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Bahá'í Prophezeiungen"Wenn du aber in deinem Herzen sagen würdest: Wie kann ich merken, welches Wort der Herr nicht geredet hat? - wenn der Prophet redet in dem Namen des Herrn, und es wird nichts daraus und es tritt nicht ein, dann ist das ein Wort, das der Herr nicht geredet hat. Der Prophet hat's aus Vermessenheit geredet, darum scheue dich nicht vor ihm."(5, Mose 18, 21-22.) Schöpferische Kraft von Gottes WortGott, und allein Gott, hat die Macht zu tun, was immer Er will, und der größte Beweis einer Manifestation Gottes ist die schöpferische Macht Seines Wortes, Seine Wirksamkeit, alle menschlichen Angelegenheiten zu ändern und umzugestalten und über allen menschlichen Widerstand zu triumphieren. Durch das Wort der Offenbarer verkündet Gott Seinen Willen, und die sofortige oder spätere Verwirklichung dieses Wortes ist der klarste Beweis für den Anspruch des Offenbarers und die Echtheit Seiner Erleuchtung."Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen, und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus Meinem Munde geht, auch sein. Es soll nicht wieder leer zu Mir zurückkommen, sondern tun, was Mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu Ich es sende." (Jesaja 55,10-11.) Als die Jünger von Johannes dem Täufer zu Jesus kamen mit der Frage: "Bist du der, der kommen soll, oder sollen wir eines andern warten?" war die Antwort Jesu, nur auf die Wirkung hinzuweisen, die Seine Worte vollbracht hatten: "Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr höret und sehet: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt; und selig ist, der nicht Anstoß nimmt an Mir." (Matth. 11,4-6.) Lasst uns nun den Beweis sehen, mit dem gezeigt werden kann, ob die Worte von Bahá'u'lláh diese schöpferische Kraft besitzen, wie sie den `Worten Gottes eigentümlich ist. Bahá'u'lláh befahl den Herrschern, den Weltfrieden zu errichten; und die Fortsetzung ihrer Kriegspolitik hat seit den Jahren 1869-1870 viele alte Dynastien vernichtet, während jeder darauf folgende Krieg immer weniger Siegesfrüchte hervorbrachte, bis der Weltkrieg 1914-1918 die historisch überraschende Tatsache ergab, dass der Krieg gleichermaßen für den Sieger und Besiegten zum Unheil geworden ist (Das hat sich auch im zweiten Weltkrieg erneut erwiese). Bahá'u'lláh hieß die Herrscher auch, als Treuhänder jener zu handeln, über die sie regieren, und politisches Ansehen zu einem Mittel wahrer allgemeiner Wohlfahrt zu machen. Der Fortschritt in der sozialen Gesetzgebung ist beispiellos gewesen.Er befahl Ausgleich zwischen den Auswüchsen von Reichtum und Armut, und seither sind in immer weiterem Umfang Gesetze angenommen worden, die ein angemessenes Existenzminimum aufstellen und den Reichtum zu gestaffelter Besteuerung von Einkommen und Erbschaft heranziehen. Er befahl die Abschaffung sowohl der körperlichen als der wirtschaftlichen Sklaverei, und seitdem ist der Fortschritt zur Freiheit zu einem Sauerteig in allen Teilen der Welt geworden. Bahá'u'lláh verkündete die Gleichstellung von Mann und Frau, die in gleicher Verantwortlichkeit, gleichen Rechten und Vorrechten zum Ausdruck kommt; seit dieser Erklärung sind die Bande, durch welche die Frau seit undenklichen Zeiten gebunden war, zerrissen worden, und die Frau hat sich rasch ihren rechtmäßigen Platz als gleichberechtigte Gefährtin des Mannes gesichert. Er verkündete die grundlegende Einheit der Religionen, und der folgende Zeitabschnitt zeigt die höchst entschlossenen Anstrengungen aufrichtiger Seelen in allen Teilen der Welt, einen neuen Grad von Duldsamkeit, gegenseitigem Verstehen und gegenseitiger Zusammenarbeit für weltweite Ziele zu erreichen. Sektiererei ist überall untergraben und ihre historische Stellung immer unhaltbarer geworden. Die Grundlage der Abgeschlossenheit in der Religion ist von denselben Kräften zerstört worden, die dem in sich abgeschlossenen Nationalismus das Weiterleben unmöglich machten. ![]() Er befahl allgemeine Erziehung und machte die unabhängige Erforschung der Wahrheit zum Beweis geistiger Lebenskraft. Die moderne Zivilisation ist durch diesen neuen Gärstoff in ihren Tiefen aufgerührt worden. Schulpflicht der Kinder und die Ausdehnung der Bildungsmöglichkeiten auf Erwachsene ist zum ABC der Regierungspolitik geworden. Völker, welche mit Bedacht die