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Prophezeiungen in den Bábí-Bahá'í-SchriftenEine Textsammlung, erstellt von Dr. Michael Sturm-Berger (Teil 3)(Baha'i-Zitate überprüft vom Geistigen Rat von Berlin-Neukölln)Aus den Schriften Shoghi EffendisWOB:S. 34f. (III) Ein Angriff aller Völker und Geschlechter Wir müssen uns nur der Warnungen 'Abdu'l-Bahás erinnern, um Art und Ausmaß derjenigen Kräfte, die mit Gottes heiligem Glauben im Streit liegen werden, zu verstehen. In den dunkelsten Stunden Seines Lebens, als Er unter 'Abdu'l-Hamíds Herrschaft vor der Verbannung in die unwirtlichsten Gegenden Nordafrikas stand, zu einer Zeit, als das Glück verheißende Licht der Bahá'í-Offenbarung erst gerade anfing, über dem Westen aufzusteigen, äußerte Er in Seiner Abschiedsbotschaft an den Vetter des Báb diese prophetischen Worte voll schlimmer Vorbedeutung:
© Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO
So ungeheuer der Kampf auch ist, den seine Worte erahnen, bezeugen sie auch den vollständigen Sieg, den die Vorkämpfer des Größten Namens letztlich erreichen werden. Völker, Nationen, Gläubige verschiedener Bekenntnisse - alle werden sich zusammen und nacheinander erheben, um die Einheit unseres Glaubens zu erschüttern, seine Kraft zu schwächen, seinen heiligen Namen zu entwürdigen. Nicht nur gegen seinen Geist werden sie anstürmen, sondern auch gegen die Verwaltungs- und Gesellschaftsordnung, die der Kanal, das Werkzeug, die Verkörperung dieses Geistes ist. Denn je deutlicher die Amtsgewalt, welche Bahá'u'lláh in das künftige Bahá'í-Gemeinwesen gelegt hat, hervortritt, desto grimmiger wird die Herausforderung sein, die seinen Wahrheiten aus allen Richtungen entgegenstürmt. S. 51f. (auch zit. in KGG, S. 139) (II) »Die Krankheiten, an denen die Welt jetzt leidet«, schrieb 'Abdu'l-Bahá im Januar 1920, »werden sich vervielfachen; die Dunkelheit, die sie umschließt, wird sich vertiefen. Der Balkan wird unzufrieden bleiben. Seine Ruhelosigkeit wird wachsen. Die besiegten Mächte werden weiterwühlen. Sie werden zu jeder Maßnahme greifen, die die Flamme des Krieges wieder entzündet. Neugeschaffene Bewegungen von weltweiter Bedeutung werden alle Kräfte für den Fortschritt ihrer Pläne aufbieten. Die Bewegung der Linken wird große Bedeutung erlangen. Ihr Einfluss wird sich ausbreiten.«
© Dieter Haugk / PIXELIO
S. 63f. Die sieben Lichtstrahlen der Einheit (II/III) Um Sein hehres Thema weiter zu erläutern, offenbarte 'Abdu'l-Bahá in einem Seiner Sendschreiben Folgendes: »Ob wohl in vergangenen Religionszyklen Einklang begründet wurde, war in Ermangelung der Mittel die Einheit der Menschheit unerreichbar. Die Kontinente blieben weit voneinander getrennt, ja sogar unter den Völkern eines und desselben Kontinents waren Verbindung und Austausch nahezu unmöglich. Infolgedessen waren der Umgang, die Verständigung und die Einheit zwischen allen Völkern und Geschlechtern der Erde fast unerreichbar. Heute jedoch haben sich die Kommunikationsmittel vervielfacht, und die fünf Kontinente der Erde sind zu einem Ganzen verschmolzen ... Ebenso sind alle Glieder der menschlichen Familie, ob Völker oder Regierungen, Städte oder Dörfer, in steigendem Maße voneinander abhängig geworden. Keiner kann mehr in Selbstgenügsamkeit leben, weil politische Bindungen alle Völker und Nationen vereinen und die Bande des Handels und der Industrie, der Landwirtschaft und des Bildungswesens Tag für Tag stärker werden.
