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Begleitendes Motiv zu Offenbarungstexte Bahá'u'lláhs
 

Offenbarungstexte Bahá'u'lláhs

Mit dieser kleinen Auswahl heiliger Texte Bahá'u'lláhs kann der Leser einen ersten Eindruck gewinnen. Die Textbeispiele sind dem Buch "Verse Gottes" (Bahá'í-Verlag) entnommen.

Bahji bei ´Akká, Israel (nahe Bahá'u'lláhs Schrein)Das Ziel der Religion, wie sie vom Himmel des heiligen Willens Gottes offenbart ist, besteht darin, Einheit und Eintracht unter den Völkern der Welt zu stiften; macht sie nicht zur Ursache für Zwist und Streit. Die Religion Gottes und Sein göttliches Gesetz sind die machtvollsten Werkzeuge und die sichersten Mittel dafür, dass das Licht der Einheit zwischen den Menschen anbricht. Der Fortschritt der Welt, die Entwicklung der Nationen, die Ruhe der Völker und der Frieden aller Erdenbewohner gehören zu den Grundsätzen und Geboten Gottes. (S. 30)

Ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges. Verkehrt miteinander in größter Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Brüderlichkeit.
(S. 62)

Alle Menschen wurden erschaffen, eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen. Der Allmächtige bezeugt Mir: Wie die Tiere auf dem Felde zu leben, ist des Menschen unwürdig. Die Tugenden, die seiner Würde anstehen, sind Geduld, Erbarmen, Mitleid und Güte für alle Völker und Geschlechter der Erde. (S. 118)

Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger. (S. 180)

Die Propheten Gottes sollten als Ärzte angesehen werden, deren Aufgabe es ist, das Wohlergehen der Welt und ihrer Völker zu fördern, damit sie durch den Geist der Einheit das Siechtum einer entzweiten Menschheit zu heilen vermögen. (S. 185)

Die Offenbarung, die seit unvordenklichen Zeiten als das Ziel und die Verheißung aller Propheten Gottes gepriesen worden ist und das höchste Verlangen Seiner Boten war, ist nun nach dem alldurchdringenden Willen des Allmächtigen und aus Sein unwiderstehliches Geheiß den Menschen enthüllt worden. In allen heiligen Schriften ist das Kommen einer solchen Offenbarung angekündigt worden. Seht nun, wie die Menschheit trotz solcher Ankündigung von ihrem Weg abgeirrt ist und sich selbst ihrer Herrlichkeit verschlossen hat. (S. 203)

Bahji bei ´Akká, Israel (nahe Bahá'u'lláhs Schrein)Sei wie eine Lampe für die, so im Dunkeln gehen, eine Freude den Betrübten, ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Bedrängten, Stütze und Verteidiger für das Opfer der Unterdrückung. Lass Sauberkeit und Redlichkeit alle dein Handeln auszeichnen.
(S. 204)

Bürdet keiner Seele eine Last auf, die ihr selbst nicht tragen wollt und wünscht niemandem, was ihr euch selbst nicht wünscht. Dies ist Mein bester Rat für euch, wolltet ihr ihn doch beherzigen. (S. 209)

Wenn Gott Seine Propheten zu den Menschen sendet, ist Seine Absicht eine zweifache. Die erste ist, die Menschenkinder aus dem Dunkel der Unwissenheit zu befreien und sie zum Lichte wahren Verstehens zu führen, die zweite, den Frieden und die Ruhe der Menschheit zu sichern und alle Mittel bereitzustellen, durch die beides erreicht werden kann. (S. 228)

Wisse wahrlich, dass die Seele nach ihrer Trennung vom Leibe weiter fortschreitet, bis sie die Gegenwart Gottes erreicht, in einem Zustand und einer Beschaffenheit, die weder der Lauf der Zeiten und Jahrhunderte noch der Wechsel und Wandel dieser Welt ändern können. Sie wird so lange bestehen, wie das Reicht Gottes, Seine Allgewalt, Seine Herrschaft und Macht bestehen werden. (S. 245)