Unabhängigkeit des Gemütes und Geistes ihrer Bürger einzuschränken suchen, haben dadurch Revolution innerhalb und Verdacht und Furcht außerhalb ihrer Grenzen geweckt. Bahá'u'lláh befahl die Annahme einer Welthilfssprache, und Dr. Zamenhof und andere folgten Seinem Ruf, indem sie ihr Leben und ihren Geist dieser großen Aufgabe und Gelegenheit weihten. Vor allem erfüllte Bahá'u'lláh die Menschheit mit einem neuen Geist, indem Er in den Gemütern und Herzen ein neues Sehnen und neue Gesellschaftsideale weckte. Nichts in der Geschichte ist so dramatisch und eindrucksvoll wie der Gang der Ereignisse seit dem Beginn des Bahá'í-Zeitalters im Jahre 1844. Jahr für Jahr wurde die Macht einer toten, durch überlebte Gedanken, Bräuche, Gewohnheiten und Einrichtungen noch dahingeschleppten Vergangenheit geschwächt, und heute merken alle einsichtigen Männer und Frauen auf Erden, dass die Menschheit ihre schwerste Krisis durchmacht. Auf der einen Seite sehen wir, wie sich die neue Schöpfung erhebt, da das Licht von Bahá'u'lláhs Lehre den wahren Pfad der Entwicklung enthüllt hat. Auf der anderen Seite sehen wir nichts als Unglück und Fehlschläge in allen Reichen, wo diesem Lichte Widerstand entgegengebracht oder wo es nicht beachtet wird.Jedoch dem gläubigen Bahá'í können diese und zahllose andere Beweise, so eindrucksvoll sie sind, nicht das wirkliche Maß der geistigen Erhabenheit von Bahá'u'lláh geben. Sein Leben auf Erden und die unwiderstehliche Kraft Seiner inspirierten Worte stehen als das einzig wahre Kennzeichen des Willens Gottes da. Eine Prüfung der mehr ins einzelne gehenden Prophezeiungen von Bahá'u'lláh und ihrer Erfüllung wird einen mächtigen, bestärkenden Beweis erbringen. Zu diesen Prophezeiungen wollen wir nun übergehen und ein paar Beispiele anführen. über deren urkundliche Echtheit kein Zweifel herrschen kann. Sie wurden weithin verbreitet und bekannt gemacht, bevor ihre Erfüllung zutage trat. Die Sendschreiben, die Er an die gekrönten Häupter der Welt schickte, in denen viele solcher Prophezeiungen enthalten sind, wurden zusammengestellt zu einem Buch, das erstmals in Bombay gegen Ende des vorigen Jahrhunderts veröffentlicht wurde. Seither sind mehrere Auflagen erschienen. Wir werden auch einige Beispiele der bemerkenswerten Prophezeiungen von 'Abdu'l-Bahá geben. ![]() Napoleon III.Im Jahre 1869 schrieb Bahá'u'lláh an Napoleon III. und tadelte ihn wegen seiner Kriegslust und der Verachtung, mit welcher er einen früheren Brief von Bahá'u'lláh behandelt hatte. Das Sendschreiben enthält folgende ernste Warnung:"Für das, was du getan hast, soll dein Reich in Verwirrung gestürzt werden; deine Herrschaft soll deinen Händen zur Strafe für das, was du verübtest, entgleiten. Dann wirst du erkennen, wie sehr du dich geirrt hast. Aufruhr wird das ganze Volk des Landes ergreifen, es sei denn, du hilfst dieser Sache und folgst Ihm, dem Geist Gottes (Jesus), auf diesem, dem Geraden Pfad. Hat dich dein Pomp stolz gemacht? Bei Meinem Leben! Er soll nicht von Dauer sein, nein, er soll bald dahinschwinden, es sei denn, du hältst dich standhaft an dieses feste Seil. Wir sehen Erniedrigung dich verfolgen, während du zu den Achtlosen gehörst. Es geziemt dir, wenn du Seine Stimme vom Throne der Herrlichkeit rufen hörst, alles wegzuwerfen, was du besitzest, und laut zu antworten: ,Hier bin ich, o Du Herr all dessen, was im Himmel und auf Erden ist!'" (Die Verkündigung Bahá'u'lláhs, S. 34.) Es ist unnötig zu sagen, dass Napoleon, der damals auf dem Höhepunkt seiner Macht stand, dieser Warnung kein Gehör schenkte. Im Jahr darauf fing er Krieg mit Preußen an, fest überzeugt, dass seine Truppen leicht Berlin einnehmen könnten. Aber die von Bahá'u'lláh vorausgesagte Tragödie ereilte ihn. Er wurde geschlagen, bei Saarbrücken, bei Weißenburg, bei Metz, und endlich in dem zermalmenden Zusammenbruch bei Sedan. Er wurde dann als Gefangener nach Preußen gebracht und fand zwei Jahre später ein jämmerliches Ende in England. ![]() DeutschlandSpäter ließ Bahá'u'lláh eine gleich feierliche Warnung an die Besieger Napoleons ergehen, die ebenfalls auf taube Ohren stieß und eine schreckliche Erfüllung fand. Im Buch Aqdas, das in Adrianopel begonnen und in den ersten Jahren der Gefangenschaft von Bahá'u'lláh in 'Akká vollendet wurde, wandte Er sich an den Kaiser von Deutschland wie folgt:"O König von Berlin! ... Denke