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»Seht, wie dieses Licht nun am dunklen Horizont der Welt zu dämmern beginnt! Der erste Lichtstrahl ist die Einheit im politischen Bereich; der allererste Schimmer davon lässt sich nunmehr erkennen. Der zweite Lichtstrahl ist die Einheit des Denkens in weltweiten Unternehmungen, die bald vollzogen werden wird. Der dritte Lichtstrahl ist die Einheit in der Freiheit, die sicherlich eintreten wird. Der vierte Lichtstrahl ist die Einheit in der Religion, der Eckstein, auf dem die Grundlage ruht; auch sie wird durch die Macht Gottes in ihrer ganzen Strahlenfülle offenbar werden. Der fünfte Lichtstrahl ist die Einheit der Nationen - eine Einheit, die in diesem Jahrhundert sicher begründet werden wird, so dass sich alle Völker der Welt als Bürger eines gemeinsamen Vaterlandes betrachten. Der sechste Lichtstrahl ist die Einheit der Rassen, die alle, die auf Erden wohnen, zu Völkern und Geschlechtern einer Rasse macht. Der siebte Lichtstrahl ist die Einheit der Sprache, d. h. die Wahl einer universalen Sprache, in der alle Menschen unterrichtet werden und miteinander verkehren. All dies wird unvermeidlich eintreten, weil die Macht des Reiches Gottes seine Verwirklichung fördern und unterstützen wird.« S. 74f. (II/III)
© Daniela Richter / PIXELIO
So groß und weitreichend jene früheren Veränderungen auch gewesen sind - in ihrer richtigen Perspektive betrachtet, können sie doch nur als zweitrangige Anpassungsvorgänge erscheinen, als Vorspiel für diese Wandlung von unvergleichlicher Majestät und Reichweite, die die Menschheit in unserem Zeitalter erdulden muss. Dass nur die Kräfte einer Weltkatastrophe eine derart neue Phase menschlichen Denkens vorantreiben können, wird leider immer deutlicher. Dass nichts Geringeres als das Feuer eines harten Gottesgerichts, heftiger als je zuvor, die uneinigen Elemente der heutigen Zivilisation zu sich ergänzenden Bestandteilen des künftigen Weltgemeinwesens verschweißen und verschmelzen kann, ist eine Wahrheit, die künftige Ereignisse immer mehr beweisen werden. Die prophetische Stimme Bahá'u'lláhs warnte in den abschließenden Sprüchen der Verborgenen Worte »die Völker der Welt«, dass »unerwartete Trübsal sie verfolgt und schmerzhafte Vergeltung ihrer harrt«. Dies wirft in der Tat ein gespenstisches Licht auf die unmittelbaren Geschicke einer bekümmerten Menschheit. Nur eine Feuerprobe, aus der diese Menschheit geläutert und vorbereitet wiederersteht, kann ihr ein Gefühl für die Verantwortung einbrennen, welche die Führer eines neugeborenen Zeitalters auf ihre Schultern nehmen müssen. Zum wiederholten Male möchte ich ihre Aufmerksamkeit auf jene bedeutenden Worte Bahá'u'lláhs lenken, die ich bereits angeführt habe: »Und wenn die festgesetzte Stunde kommt, wird plötzlich erscheinen, was der Menschheit Glieder zittern macht.« Hat nicht 'Abdu'l-Bahá selbst in unzweideutiger Sprache versichert, dass »ein zweiter Krieg, grimmiger als der letzte, sicherlich ausbrechen wird«? S. 115 (zit. Abdu'l-Bahás SGP 9:3) (II/III)