O Sohn des Seins! Lege jeden Tag Rechenschaft vor dir ab, ehe du zur Rechenschaft gezogen wirst. Denn unangemeldet kommt der Tod und dann musst du deine Taten verantworten. (S. 245)

Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sonder wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger. (S. 247)

Wahrlich, Ich sage, die Schöpfung Gottes umfasst Welten neben dieser Welt und Geschöpfe außer diesen Geschöpfen. In jeder dieser Welten hat Er Dinge verordnet, die niemand erforschen kann außer Ihm, dem Allerforschenden, dem Allweisen. (S. 249)

Bahji bei ´Akká, Israel (nahe Bahá'u'lláhs Schrein)Was immer in der bedingten Welt aussagbar oder begreiflich ist, kann niemals die ihm durch seine Natur gegebenen Grenzen überschreiten. Gott allein übersteigt derartige Grenzen. Er, wahrlich, ist von Ewigkeit her. Keiner Seinesgleichen, kein Gefährte war Ihm je zugesellt oder kann Ihm jemals zugesellt werden. Kein Name ist mit Seinem Namen vergleichbar. Keine Feder kann Sein Wesen beschreiben, keine Zunge Seine Herrlichkeit schildern. Er bleibt immer über alle außer Ihm selbst unermesslich erhaben. (S. 252)

O Menschenkinder! Wisst ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen Staub erschufen? Damit sich keiner über den anderen erhebe. Bedenket allzeit in eurem Herzen, wie ihr erschaffen seid. Da Wir euch alle aus dem gleichen Stoff erschufen, ziemt es euch, wie eine Seele zu sein, auf selbem Fuße zu wandeln, in gleicher Weise zu essen und im selben Lande zu wohnen, auf dass aus eurem innersten Wesen durch eure Werke die Zeichen der Einheit und das Wesen der Loslösung offenbar werden. Solches rate ich euch, o Scharen des Lichts. Achtet wohl auf diesen Rat, damit ihr die heiligen Früchte vom Baume wundersamer Herrlichkeit erlanget. (S. 259)

Die Quelle aller Bildung ist die Erkenntnis Gottes, erhaben sei Seine Herrlichkeit! Diese Erkenntnis kann nur durch die Erkenntnis Seiner göttlichen Manifestationen erlangt werden. (S. 260)

Nichts ist vor Gott verborgen oder könnte es jemals sein. Wenn ihr Seinem Wege folgt, werden Seine unermesslichen, unvergänglichen Segnungen auf euch hernieder kommen. (S. 264)

O Brüder! Habt Nachsicht miteinander und hängt euer Herz nicht an die Welt. Rühmt euch nicht eurer Herrlichkeit und schämt euch nicht eurer Erniedrigung. Bei Meiner Schönheit! Aus Staub habe ich alle Dinge erschaffen und dem Staube werde Ich sie wieder zurückgeben. (S. 289)

Bald wird die heutige Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden. (S. 305)

Bahji bei ´Akká, Israel (Bahá'u'lláhs Schrein)Neues Leben durchpulst in dieser Zeit alle Völker der Erde und doch hat keiner seine Ursache entdeckt und seinen Grund erkannt. (S. 15)

Ein Tropfen aus dem wogenden Meere Seiner endlosen Gnade hat die ganze Schöpfung mit der Zierde des Daseins geschmückt und ein Lufthauch aus Seinem unvergleichlichen Paradiese hat alles Sein mit dem Gewande Seiner Heiligkeit und Herrlichkeit bekleidet.
(S. 18)

Die Altehrwürdige Schönheit hat eingewilligt, in Ketten gelegt zu werden, damit die Menschheit aus ihrer Knechtschaft erlöst werde und hat es hingenommen, zum Gefangenen in dieser mächtigsten Festung zu werden, damit die ganze Welt wahre Freiheit gewinne. Er hat den Kelch des Leidens bis zur Neige geleert, damit alle Völker der Welt immerwährende Freude gewinnen und von Fröhlichkeit erfüllt werden. Dies gehört zur Barmherzigkeit eures Herrn, des Mitleidvollen, des Barmherzigsten. (S. 24)

