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Bahá'u'lláhs Sendung

Die Sendung von Bahá'u'lláh auf der Welt ist, die Einheit zu verwirklichen, die Einheit aller Menschen in und durch Gott. Er spricht:

"Vom Baum der Erkenntnis ist folgendes erhabene Wort die allerherrlichste Frucht: Von einem Baum seid ihr alle die Früchte und von einem Zweige die Blätter. Lasset niemand sich rühmen, dass er sein Land liebe, sondern eher dessen, dass er das ganze Menschengeschlecht liebt."

Die früheren Offenbarer haben ein Zeitalter des Friedens auf Erden angekündigt, des Wohlgefallens unter den Menschen, und haben ihr Leben dahingegeben, um Sein Kommen zu beschleunigen; aber sie alle haben deutlich erklärt, dass diese gesegnete Erfüllung sich erst ereignen wird nach dem "Kommen des Herrn" in den letzten Tagen, wenn der Gottlose gerichtet und der Gerechte belohnt wird.

Zarathustra prophezeite 3000 Jahre des Streites vor dem Kommen des Sháh Bahrám, des Welterlösers, der Ahríman, den Geist des Bösen, überwinden und ein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens aufrichten würde.

Moses sagte einen langen Zeitabschnitt von Verbannung, Verfolgung und Unterdrückung für die Kinder Israels voraus, ehe der Herr der Heerscharen erscheinen werde, sie aus allen Nationen zu sammeln, ihre Unterdrücker zu vernichten und Sein Königreich auf Erden aufzurichten.

Christus sprach: "Ihr sollt nicht wähnen, dass Ich gekommen sei, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert." (Matth. 10, 34.) Und Er sagte eine Zeit von Kriegen und Kriegsgeschrei voraus, von Aufruhr und Trübsalen, die dauern würden bis zum Kommen des Menschensohnes "in der Herrlichkeit des Vaters".

Muhammad erklärte, dass wegen ihrer Missetaten Gott Feindschaft und Hass gesetzt habe zwischen Juden und Christen, die dauern werden bis zum Tage der Auferstehung, wenn Er erscheinen werde, um sie alle zu richten.

Bahá'u'lláh andererseits verkündet, dass Er der von allen diesen Offenbarern Verheißene sei, die göttliche Manifestation, in deren Zeitalter das Reich des Friedens tatsächlich aufgerichtet werde. Diese Erklärung ist beispiellos und einzigartig, aber sie passt wundervoll zu den Zeichen der Zeit und zu den Prophezeiungen aller großen Offenbarer; Bahá'u'lláh offenbarte mit unvergleichlicher Klarheit und Verständlichkeit die Mittel, um Frieden und Einigkeit unter den Menschen hervorzurufen.

Es ist wahr, dass seit dem Kommen von Bahá'u'lláh und noch jetzt Krieg und Zerstörung in nie da gewesenem Maße stattgefunden haben, aber dies ist gerade das, was alle Offenbarer sagten, dass es sich ereignen werde beim Dämmern des "großen und schrecklichen Tages des Herrn", und ist somit nur eine Bestätigung der Ansicht, dass das "Kommen des Herrn" nicht nur bevorsteht, sondern bereits vollendete Tatsache ist.

Dem Gleichnis Christi zufolge muss der Herr des Weinbergs erst das gottlose Gesinde übel umkommen lassen, bevor Er den Weinberg an andere gibt, die Ihm die Früchte zu rechter Zeit geben. Bedeutet dies nicht, dass beim Kommen des Herrn schreckliche Vernichtung der despotischen Regierungen harrt, der habsüchtigen und unduldsamen Priester, der Mullás, der tyrannischen Führer, die Jahrhunderte hindurch, dem gottlosen Gesinde gleich, die Erde schlecht verwaltet und die Früchte vergeudet haben?

Mag es schreckliche Ereignisse geben und nie da gewesenes Elend auf der Erde herrschen, Bahá'u'lláh versichert uns:

"Binnen kurzem werden diese nutzlosen Streitigkeiten, diese zerstörenden Kriege aufhören und der Größte Friede wird kommen."
Krieg und Streit sind mit ihren zerstörenden Kräften so unerträglich geworden, dass die Menschheit sich davon lossagen muss oder zugrunde geht.
"Die Fülle der Zeiten" ist gekommen und mit ihr der verheißene Erlöser!"