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S. 116 (zit. Abdu'l-Bahá in Amerika) (III) ... Der amerikanische Erdteil weist Zeichen und Beweise für überaus große Errungenschaften auf. Seine Zukunft ist noch verheißungsvoller, denn sein Einfluss und seine Erleuchtung sind weitreichend. Er wird alle Nationen geistig führen.« S. 121 (II/III) Kein Wunder, dass 'Abdu'l-Bahá diese prophetischen Worte offenbart hat: »Der Osten«, so versichert Er uns, »ist wahrlich vom Lichte des Reiches Gottes erleuchtet worden. Bald wird dieses selbe Licht noch größeren Glanz auf den Westen ergießen. Dann werden die Herzen seines Volkes belebt durch die Kraft der Lehren Gottes, und ihre Seelen werden glühen im unvergänglichen Feuer Seiner Liebe.« »Das Ansehen des Glaubens Gottes«, so bestätigt Er, »ist unermesslich gewachsen. Seine Größe ist nunmehr offenkundig. Der Tag naht, da er entsetzlichen Aufruhr in die Menschenherzen geworfen haben wird. Freuet euch darüber, o ihr Bewohner Amerikas, freuet euch mit jubelnder Freude!« S. 131f. (II/III)
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Der tiefere Sinn einer solchen Abschiedsbotschaft konnte 'Abdu'l-Bahás eingeweihten Jüngern nicht lange unentdeckt bleiben. Kaum hatte Er Seine lange, mühsame Reise quer durch Amerika und Europa beendet, da begannen sich bereits die furchtbaren Ereignisse zu offenbaren, auf die Er angespielt hatte. Eine Auseinandersetzung, wie Er sie vorhergesagt hatte, trennte vorübergehend alle Mittel der Verständigung mit jenen, in die Er so grenzenlose Zuversicht gesetzt hatte und von denen Er so viel zurückerwartete. Die winterliche Öde mit all ihren Verheerungen und Blutbädern setzte ihren unbarmherzigen Lauf vier Jahre lang fort, während Er, zurückgezogen in die ruhige Einsamkeit Seines Wohnsitzes, dem heiligen Schreine Bahá'u'lláhs unmittelbar benachbart, fortfuhr, Seine Gedanken und Wünsche denen zu übermitteln, die Er zurückgelassen hatte und denen Er die einzigartigen Zeichen Seiner Gunst hatte zuteil werden lassen. S. 154f. (I/III)
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S. 167 (zitiert Abdu'l-Bahá) (III) »Jahrhunderte, nein, ganze Zeitalter müssen vergehen«, so bestätigt Er in einem Seiner frühesten Sendschreiben, »ehe das Tagesgestirn der Wahrheit wieder in seinem Mittagsglanze leuchtet oder zum weiteren Male in prangendem Frühlingsschimmer aufgeht ... (vgl. ähnlich übersetzt S. 239)
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S. 168f. (zit. Abdu'l-Bahá) (I/II/III) ... Bald wird der Tag erscheinen, da das Licht der göttlichen Einheit Osten und Westen so durchdrungen haben wird, dass fürder kein Mensch mehr wagen kann, es nicht zu beachten.« »Die Hand der göttlichen Macht hat in der Welt des Seins nunmehr den festen Grund für diese höchste Gabe und dieses wundersame Geschenk gelegt. Was immer im Innersten dieses heiligen Zyklus verborgen ruht, wird nach und nach erscheinen und geäußert werden, denn heute ist erst der Anfang seines Wachstums und die Morgenstunde der Offenbarung seiner Zeichen. Noch ehe dieses Jahrhundert und dieser Zeitabschnitt zu Ende gehen, wird klar und offenbar sein, wie wunderbar dieser Frühling und wie himmlisch dieses Geschenk war!