So ist dir klar und deutlich, dass alle Propheten Tempel der Sache Gottes sind, die in verschiedener Tracht erscheinen. Wenn du mit scharfem Auge beobachtest, wirst du sehen, dass sie alle im selben Heiligtum wohnen, sich zum selben Himmel aufschwingen, auf demselben Throne sitzen, dieselbe Sprache sprechen und denselben Glauben verkünden. (S. 28)

Die Offenbarung der Propheten Gottes in dieser Welt muss sich jedoch im Ausmaß unterscheiden. Jeder von ihnen war Träger einer bestimmten Botschaft und beauftragt, sich durch besondere Taten zu offenbaren. Dies ist der Grund dafür, dass sie in ihrer Größe verschieden erscheinen. (S. 28)

O Sohn des Geistes! Reich erschuf Ich dich, warum machst du dich selbst arm? Edel erschuf Ich dich, warum erniedrigst du dich selbst. Aus dem Wesen des Wissens gab Ich dir Leben, warum suchst du Erleuchtung bei anderen als Mir? Aus dem Ton der Liebe formte Ich dich, warum befasst du dich mit anderem? Schaue in dich, dass du Mich in dir findest, mächtig, stark und selbst-bestehend. (S. 32)

Es ist Unser Wunsch und Verlangen, dass jeder von euch zu einem Quell alles Guten unter den Menschen und zu einem Beispiel der Aufrichtigkeit für die Menschheit werde. Hütet euch, dass ihr euch selbst nicht euerem Nächsten vorzieht. (S. 41)

Der höchste Grund für die Erschaffung der Welt und aller Dinge in ihr ist, dass der Mensch Gott erkenne. (S. 43)

Bahji bei ´Akká, Israel (Bahá'u'lláhs Schrein)Was der Herr als höchstes Mittel und mächtigstes Werkzeug für die Heilung der ganzen Welt verordnet hat, ist die Vereinigung aller ihrer Völker in einer allumfassenden Sache, einem gemeinsamen Glauben. (S. 45)

Der eine, wahre Gott kann mit der Sonne verglichen werden, der Gläubige mit einem Spiegel. Sobald der Spiegel der Sonne zugewandt ist, strahlt er ihr Licht wider. Der Ungläubige kann mit einem Stein verglichen werden. Wie lange er auch der Sonne ausgesetzt ist, er kann ihr Licht nicht widerspiegeln. (S. 47)

Ohne Zweifel verdanken die Völker der Welt, welcher Rasse oder Religion sie auch angehören, ihre Erleuchtung derselben himmlischen Quelle und sind einem einzigen Gott untertan. Unterschiede der Regeln und Riten, denen sie unterstehen, müssen den wechselnden Anforderungen und Bedürfnissen der Zeitalter zugeschrieben werden, in denen sie offenbart wurden. (S. 68)

Die Tage eueres Lebens verfliegen wie ein Windhauch und all euere Pracht und Herrlichkeit wird vergehen wie die Pracht und Herrlichkeit derer, die vor euch dahingingen. Denkt daüber nach, ihr Menschen! (S. 72)

Der allwissende Arzt legt Seinen Finger an den Puls der Menschheit. Er erkennt die Krankheit und verschreibt in Seiner unfehlbaren Weisheit das Heilmittel. Jede Zeit hat ihr eigenes Problem, jede Seele ihre besondere Sehnsucht. Das Heilmittel, dessen die Welt in ihren gegenwärtigen Nöten bedarf, kann nicht das gleiche sein, das ein späteres Zeitalter erforden mag. (S. 82)

Die Absicht Gottes bei der Erschaffung des Menschen war und wird immer sein, ihn zu befähigen, seinen Schöpfer zu erkennen und in Seine Gegenwart zu gelangen. (S. 239)

Er, der ewig vor den Augen der Menschen vorborgen bleibt, kann nie anders als durch Seine Manifestationen erkannt werden. (S. 385)