an den (Napoleon III.), dessen Macht deine Macht überragte und dessen Rang deinen Rang übertraf. Wo ist er? Wohin ist entschwunden, was er besaß? Sei gewarnt und sei nicht einer der tief Schlafenden. Er warf das Tablet Gottes beiseite, als Wir ihm kundtaten, was die Scharen der Tyrannen Uns erdulden ließen. Darum überfiel ihn Unglück von allen Seiten, und er starb in großem Verlust. Denke gut über ihn nach, o König, und über solche, die gleich dir Städte erobert und über Menschen geherrscht haben. Der Barmherzigste brachte sie herab von ihren Palästen in das Grab. Sei gewarnt! Sei einer von denen, die überlegen!... O Ufer des Rheins! Wir haben euch mit Blut bedeckt gesehen, denn die Schwerter der Vergeltung wurden gegen euch gezückt; und es soll noch einmal geschehen. Und Wir hören das Wehklagen Berlins, obgleich es heute in sichtbarem Ruhme strahlt." (Die Verkündigung Bahá'u'lláhs, S.5l.) Während der Zeit der deutschen Erfolge im großen Krieg von 1914 bis 1918 und ganz besonders während der letzten großen deutschen Offensive im Frühjahr 1918 wurde auf diese wohlbekannte Prophezeiung von den Gegnern der Bahá'í-Religion in Persien immer wieder hingewiesen, um damit Bahá'u'lláh zu verunglimpfen. Aber als der Vormarsch der siegreichen Deutschen sich plötzlich in eine vernichtende Niederlage verkehrte, in überwältigendes Unheil, da fielen die Bemühungen dieser Gegner der Bahá'í-Sache auf sie selbst zurück, und die Verbreitung, zu der sie der Prophezeiung verholfen hatten, wurde ein wirkungsvolles Mittel zur Erhöhung des Ansehens von Bahá'u'lláh. ![]() PersienIm Buch Aqdas, das geschrieben wurde, als der tyrannische Násiri'd-Dín Sháh auf der Höhe seiner Macht stand, segnet Bahá'u'lláh die Stadt Tihrán, die Hauptstadt Persiens und Sein eigener Geburtsort, und sagt von ihr:"Lasse dich durch nichts betrüben, o Land von Tá (Tihrán), denn Gott hat dich erwählt, damit du zur Quelle der Freude für die ganze Menschheit wirst. Wenn es Sein Wille ist, wird Er deinen Thron mit einem gerechten Regenten segnen, der die Herde Gottes, die von den Wölfen zerstreut wurde, sammelt. Ein solcher Herrscher wird mit Freude und Frohsinn sein Antlitz dem Volke Bahás zuwenden und ihm seine Gunstbeweise bezeigen. Er wird in der Tat in den Augen Gottes als Kleinod unter den Menschen gelten. Auf ihm ruhe immer die Herrlichkeit Gottes und die Herrlichkeit aller, die im Reiche Seiner Offenbarung wohnen.Jauchze freudig, denn Gott hat dich zum ,Aufgangsort Seines Lichtes' gemacht, da in dir die Offenbarung Seiner Herrlichkeit geboren wurde. Freue dich über den dir verliehenen Namen, einen Namen, durch den die Sonne der Gnade ihren Glanz aussandte und durch den Erde und Himmel erleuchtet wurden. Bald werden sich in dir die Zustände ändern, und die Zügel der Macht werden in die Hände des Volkes übergehen. `Wahrlich, dein Herr ist der Allwissende, Seine Macht umfasst alle Dinge. Bleibe zuversichtlich in der gnädigen Gunst deines Herrn. Das Auge Seiner liebenden Gnade wird ewig auf dich gerichtet sein. Der Tag ist nahe, an dem deine Erregung in Frieden und stille Ruhe gewandelt wird. So ist es in dem wunderbaren Buch verordnet worden." (Ährenlese aus den Schriften Bahá'u'lláhs, Kap. 56.) Jetzt hat Persien erst begonnen, sich von der von Bahá'u'lláh vorausgesagten Epoche der Verwirrung zu erholen. Aber schon ist eine konstitutionelle Regierung errichtet, und es mangelt nicht an Zeichen, dass das Land einer besseren Zukunft entgegengeht. ![]() TürkeiAn den Sultan der Türkei und seinen ersten Minister 'Alí-Páshá richtete Bahá'u'lláh, der sich damals (1868) in türkischer Gefangenschaft befand, einige Seiner feierlichsten, nachdrücklichsten Verwarnungen. Er schrieb dem Sultan aus dem Staatsgefängnis von 'Akká:"O du, der du dich selbst für den Größten aller Menschen erachtest ... In kurzem soll dein Name vergessen sein, und du sollst dich in großer Bedrängnis befinden. Nach deiner Meinung ist dieser Erquicker der Welt und ihr Friedebringer strafbar und aufrührerisch. Welches Verbrechen haben die Frauen, Kinder und leidenden Säuglinge begangen, um deinen Grimm, deine Unterdrückung und deinen Hass verdient zu haben? Ihr habt eine Anzahl von Seelen verfolgt, die in eurem Land sich keinen Widerstand zuschulden kommen ließen und die keine Revolution gegen die Regierung angezettelt haben, nein, die vielmehr bei Tag und