« In Bestätigung der erhabenen Stufe des wahren Gläubigen, auf die sich Bahá'u'lláh bezog, offenbart Er folgendes: »Die Stufe, die der erreichen wird, der diese Offenbarung wahrhaft anerkennt, ist die gleiche, wie sie für diejenigen Propheten aus dem Hause Israel verordnet ist, die nicht als 'mit Beständigkeit begabte' Manifestationen angesehen werden.« Bezüglich der Manifestationen, die auserwählt sind, auf die Offenbarung Bahá'u'lláhs zu folgen, gibt uns 'Abdu'l-Bahá diese bestimmte und gewichtige Erklärung: »Was die Manifestationen anbelangt, die künftig in den Schatten der Wolken herniedersteigen werden, so wisse wahrlich, dass sie, auf ihr Verhältnis zur Quelle ihrer Eingebung bezogen, unter dem Schatten der Urewigen Schönheit stehen. Doch in Beziehung zum jeweiligen Zeitalter, in dem sie erscheinen, wird jeder von ihnen 'tun, was immer Er will.'« »O mein Freund!« so wendet Er sich in einem Seiner Sendschreiben an eine Persönlichkeit von anerkannter Autorität und Stellung, »das unauslöschliche Feuer, das vom Herrn des Königreiches in dem heiligen Baum entzündet wurde, brennt der Welt ungestüm im innersten Herzen. Die daraus erwachsende Feuersbrunst wird die gesamte Erde umfassen, ihre Flamme die Völker und Geschlechter erleuchten. Alle Zeichen sind enthüllt, alle prophetischen Hinweise sind offenbar. Was immer in allen Schriften der Vergangenheit verborgen war, ist nun erschienen. Zu zweifeln oder zu zaudern ist künftighin nicht möglich ...« S. 177f. (I/III)
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»Ich hege keine Befürchtungen um Meinetwillen«, betont Bahá'u'lláh noch stärker, »Ich fürchte nur für Ihn, der nach Mir zu euch herabgesandt wird - für Ihn, der mit viel Hoheit und gewaltiger Herrschaft ausgestattet sein wird.« Und wieder schreibt Er in der Súratu'l-Haykal: »Jene Worte, die Ich offenbart habe, beziehen sich nicht auf Mich, sondern auf Ihn, der nach Mir kommt. Gott, der Allwissende, ist mein Zeuge!« »Verfahret nicht mit Ihm «, fügt Er hinzu, »wie ihr mit Mir verfahren.« S. 192f.: (Der neue Offenbarer wird frühestens im Jahre 2873 n. Chr. kommen!) (III) »Wer vor dem Ablauf eines vollen Jahrtausends Anspruch auf eine unmittelbare Offenbarung Gottes erhebt«, so lautet die im Kitáb-i-Aqdas geäußerte ausdrückliche Warnung, »der ist fürwahr ein lügnerischer Betrüger. Wir bitten Gott, dass Er ihm gnädig beistehe, damit er einen solchen Anspruch widerrufe und verwerfe. Sofern er bereut, wird Gott ihm ohne Zweifel vergeben. Wenn er jedoch in seinem Irrtum beharrt, wird Gott gewisslich jemanden herabsenden, der unbarmherzig mit ihm verfährt, denn furchtbar, in der Tat, ist Gott in Seiner Strafe!