Du hast Mich nach dem Wesen der Seele gefragt. Wisse wahrlich, dass die Seele ein Zeichen Gottes ist, ein himmlischer Edelstein, dessen Wirklichkeit die gelehrtesten Menschen nicht zu begreifen vermögen und dessen Geheimnis kein noch so scharfer Verstand je zu enträtseln hoffen kann. (S. 423)

Strelizie in den Bahá'í Gärten - Foto von Marco Abrar - BahaiPictures.comJeder wahre Prophet hat Seine Botschaft als wesensgleich mit der Offenbarung jedes anderen Ihm vorangegangenen Propheten gesehen. (Verse Gottes, S. 136)

Alle Herrlichkeit sei auf diesem Tage, dem Tag, da die Düfte der Barmherzigkeit über alles Erschaffene wehten, einem Tag, so reich gesegnet, dass vergangene Zeitalter und Jahrhunderte niemals hoffen können, ihm gleichzukommen, einem Tag, da der Altehrwürdige der Tage das Antlitz Seinem heiligen Throne zugewandt hat. Daraufhin waren die Stimmen alles Erschaffenen und darüber hinaus die Stimmen der himmlischen Heerscharen zu hören mit lautem Ruf: "Eile, o Karmel, denn siehe, das Licht des Angesichts Gottes, des Herrschers im Reiche der Namen und Schöpfers der Himmel, ist auf dich gerichtet." (S. 143)

Die ersten, die sich von Uns wandten, waren die geistlichen Führer der Welt in diesem Zeitalter, dieselben, welche Uns am Tage und zur Nachtzeit anrufen und Meinen Namen im Munde führen, während sie auf ihren hohen Thronen sitzen. Als Ich Mich jedoch unter den Menschen offenbarte, da erhoben sie sich so gegen Mich, dass selbst die Steine seufzten und bitterlich weinten. (S. 142)

Blüte mit dem Schrein des Báb im Hintergrund - Foto von Marco Abrar - BahaiPictures.comIch bezeuge, dass Du führwahr Dein Pfand eingelöst und Den offenbart hast, Dessen Kommen von Deinen Propheten, Deinen Erwählten und Deinen Dienern verheißen ward. Er ist gekommen vom Horizont der Macht und Herrlichkeit, die Banner Deiner Zeichen und die Standarten Deiner Zeugnisse in Händen. Durch die Kraft Deiner unbezwinglichen Macht und Stärke erhob Er sich vor allen Menschen und rief die ganze Menschheit zum Gipfel überragender Herrlichkeit, hin zum höchsten Horizont, solchermaßen, dass weder der Widerstand der Geistlichen noch der Angriff der Herrscher Ihn hindern konnten. (S. 51)

Das Wesen der Erkenntnis kündet laut und spricht: Siehe! Er, das Ziel aller Erkenntnis ist da und durch Sein Kommen sind die heiligen Bücher Gottes, des Gnädigen, des Liebenden, geschmückt. Jedwede Offenbarung der Gnade, jedwedes Zeichen edler Gaben geht von Ihm aus und kehrt zu Ihm zurück. (S. 52)

O Könige auf Erden! Leiht euer Ohr der Stimme Gottes ... die diese Worte ertönen lässt: "Es gibt keinen anderen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Allvermögenden, dem Allweisen! ... Fürchtet Gott, o Schar der Könige, und lasst es nicht zu, dass ihr dieser erhabensten Grade beraubt werdet. So werfet hinweg die Dinge eures Besitzes und haltet euch fest an dem Griff Gottes, des Erhabenen, des Großen. Wendet eure Herzen dem Angesicht Gottes zu und gebet auf, wonach euch eure Wünsche trachten ließen, und zählt nicht zu denen, die untergehen."
(Christus und Bahá'u'lláh, S. 85)

An Papst Pius IX:

Er, der Herr aller Herren, ist gekommen, und er, der Fels (Petrus), ruft: Sehet, der Vater ist gekommen und was euch im Königreich verheißen ward, das ist erfüllet. Erhebe dich im Namen des Herrn, des Gottes der Gnade, mitten unter den Völkern der Erde und fasse mit den Händen des Vertrauens den Kelch des Lebens; trinke du zuerst und biete ihn dann den Menschen aller Religionen dar, die sich ihm zuwenden... Verkaufe allen Zierrat, den du besitzest und spende ihn auf dem Pfade Gottes ... überlasse dein Reich den Königen und tritt aus deinem Palast hervor ... verkünde den Lobpreis deines Herrn zwischen Erde und Himmel...
(Christus und Bahá'u'lláh, S. 87 f.)

