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(4) Einheit der MenschheitZiel der Bahá'í-Religion Ziel der Bahá'í-Religion ist die Einheit der Menschheit auf demokratischer Grundlage.Die der Offenbarung Bahá'u'lláhs zugrunde liegende Weltordnung sieht "Einheit in der Vielfalt" vor. Dauerhafter Weltfrieden ist nach Bahá'u'lláh erst dann möglich, wenn die Einheit der Menschheit praktisch verwirklicht ist. Um dieses Ziel auf Erden ganz konkret erreichen zu können, finden sich im Offenbarungswerk Bahá'u'lláhs zahlreiche und präzise Hilfsangebote (Aussagen zur "Weltordnung Bahá'u'lláhs"). Weltreligion der ZukunftDie Bezeichnung "Weltreligion der Zukunft" ist zutreffend, sobald eine Weltreligion inhaltlich imstande ist, die Zukunft der Menschheit differenziert zu gestalten. Eine "Weltreligion der Zukunft" liegt vor, wenn Gott im Rahmen einer neuen Gottesoffenbarung die erforderlichen Inhalte und Impulse für die Weiterentwicklung der heutigen Menschheit bereitstellt. Die historische jüngste Weltreligion auf unserem Heimatplaneten Erde ist die Bahá'í-Religion; sie ist erst 1½ Jahrhunderte alt. Obgleich diese neue Weltreligion trotz moderner Massen-Medien noch immer weitgehend unbekannt ist, erfüllt sie doch sämtliche Voraussetzungen für eine Weltreligion der Zukunft. Die Bahá'í-Religion eröffnet der Menschheit neue Perspektiven, die einen klaren Blick in eine nach göttlichen Vorgaben gestaltete Zukunft gestatten. In einem Text hat Shoghi Effendi den Blick in die Zukunft gewagt und dabei in aller Deutlichkeit dargelegt, dass die Bahá'í-Religion der Bezeichnung "Weltreligion der Zukunft" uneingeschränkt gerecht wird.![]() Im Jahr 1936 fasste Shoghi Effendi Aspekte der neuen Welt wie folgt zusammen (siehe "Die Weltordnung Bahá'u'lláhs" 1977-134, S. 296ff.): Die Einheit des Menschengeschlechts, wie sie Bahá'u'lláh vorausschaut, umschließt die Begründung eines Weltgemeinwesens, in welchem alle Nationen, Rassen, Glaubensbekenntnisse und Klassen eng und dauerhaft vereint, die Autonomie seiner nationalstaatlichen Glieder sowie die persönliche Freiheit und Selbständigkeit der einzelnen Menschen, aus denen es gebildet ist, ausdrücklich und völlig gesichert sind. Dieses Gemeinwesen muss, soweit wir es uns vorstellen können, aus einer Weltlegislative bestehen, deren Mitglieder als Treuhänder der ganzen Menschheit die gesamten Hilfsquellen aller Mitgliedstaaten regeln. Sie muss die erforderlichen Gesetze geben, um das Leben aller Rassen und Völker zu steuern, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und ihre wechselseitigen Beziehungen anzupassen.Eine Weltexekutive, gestützt auf eine internationale Streitmacht, wird die Beschlüsse jener Weltlegislative ausführen, deren Gesetze anwenden und die organische Einheit des ganzen Gemeinwesens sichern. Ein Weltgerichtshof wird seine bindende, endgültige Entscheidung in sämtlichen Streitfragen, die zwischen den Gliedern dieses allumfassenden Systems auftreten können, fällen. Ein Netzwerk weltweiter Kommunikation wird ersonnen werden; es wird den ganzen Erdball umspannen und, von allen nationalen Hindernissen und Beschränkungen frei, mit wunderbarer Schnelligkeit und vollkommener Pünktlichkeit ablaufen. ![]() Eine Welthauptstadt wird als Nervenzentrum einer Weltzivilisation wirken, in dem die einigenden Lebenskräfte zusammenlaufen und von dem ihre Kraft bringenden Einflüsse ausstrahlen werden. Eine Weltsprache wird entweder geschaffen oder unter den bestehenden Sprachen ausgewählt und in den Schulen aller verbündeten Nationen als ein Hilfsmittel neben der jeweiligen Muttersprache gelehrt werden. Eine Weltschrift, eine Weltliteratur, ein einheitliches, allumfassendes Währungs-, Gewichts- und Maßsystem werden den Verkehr und die Verständigung unter den Nationen und Rassen der Menschheit vereinfachen und erleichtern. In dieser Weltgesellschaft werden Wissenschaft und Religion, die beiden gewaltigsten Kräfte im menschlichen Leben, in Einklang gebracht sein; sie werden zusammenwirken und sich harmonisch entwickeln. Die Presse wird in einem solchen System der Darlegung der verschiedenen Ansichten und Überzeugungen der Menschheit vollen Spielraum gewähren, aber nicht mehr durch althergebrachte Interessen, seien sie persönlicher oder allgemeiner Natur, unheilvoll gelenkt sein; vom Einfluss streitender Regierungen und Völker wird sie befreit sein. Die wirtschaftlichen Hilfsquellen der Welt werden organisiert, ihre Rohstoffquellen erschlossen und nutzbar gemacht, ihre Märkte aufeinander abgestimmt und entwickelt, die Verteilung ihrer Erzeugnisse unparteiisch geregelt werden. ![]() Nationale Rivalität, Hass und Intrigen werden aufhören, Feindseligkeiten und Rassenvorurteile werden durch Freundschaft, Verständigung und Zusammenarbeit ersetzt werden. Die Ursachen religiöser Zwistigkeiten werden für immer aus dem Weg geräumt werden; wirtschaftliche Schranken und Hindernisse werden völlig beseitigt, die Klassenunterschiede aufgehoben werden. Mangel auf der einen Seite und unmäßige Anhäufung von Eigentumsrechten auf der anderen Seite werden verschwinden. Die ungeheuren Kräfte, die für die wirtschaftliche oder politische Kriegsführung verzettelt und vergeudet werden, fließen Zwecken zu, welche die Reichweite menschlicher Erfindungen erweitern, die technische Entwicklung fördern, die Produktivität der Menschheit steigern, Krankheiten ausrotten, wissenschaftliche Forschungen ausdehnen, den körperlichen Gesundheitszustand heben, den menschlichen Verstand schärfen und verfeinern, die ungenutzten, ungeahnten Hilfsquellen der Erde nutzen, das menschliche Dasein verlängern und jegliches andere Mittel fördern, welches das verstandesorientierte, sittliche und geistige Leben des ganzen Menschengeschlechts anzuregen vermag.
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