« »Wer immer diesen Vers«, so fügt Er um des stärkeren Nachdrucks willen hinzu, »anders auslegt, als sein klarer Sinn ist, der beraubt sich des Geistes Gottes und Seiner alles Erschaffene umfassenden Gnade.« »Sollte ein Mensch«, so lautet eine andere entscheidende Erklärung, »bevor noch volle tausend Jahre vorbei sind, auftreten - jedes der Jahre zu zwölf Monaten nach dem Qur'án und zu neunzehn Monaten zu neunzehn Tagen nach dem Bayán gerechnet - und sollte gleich ein solcher Mensch vor euren Augen alle Zeichen Gottes offenbaren, so sollt ihr ihn doch ohne Zögern von euch weisen.« S. 230f. (II/III)
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S. 239-242 (I/II/III) 'Abdu'l-Bahás verbürgte Erklärungen sollten gleichfalls ins Gedächtnis gerufen werden, da sie nicht weniger nachdrücklich die beispiellose Unermesslichkeit der Sendung Bahá'u'lláhs bestätigen. »Jahrhunderte«, bekräftigt Er in einem Seiner Sendschreiben, »nein, ungezählte Zeitalter müssen vergehen, ehe das Tagesgestirn der Wahrheit wieder in seiner hochsommerlichen Pracht erstrahlt oder aufs neue im Glanze frühlingsfrischer Herrlichkeit scheint (vgl. S. 167) ... Allein die innere Schau der Sendung, die von der Gesegneten Schönheit eingeleitet wurde, konnte genügen, die Heiligen vergangener Zeitalter zu verzücken - Heilige, die sich danach sehnten, auch nur für einen Augenblick an seiner großen Herrlichkeit teilzuhaben.« »Was jene Manifestationen angeht, die zukünftig `in den Schatten der Wolken` herniederkommen werden«, bestätigt Er in noch deutlicherer Sprache, »so wisse wahrlich, dass sie in ihrer Beziehung zur Quelle ihrer Eingebung unter dem Schatten der Altehrwürdigen Schönheit stehen. Jedoch in ihrer Beziehung zu dem Zeitalter, in dem sie erscheinen, tut jeder von ihnen, `was immer Er will.`« ...
© Ruth R. / PIXELIO
Für die Offenbarung einer so großen Gunst scheint eine Übergangszeit schlimmer Unruhen und weit verbreiteter Leiden unausweichlich. So glänzend das Zeitalter war, das den Beginn der Bahá'u'lláh anvertrauten Sendung miterlebte, wird doch in wachsendem Maße offenkundig, dass die Zeitspanne, die zu verstreichen hat, ehe jenes Zeitalter seine köstlichste Frucht trägt, von sittlicher und gesellschaftspolitischer Finsternis überschattet sein muss, weil nur so eine unbußfertige Menschheit auf das reiche Erbe vorbereitet wird, das sie antreten soll. In eine solche Übergangszeit gleiten wir jetzt stetig und unwiderstehlich hinein. ... Berufen, das Wirken dunkler Mächte, welche eine Flut lähmender Heimsuchungen auszulösen bestimmt sind, am eigenen Leibe zu erfahren, können wir wohl glauben, dass die finsterste Stunde, die dem Anbruch des Goldenen Zeitalters unseres Glaubens vorangehen muss, noch nicht geschlagen hat. So undurchdringlich das Düster ist, das die Welt bereits umgibt, ist doch das Gottesgericht, das diese Welt erwartet, erst in Vorbereitung, und keiner kann sich bereits vorstellen, wie finster es werden wird. Wir stehen an der Schwelle eines Zeitalters, dessen Zuckungen zugleich die Todesqualen der alten Ordnung und die Geburtswehen der neuen künden.