Diese geheiligsten Spiegel (die Gottes-Offenbarer), diese Aufgangsorte altehrwürdiger Herrlichkeit sind allesamt auf Erden die Vertreter Dessen, der innerster Kern, einstes Wesen und letztes Ziel des Weltalls ist. Von Ihm gehen ihre Erkenntnis und Macht aus, von Ihm leitet sich ihre Herrschaft ab. Die Schönheit ihres Antlitzes ist nur eine Widerstrahlung Seines Bildes und ihre Offenbarung ein Zeichen Seiner unsterblichen Herrlichkeit. Sie sind die Schatzkammern göttlicher Erkenntnis, die Aufbewahrungsorte himmlischer Weisheit. Durch sie wird eine Gnade vermittelt, die unendlich ist, und durch sie wird das Licht enthüllt, da nimmermehr verlöschen kann.
(Christus und Bahá'u'lláh, S. 77)

Diese altehrwürdigen Wesen (die Gottes-Offenbarer) sind, wenn auch aus dem Mutterleib geboren, in Wirklichkeit vom Himmel des Willens Gottes herabgestiegen. Obgleich sie auf dieser Erde wohnen, so sind doch ihre wahren Wohnorte die Ruhesitze der Herrlichkeit in den Reichen der Höhe. Während sie unter Sterblichen wandeln, sind sie doch in den Himmel der göttlichen Gegenwart erhoben. Ohne Füße schreiten sie auf dem Pfade des Geistes, und ohne Schwingen fliegen sie empor zu den erhabenen Höhen göttlicher Einheit. Mit jedem Atemzug durcheilen sie die Unendlichkeit des Raumes, und mit jedem Augenblick durchwandern sie die Reiche des Sichtbaren und des Unsichtbaren... Sie sind entsandt durch die alles überragende Macht des Herrschers seit urewigen Zeiten, und erhöht durch den erhabenen Willen des mächtigsten Königs. Dies ist mit den Worten gemeint: "kommend auf den Wolken des Himmels".
(Christus und Bahá'u'lláh, S. 78)

Zu Prof. Edward Granville Browne sprach Bahá'u'lláh:

Du bist gekommen, um einen Gefangenen und Verbannten zu sehen... Wir wünschen nur das Wohl der Welt und das Glück der Völker; dennoch hält man Uns für Anstifter von Streit und Aufruhr, die Gefangenschaft und Verbannung verdienen.Wir wünschen, dass alle Völker in einem Glauben vereint und alle Menschen Brüder werden, dass das Band der Liebe und Einigkeit zwischen den Menschenkindern gestärkt werde, dass Religionsverschiedenheit aufhöre und die Unterschiede, welche zwischen den Rassen gemacht werden, aufhören. Was ist nun Schlimmes hieran? ...
Aber trotz alledem wird es dahin kommen: diese fruchtlosen Kämpfe, diese zerstörenden Kriege werden aufhören, und der "Größte Friede" wird kommen ... Habt ihr dies in Europa nicht auch nötig? Ist dies nicht das, was Christus verhieß? ... Aber dennoch sehen Wir eure Könige und Regenten die Schätze ihrer Länder mehr auf die Zerstörung der Menschen verschwenden als darauf, was zum Glück der Menschen führen würde ... Diese Kämpfe, dieses Blutvergießen und diese Zwietracht müssen aufhören, alle Menschen müssen sein, als ob sie einem Geschlecht und einer Familie angehören. Es rühme sich kein Mensch dessen, dass er sein Land liebt, sondern eher dessen, dass er das Menschengeschlechte liebt ..."
(Christus und Bahá'u'lláh, S. 91)