) Die internationale Stellung der Bahá'í-GemeindeDerzeit hat die Bahá'í-Religion weltweit etwa sieben Millionen Mitglieder. Die größte Bahá'í-Gemeinde existiert in Indien.In "Die Bahá'í: Die Bahá'í-Religion und ihre weltweite Gemeinde im Überblick" werden auf S. 66 die Aktivitäten der weltweiten Bahá'í-Gemeinde zusammengefasst: 1) Vereinte Nationen"Seit 1948 ist die Internationale Bahá'í-Gemeinde als internationale nichtstaatliche Organisation bei den Vereinten Nationen anerkannt. Seit 1970 hat sie beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC). Sie hat beratenden Status beim Kinderhilfswerk (UNICEF) und beim Entwicklungsfonds für Frauen (UNIFEM). Die Gemeinde arbeitet auch mit der Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen und ist mit dem Umweltprogramm (UNEP) assoziiert."2) Spezialisierte Büros "Die Arbeit der Internationalen Bahá'í-Gemeinde wird von verschiedenen spezialisierten Büros geleitet. Dazu gehört ein Sekretariat, ein für die Vereinten Nationen zuständiges Büro, ein Büro für Öffentlichkeitsarbeit, eins für Umwelt und eins für den Fortschritt der Frauen. Angegliedert ist das Institute for Studies in Global Prosperity (das Institut für Studien über globale Wohlfahrt), das als gemeinnützige Bildungs- und Forschungsorganisation besteht.Mit Hauptbüros im Bahá'í-Weltzentrum in Haifa und in New York, Zweigstellen in Genf, Paris und Jerusalem, und Repräsentanten in Addis-Abeba, Bangkok, Nairobi, Rom, Santiago und Wien sind die Büros der Internationalen Bahá'í-Gemeinde an vielfältigen Aktivitäten beteiligt, wozu friedensfördernde Maßnahmen, Menschenrechte, Bildung, Gesundheit, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung sowie die Förderung der Gleichberechtigung der Frau gehören. Viele dieser Aktivitäten werden in Zusammenarbeit mit nationalen Bahá'í-Gemeinden unternommen. Eine internationale Zeitschrift, One Country, berichtet über diese Aktivitäten. Sie ist online unter http://www.onecountry.org verfügbar." 3) Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen"Die Internationalen Bahá'í-Gemeinde arbeitet auch mit vielen nichtstaatlichen und interreligiösen Organisationen zusammen. Sie ist zum Beispiel Mitglied der Alliance of Religions and Conservation, des Word Faiths Development Dialogue und der Conference of Non-Governmental Organizations (CONGO). Im Laufe der Jahre hat die Internationale Bahá'í-Gemeinde eine Anzahl von Verlautbarungen (statements) herausgegeben, die unter http://www.bic-un.bahai.org nachzulesen sind."![]() StatistikIn der Bahá'í-Weltgemeinde sind 2.112 ethnische Gruppen an über 100.000 Orten vertreten. Es gibt ca. 10.000 örtliche Geistige Räte und 183 Nationale Geistige Räte. Das Schrifttum der Bahá'í ist in über 800 Sprachen übersetzt.Häuser der AndachtBahá'í-"Häuser der Andacht" gibt es bisher in Chicago (USA), Panama City (Panama), Campala (Uganda), Frankfurt am Main / Langenhain (Deutschland), Sidney (Australien), Neu Delhi (Indien) und in Westsamoa.Ein weiteres Haus der Andacht wird in Chile entstehen. Auch in der Architektur der Bahá'í-"Häuser der Andacht" spiegelt sich das Prinzip "Einheit in der Mannigfaltigkeit". Trotz der Gestaltungsvielfalt sind diesen Häusern der Andacht jeweils "9" Eingänge und eine zentrale Kuppel gemeinsam. Es besteht insoweit "keine Rückseite" der Gebäude, sondern "Offenheit von und nach allen Seiten". ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Bahá'í-WeltkongressVom 23. bis zum 26. November 1992 fand in New York der zweite Bahá'í-Weltkongress mit 27000 Teilnehmern aus 170 Ländern statt. Am letzten Tag wurde der Weltkongress über Fernsehsatelliten mit neun gleichzeitig stattfindenden Konferenzen auf allen fünf Kontinenten live verbunden.FriedensbotschaftenZum vierzigjährigen Bestehen der Vereinten Nationen und zum internationalen Jahr des Friedens richtete das höchste Gremium der Bahá'í, das Universale Haus der Gerechtigkeit, eine Friedensbotschaft an die Völker der Welt: "Weltfriede ist nicht nur möglich, sondern unausweichlich". Diese Botschaft wurde der Mehrheit der Herrscher der Welt und zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ausgehändigt. Der Text der Botschaft ist beim Bahá'í-Verlag und versehen mit einem Vorwort von dem Mitbegründer des "Club of Rome" Ervin Laszlo beim Horizonte-Verlag erschienen. |