Nacht friedevoll sich der Verkündung Gottes gewidmet haben. Ihr habt ihr Eigentum geraubt und durch eure tyrannischen Handlungen ihnen alles, was sie hatten, genommen ... Vor Gott ist eine Handvoll Staub größer als euer Königreich, euer Ruhm, eure Herrschaft und eure Gewalt, und wenn Er es wünschte, würde Er euch verwehen wie Sand in der Wüste. In kurzem soll Sein Zorn über dich kommen, Aufstände sollen in eurer Mitte sich erheben, und euere Länder werden zerrissen werden! Dann werdet ihr weinen und wehklagen, und nirgendwo werdet ihr Hilfe und Schutz finden ... Seid wachsam, denn der Zorn Gottes ist bereit, und in kurzem sollt ihr sehen, was durch die Feder des Befehls beschrieben worden ist."(Bahá'u'lláh, Star of the West, Bd. II, S. 3.) Und an 'Alí-Páshá schrieb Er: "O Ra'ís ('Oberhaupt'), du hast begangen, was Muhammad, den Propheten Gottes, im allerhöchsten Paradiese seufzen ließ. Die Welt hat dich stolz gemacht, so sehr, dass du dich abwandtest von dem Angesicht, durch dessen Licht die Schar der himmlischen Heerscharen erleuchtet wurde. Bald sollst du dich in offensichtlichem Unglück befinden. Du hast dich mit dem Herrscher von Persien vereinigt, um Mir Leid zuzufügen, obgleich Ich zu euch kam vom Dämmerungsort des Allmächtigen, des Großen, mit einer Sache, welche die Augen der von Gott Begünstigten belebt Dachtest du, du könntest das Feuer verlöschen, das Gott entzündet hat im Weltall? Nein! Ich erkläre dies bei Seiner wahren Seele - gehörtest du doch zu denen, die begreifen. Mehr denn dies: es wurden dadurch, dass du dies getan hast, die Flammen und ihr Lodern neu angefacht. Bald wird es die Welt und ihre Einwohner erfassen ... Bald werden das Land des Geheimnisses (Adrianopel) und andere Länder sich verwandeln und den Händen des Königs entgleiten, und Aufruhr soll entstehen. Wehklagen soll sich erheben. Zersetzung soll sich zeigen in den Teilen des Reiches, und die Staatsangelegenheiten werden sich wegen dessen, was sich gegen diese Gefangenen (Bahá'u'lláh und Seine Gefährten) von Seiten der Scharen der Unterdrückung zugetragen hat, verwirren. Der Befehl wird wechseln, und die Verhältnisse werden drückend werden bis zu einem solchen Ausmaß, dass die Sandkörner auf den verlassenen Hügeln wehklagen, die Bäume in` den Gebirgen weinen werden und Blut fließen wird von allen Dingen, und die Menschen sollen in großer Not gesehen werden... So ist die Sache beschlossen worden von Seiten des Planenden, des Weisen, dessen Befehl die Heerscharen im Himmel und auf Erden nicht widerstehen können, und den alle Könige und Herrscher nicht abhalten können von dem, was Er will. Unglück ist das Öl für diese Lampe und durch solches wächst ihr Licht - gehörtet ihr zu denen, die wissend sind! Aller Widerstand, der von den Unterdrückern entfacht wird, wirkt wahrlich als Herold für diese Sache, und dadurch ist das Erscheinen Gottes und Seiner Sache unter den Völkern der Welt weit verbreitet worden."(Bahá'u'lláh, Lawh-i-Ra'ís) Ferner schrieb Er im Buch Aqdas: "O Punkt, der du an den Ufern von zwei Meeren liegst (Istanbul)! Der Thron der Ungerechtigkeit ist in dir aufgerichtet worden, und in dir wurde das Feuer des Hasses in solcher Weise entzündet, dass die allerhöchsten Heerscharen und die, welche den erhabenen Thron umgeben, darüber wehklagen. Wir sehen in dir die Törichten über die Weisen herrschen und die Finsternis sich über das Licht erheben. Wahrlich, du brüstest dich in offensichtlichem Stolz. Hat dein äußerer Schmuck dich stolz gemacht? Bald sollst du dahinschwinden, bei dem Herrn der Schöpfung! Und deine Töchter und Witwen und die Menschen, die in dir leben, sollen wehklagen! Dies sagt dir der Weise, der Allwissende voraus." (Bahá'u'lláh, Kitáb-i-Aqdas.) Die aufeinander folgenden Leiden, die über dieses einst so große Reich seit dem Bekanntwerden dieser Warnungen gekommen sind, haben eine beredte Auslegung ihrer prophetischen Bedeutung geliefert. ![]() AmerikaIm Buch Aqdas, geoffenbart 1873 in 'Akká, wandte Bahá'u'lláh sich an Amerika wie folgt:"O Herrscher in Amerika und Präsidenten seiner Republiken! ... Hört auf das, was vom Tagesanbruch der Größe laut geworden ist: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Herrn der Äußerung, dem Allwissenden. Helft dem Zerbrochenen mit der Hand der Gerechtigkeit und werft den überall tätigen Bedrücker mit der Rute der Gesetze eures Herrn, des Verordners, des Allweisen, nieder." (Bahá'u'lláh, Kitáb-i-Aqdas, n. Die Verkündigung Bahá'u'lláhs, S. 279.) 'Abdu'1-Bahá brachte in Seinen Ansprachen in Amerika und anderswo häufig die Hoffnung, das Gebet und die Versicherung zum Ausdruck, dass das Banner des internationalen Friedens sich zuerst in Amerika erheben werde. In Cincinnati, Ohio, sagte Er am 5. November 1912: "Amerika hat ein edel gesinntes Volk, es ist ein Bannerträger des Friedens in der Welt, das sein Licht über alle Regionen hin verbreitet. Andere Völker sind nicht so ungehindert und frei von Ränken wie die Vereinigten Staaten und sind unfähig, den Weltfrieden zustande zu bringen. Aber Amerika lebt, Gott sei gedankt, im Frieden mit aller Welt und ist würdig, die Flagge der Bruderschaft und des Weltfriedens aufzupflanzen. Wenn der Sammelruf zum internationalen Frieden von Amerika ausgeht, wird die ganze übrige Welt ausrufen: ,Ja, wir stimmen zu!' Die Völker eines jeden Himmelsstrichs werden sich in der Annahme der Lehren von Bahá'u'lláh, die vor über fünfzig Jahren geoffenbart wurden, vereinen. In Seinen Sendschreiben forderte Er die Parlamente der Welt auf, die besten und weisesten Menschen zu einem internationalen Weltparlament zu senden, das alle Streitfragen zwischen den Völkern entscheiden und den Frieden festlegen soll. ... Dann werden wir das Parlament der Menschen haben, von dem die Propheten geträumt haben."('Abdu'l-Bahá, Star of the West, Band VI, S. 81.) Dem Ruf von Bahá'u'lláh und 'Abdu'1-Bahá ist in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits in weitem Ausmaße entsprochen worden, und in keinem Staate der Welt sind die Bahá'í-Lehren bereitwilliger aufgenommen worden. Die Amerika übertragene Rolle, die Nationen zum Weltfrieden aufzurufen, hat sich aber trotzdem bis jetzt erst teilweise erfüllt, und die Bahá'í erwarten mit Interesse die im Schoße der Zukunft liegende Entwicklung. Es ist interessant, dass die Gründungsversammlung der Organisation der Vereinten Nationen in San Francisco, U.S.A., stattfand. ![]() Der große KriegSowohl Bahá'u'lláh als 'Abdu'l-Bahá haben bei vielen Gelegenheiten mit erstaunlicher Genauigkeit das Kommen des großen Kriegs von 1914 bis 1918 vorausgesagt. In Sacramento, Kalifornien, sagte 'Abdu'l-Bahá am 26. Oktober 1912:"Heute gleicht der europäische Kontinent einem Arsenal. Er ist ein Lagerhaus von Sprengstoffen, des Funkens gewärtig, und ein Funken könnte ganz Europa in Flammen setzen, hauptsächlich im jetzigen Augenblick, wo die Balkanfrage vor der Welt steht." In vielen Seiner Sendschreiben nach Amerika und Europa gab Er ähnliche Warnungen. In einer weiteren Rede in Kalifornien sagte Er im Oktober 1912: "Wir stehen am Vorabend der Schlacht von Harmagedon, von der im 16. Kap. der Offenbarung die Rede ist. In zwei Jahren, von jetzt an gerechnet, kann ein einziger Funken ganz Europa in Flammen setzen.Die soziale Unruhe in allen Staaten, der religiöse Skeptizismus, der dem tausendjährigen Reich vorangeht und sich bereits zeigt, wird ganz Europa in Flammen setzen, wie es prophezeit ist im Buch Daniel und im Buch Johannes. Um 1917 werden Königreiche fallen und Umwälzungen werden die Erde erschüttern." (Berichtet von Mrs. Corinne True in "The Northshore Review", 26. September 1914, Chicago, U.S.A.) Am Abend vor dem großen Kampf sagte Er: "Ein allgemeines Handgemenge der zivilisierten Völker ist in Sicht. Ein furchtbarer Kampf steht bevor. Die Welt befindet sich an der Schwelle eines höchst tragischen Ringens ... Unermessliche Armeen, Millionen Menschen, werden mobilisiert und an die Grenzen gebracht werden. Sie werden gerüstet sein für den furchtbaren Streit. Die leiseste Reibung wird sie in eine schreckliche Katastrophe stürzen, und es wird ein Brand entstehen, desgleichen in der bisherigen Geschichte des Menschengeschlechts nicht berichtet ist." ('Abdu'l-Bahá, in Haifa am 3. August 1914. Star of the West, Bd. V, S. 163.) ![]() Soziale Unruhen nach dem KriegBahá'u'lláh und 'Abdu'l-Bahá haben ebenfalls eine Zeitspanne großer sozialer Erhebungen, Kämpfe und Trübsale als unvermeidliche Folge des Unglaubens und der Vorurteile, der Unwissenheit und des Aberglaubens vorausgesagt, die heute in der ganzen Welt vorherrschen. Der große internationale Militärkampf war nur eine Phase in diesem Empordrängen.In einem Tablet vom Januar 1920 schreibt 'Abdu'l-Bahá: "O ihr Wahrheitsliebenden! O ihr Diener der Menschheit! Da der süße Duft euerer Gedanken und hohen Absichten über mich geweht hat, fühle ich meine Seele unwiderstehlich mit euch in Gemeinschaft verbunden. Erwägt in euren Herzen, wie schmerzlich die Unruhen sind, in welche die Welt versunken ist, wie die Nationen auf Erden mit Menschenblut besudelt sind, ja wie selbst ihr Boden in geronnenes Blut verwandelt ist. Die Flamme des Krieges hat einen so wilden Brand verursacht, wie die Welt in ihren alten Tagen, in ihren Mittelaltern und in neuen Zeiten nie seinesgleichen sah. Die Mühlsteine des Krieges haben so manches Menschenhaupt zermahlen und zermalmt; ja noch schwerer ist das Los dieser Opfer gewesen. Blühende Länder sind verwüstet, Städte sind dem Erdboden gleichgemacht und fröhliche Dörfer sind in Ruinen verwandelt worden. Väter haben ihre Söhne verloren und Söhne sind vaterlos geworden.Mütter haben blutige Tränen bei der Klage um ihre Kinder vergossen, kleine Kinder sind Waisen geworden und Frauen heimatlose Wanderer. Mit einem Wort: die Menschheit ist in allen ihren Teilen erniedrigt worden. Laut sind der Schrei und das Jammern der Waisen und bitter ist das Wehklagen der Mutter, das im Himmel widerhallt. Die Hauptursache für alle diese Geschehnisse sind rassische, nationale, religiöse und politische Vorurteile, und die Wurzel aller dieser Vorurteile liegt in abgenützten, tief eingesessenen Überlieferungen, seien diese religiös, rassisch, national oder politisch. Solange diese Traditionen bleiben, ist die Grundlage des Menschengebäudes unsicher und die Menschheit selbst ständiger Gefahr ausgesetzt. Jetzt, in diesem strahlenden Zeitalter, da das Wesen allen Daseins offenbart und das verborgene Geheimnis alles Erschaffenen enthüllt worden ist, da das Morgenlicht der Wahrheit angebrochen ist und die Finsternis der Welt in Licht verwandelt hat, ist es da angebracht und ziemlich, dass sich solch eine fürchterliche Metzelei, die nicht wieder gutzumachendes Verderben auf die Welt herabzieht, noch ereignen darf? Bei Gott! Das kann nicht sein. Christus rief alle Völker der Welt zu Versöhnung und Frieden auf. Er befahl Petrus, sein Schwert in die Scheide zu stecken. So war Sein Wunsch und Rat, und doch haben die, welche Seinen Namen tragen, das Schwert aus der Scheide gezogen. Wie groß ist der Unterschied zwischen ihren Taten und dem ausdrücklichen Wortlaut des Evangeliums! Vor sechzig Jahren leuchtete Bahá'u'lláh wie eine strahlende Sonne vom Himmel Persiens und verkündete, dass die Welt in Finsternis gehüllt und die Finsternis unheilvoller Dinge schwanger sei und zu schrecklichem Kampf führen werde. Von Seinem Gefängnissitz 'Akká wandte Er sich in nicht miss zu verstehender Sprache an den Kaiser von Deutschland und erklärte ihm, dass ein schrecklicher Krieg eintreten und Berlin in Jammern und Wehklagen ausbrechen werde. Ebenso schrieb Er als zu Unrecht Gefangener des Sultans der Türkei in der Festung 'Akká klar und nachdrucksvoll, dass Konstantinopel die Beute schwerer Unordnung werde, so dass Weiber und Kinder ihr Jammergeschrei erheben werden. Kurz, Er richtete Sendschreiben an alle bedeutenden Regenten und Herrscher der Welt, und alles, was Er vorhergesagt hatte, hat sich erfüllt. Aus Seiner Feder der Herrlichkeit strömten Lehren über die Vermeidung des Kriegs, und diese sind weithin verbreitet worden.Seine erste Lehre ist das Suchen nach Wahrheit. Blinde Nachahmung, so erklärte Er, tötet den Geist des Menschen, wogegen das Forschen nach Wahrheit die Welt von der Finsternis des Vorurteils befreit. Seine zweite Lehre ist die Einheit der Menschheit. Alle Menschen sind nur eine Herde und Gott ist der liebevolle Hirte. Er schenkt ihnen größte Barmherzigkeit und betrachtet sie alle als Eins. ,Du sollst keine Verschiedenheit finden unter den Geschöpfen Gottes.' Sie sind alle Seine Diener und suchen alle Seine Gnadenfülle. Seine dritte Lehre ist die, dass Religion das mächtigste Bollwerk ist. Sie sollte zu Einheit führen, statt die Ursache von Feindschaft und Hass zu sein. Führte sie zu Feindschaft und Hass, so wäre es besser, sie überhaupt nicht zu haben. Die Religion ist wie ein Heilmittel, das, wenn es die Krankheit verschlimmern sollte, besser aufzugeben wäre. Ebenso sind religiöse, rassische, nationale und politische Vorurteile allesamt zerstörend für die Grundlage menschlicher Gesellschaft; sie alle führen zu Blutvergießen, sie alle häufen Verderben auf die Menschheit. Solange diese verbleiben, wird auch die Kriegsfurcht fortdauern. Das einzige Heilmittel ist der Weltfriede. Und dieser wird nur durch die Errichtung eines höchsten Schiedsgerichts, das alle Regierungen und Völker vertritt, vollendet. Alle nationalen und internationalen Probleme sollten diesem Gerichtshof übergeben werden und, was immer seine Entscheidung sein mag, sollte zur Geltung gelangen. Würde eine Regierung oder ein Volk nicht damit übereinstimmen, so sollte die Welt als Ganzes sich dagegen erheben.Unter Seinen Lehren ist eine weitere die Gleichberechtigung von Mann und Frau; und so noch viele andere Lehren, die durch Seine Feder geoffenbart sind. Heutzutage ist es klar und offenbar gemacht worden, dass diese Grundsätze das eigentliche Leben der Welt und die Verkörperung ihres wahren Geistes sind. So solltet nun ihr, die ihr die Diener des Menschengeschlechtes seid, Herz und Seele anstrengen, um die Welt von der Finsternis des Materialismus und menschlichen Vorurteils zu befreien, auf dass sie mit dem Lichte der Stadt Gottes erleuchtet werde. Preis sei Ihm - ihr seid mit den verschiedenen Schulen, Einrichtungen und Grundsätzen der Welt bekannt. Heute aber kann nichts Geringeres als diese göttlichen Lehren dem Menschengeschlecht Friede und Ruhe gewährleisten. Diese Finsternis wird nimmer verschwinden, diese endlosen Leiden werden nimmer geheilt, es sei denn durch diese Lehren. Der Balkan wird ruhelos bleiben und sein Zustand wird sich verschlimmern. Der Besiegte wird nicht stille halten, sondern jegliches Mittel ergreifen, um aufs neue die Kriegsflamme zu entfachen. Moderne, allumfassende Bewegungen werden ihr Äußerstes tun, ihre Zwecke und Ziele zu verfolgen. Die Bewegung der Linken wird große Bedeutung erlangen, und ihr Einfluss wird sich verbreiten.Darum bemüht euch, mit erleuchtetem Herzen, mit himmlischem Geist und göttlicher Kraft, von Seiner Gnade unterstützt, Gottes freigebige Gabe der Welt weiterzureichen ... Die Gabe des Trostes und der Ruhe für alle Menschenkinder." ('Abdu'l-Bahá) In einem Gespräch im November 1919 sagte Er: "Bahá'u'lláh sagte häufig voraus, dass die Zeit kommen werde, da Unglaube und darauf folgend Anarchie vorherrschen werden. Das Chaos wird auf die allzu große Freiheit unter den Menschen zurückzuführen sein, die dazu noch nicht reif sind, und infolgedessen wird es eine zeitweilige Rückkehr zu autoritärer Regierung geben, zum Nutzen der Menschen selbst und um Unordnung und Chaos zu verhüten. Es ist klar, dass jedes Volk jetzt völlige Selbstbestimmung und Handlungsfreiheit wünscht, aber manche von ihnen sind nicht reif dafür. Der vorherrschende Zustand der Welt ist der des Unglaubens, der zu Anarchie und Verwirrung führen muss. Ich habe immer gesagt, dass die Friedensvorschläge nach dem großen Krieg erst ein Schimmer der Dämmerung seien, jedoch noch nicht der Sonnenaufgang." ('Abdu'l-Bahá) ![]() Das Kommen des Königreiches GottesMitten in diesen unruhigen Zeiten wird die Sache Gottes trotzdem erstarken. Die von dem selbstsüchtigen Kampf für das Einzeldasein, für die Partei oder für sektiererischen oder nationalistischen Nutzen hervorgerufenen Note werden die Menschen dazu führen, sich in der Verzweiflung zu dem Heilmittel zu wenden, das mit dem Worte Gottes dargereicht ist. Je mehr die Schwierigkeiten Überhand nehmen, desto mehr werden die Menschen sich dem allein nützenden Heilmittel zuwenden.Bahá'u'lláh sagt in Seinem Sendschreiben an den Sháh: "Alle Glieder der Menschheitsfamilie, ob Völker oder Regierungen, Städte oder Dörfer, sind immer mehr voneinander abhängig geworden. Selbstgenügsamkeit ist für niemanden mehr möglich, da politische Bindungen alle Völker und Nationen vereinigen, und die Beziehungen durch Handel und Industrie, Landwirtschaft und Erziehungswesen täglich fester werden. Folglich kann die Einheit aller Menschen an diesem Tage erreicht werden. Das ist wahrlich nichts anderes als eines der Wunder dieses wundervollen Zeitalters. Davon waren frühere Zeitalter ausgeschlossen, während dieses Jahrhundert - das Jahrhundert des Lichts - mit einzigartiger und beispielloser Herrlichkeit, Kraft und Erleuchtung beschenkt wurde. So entfaltet sich auf wunderbare Weise jeden Tag ein neues Wunder; am Ende wird man sehen, wie strahlend sein Licht unter der Menschheit leuchtet."('Abdu'l-Bahá) In den letzten zwei Versen des Buches Daniel stehen die geheimnisvollen Worte: "Wohl dem, der da wartet und erreicht tausenddreihundertfünfunddreißig Tage! Du aber, Daniel, geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du aufstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!" (Daniel 12,12-13.) Viele Versuche wurden von gelehrten Forschern unternommen, das Rätsel der Bedeutung dieser Worte zu lösen. In einem Tischgespräch, bei dem der Verfasser dieses Buches anwesend war, errechnete 'Abdu'1-Bahá die Erfüllung von Daniels Prophezeiung, indem er vom Datum des Beginns des muhammadanischen Zeitalters ausging. 'Abdu'l-Bahás Tablets machen deutlich, dass diese Prophezeiung auf den hundertsten Jahrestag der Erklärung von Bahá'u'lláh in Baghdad, also auf das Jahr 1963 hinweist: "... nun zu dem Vers bei Daniel, nach dessen Auslegung du fragtest: ,Wohl dem, der da wartet und erreicht tausenddreihundertfünfunddreißig Tage'. Diese Tage müssen in Sonnenjahren, nicht in Mondjahren berechnet werden. Wenn nach dieser Berechnung ein Jahrhundert vergangen ist nach dem Tagesanbruch der Sonne der Wahrheit, dann werden die Lehren Gottes fest errichtet sein auf der Erde, und das göttliche Licht wird die Welt überfluten vom Osten bis zum Westen. Dann werden die Gläubigen an diesem Tage voll Freude sein." ('Abdu'l-Bahá) ![]() 'Akká und HaifaMírzá Ahmad Sohrab (ein Sekretär von ' Abdu'l-Bahá) berichtet in seinem Tagebuch die folgende Prophezeiung über 'Akká und Haifa, die 'Abdu'l-Bahá aussprach, während Er am Fenster eines der Bahá'í-Pilgerhäuser in Haifa saß, am 14. Februar 1914:"Die Aussicht vom Pilgerheim ist sehr anziehend, besonders weil das gesegnete Grabmal von Bahá'u'lláh zu sehen ist. In der Zukunft wird der Zwischenraum zwischen 'Akká und Haifa ausgebaut werden, und die beiden Städte werden sich vereinen und sich die Hände reichen, indem sie die beiden Endteile einer mächtigen Weltstadt werden. Wie ich jetzt über die Landschaft blicke, so sehe ich klar, dass sie einer der ersten Handelsplätze der Welt werden wird. Diese große halbkreisförmige Bucht wird in den schönsten Hafen verwandelt werden, wo die Schiffe aller Nationen Schutz und Zuflucht suchen werden. Die größten Schiffe aller Völker werden zu diesem Hafen kommen und auf ihren Decks Tausende und Abertausende von Männern und Frauen aus jedem Teil des Erdballs bringen. Der Gebirgszug und die Ebene werden bedeckt sein mit höchst neuzeitlichen Bauten und Palästen. Industrien werden entstehen, und verschiedene Einrichtungen menschendienlicher Art werden gegründet werden. Die Blumen der Zivilisation und Kultur werden von allen Nationen hierher gebracht werden, um ihre Wohlgerüche miteinander zu vermischen und den Weg der Bruderschaft der Menschen zu erhellen. Wundervolle Garten, Obstgärten, Haine und Parks werden sich nach allen Seiten ausdehnen. Bei Nacht wird die große Stadt elektrisch beleuchtet sein. Der ganze Hafen von 'Akká bis Haifa wird eine Lichtbahn sein. Mächtige Scheinwerfer werden an beiden Seiten des Berges Karmel für die Führung der Dampfer aufgestellt werden. Der Berg Karmel selbst, vom Fuß bis zur Spitze, wird in ein Meer von Licht getaucht sein. Jemand, der auf dem Gipfel des Karmel steht, und die Passagiere der Dampfer, die herkommen, werden auf das erhabenste und majestätischste Schauspiel der ganzen Welt blicken. Von jeder Seite des Berges werden die Symphonien von ,Yá Bahá'u'1-Abhá' ertönen, und vor Tagesanbruch wird Seelen erhebende Musik, begleitet von melodischen Stimmen, zum Thron der Allmacht aufsteigen.In der Tat, Gottes Wege sind geheimnisvoll und unerforschlich. Welche äußerliche Beziehung besteht zwischen Shíráz und Tihrán, Bahgdád und Konstantinopel, Adrianopel und 'Akká und Haifa? Gott wirkte geduldig, Schritt um Schritt, durch diese verschiedenen Städte hin, nach Seinem eigenen bestimmten und ewigen Plan, auf dass die Prophezeiungen und Voraussagungen, wie sie von den Propheten verkündet worden sind, erfüllt werden mögen. Dieser goldene Faden der Verheißung für das messianische tausendjährige Reich zieht sich durch die Bibel, und es war so bestimmt, dass Gott zu Seiner eigenen rechten Zeit ihr Erscheinen veranlasste. Nicht ein einziges Wort wird bedeutungslos und unerfüllt bleiben."
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