© stummi123 / PIXELIO
»Die ganze Erde«, schreibt Bahá'u'lláh, »ist jetzt in einem Zustand der Trächtigkeit. Der Tag naht heran, da sie ihre edelsten Früchte zeitigt, da ihr die stattlichsten Bäume, die köstlichsten Blüten, die himmlischsten Segnungen entsprießen. ... S. 256-258 (zit. Bahá'u'lláh) (I/II/III) Schließlich finden wir im Lawh-i-Ra'ís die folgenden prophetischen Worte aufgezeichnet: »Höre, o Anführer, ... auf die Stimme Gottes, des Herrschers, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden ... Du hast begangen, o Anführer, was Muhammad, den Gesandten Gottes, im Erhabensten Paradiese aufstöhnen ließ. Die Welt hat dich so stolz gemacht, dass du dich abkehrtest von dem Angesicht, dessen Glanz die Himmlischen Heerscharen erleuchtet hat. Bald wirst du offenkundig verloren sein ... Der Tag naht heran, da das Land der Geheimnisse (Adrianopel) und seine Umgebung verwandelt und den Händen des Königs entgleiten werden. Aufruhr wird entstehen, die Stimme des Wehklagens wird erschallen, und die Zeichen des Unheils werden überall offenbar werden, und Verwirrung wird sich ausbreiten um dessentwillen, was diesen Gefangenen zugestoßen ist von den Scharen der Unterdrücker. Der Lauf der Dinge wird sich ändern, und die Zustände werden so drückend werden, dass sogar die Sandkörner auf den öden Hügeln stöhnen und die Bäume auf den Bergen weinen werden, und Blut wird überall fließen. Dann wirst du das Volk in schmerzlichem Elend schauen.«
© Klaus-Peter Wolf / PIXELIO
(vgl. unten VTg, S. 152 in anderer Übersetzung; vgl. Koran 15,75) »O Volk des Qur'án«, so bezeugt Bahá'u'lláh bedeutungsschwer, an die vereinten Kräfte des sunnitischen und des shí'itischen Islám gewandt, »wahrlich, der Prophet Gottes, Muhammad, vergießt Tränen beim Anblick eurer Grausamkeit. Zweifellos seid ihr euren üblen und verderbten Lüsten gefolgt und habt euer Gesicht vom Lichte der Führung abgekehrt. Bald werdet ihr die Folgen eurer Taten bezeugen; denn der Herr, Mein Gott, ist auf der Hut und wacht über euer Verhalten ... O Schar der Muslim-Geistlichen! Eure Taten haben die erhabene Stufe des Volkes erniedrigt, das Banner des Islám umgestoßen und seinen mächtigen Thron gestürzt.«
© gänseblümchen / PIXELIO
S. 281 (II/III) Unerbittlich muss der Prozess der Auflösung weitergehen, muss seinen ätzenden Einfluss immer tiefer ins Mark eines hinfälligen Zeitalters hineintreiben. Viel Leid wird nötig sein, ehe die streitenden Nationen, Bekenntnisse, Klassen und Rassen der Menschheit im Schmelztiegel weltweiter Heimsuchung verschmolzen und im Feuer eines grimmigen Gottesgerichts zu einem organischen Gemeinwesen, einem großen, geeinten, harmonisch arbeitenden System geschmiedet sein werden. Unvorstellbar schreckliche Not, ungeahnte Krisen und Aufstände, Krieg, Hunger und Pestilenz mögen sich wohl vereinen, um in die Seele eines achtlosen Geschlechts jene Wahrheiten und Grundsätze einzugraben, die anzuerkennen und zu befolgen es verschmäht hat. Eine Lähmung, schmerzlicher als jede, die sie bis jetzt erlitten hat, muss das Gewebe einer zerbrochenen Gesellschaft durchschaudern und heimsuchen, ehe sie neu erbaut und wiedergeboren werden kann. S. 295-302 (I/II/III) Welteinheit ist das Ziel
© M. Hommes / PIXELIO
Die Einheit des Menschengeschlechts, wie sie Bahá'u'lláh vorausschaut, umschließt die Begründung eines Weltgemeinwesens, in welchem alle Nationen, Rassen, Glaubensbekenntnisse und Klassen eng und dauerhaft vereint, die Autonomie seiner nationalstaatlichen Glieder sowie die persönliche Freiheit und Selbständigkeit der einzelnen Menschen, aus denen es gebildet ist, ausdrücklich und völlig gesichert sind. Dieses Gemeinwesen muss, soweit wir es uns vorstellen können, aus einer Weltlegislative bestehen, deren Mitglieder als Treuhänder der ganzen Menschheit die gesamten Hilfsquellen aller Mitgliedstaaten überwachen. Sie muss die erforderlichen Gesetze geben, um das Leben aller Rassen und Völker zu steuern, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und ihre wechselseitigen Beziehungen anzupassen. Eine Weltexekutive, gestützt auf eine internationale Streitmacht, wird die Beschlüsse jener Weltlegislative ausführen, deren Gesetze anwenden und die organische Einheit des ganzen Gemeinwesens sichern. Ein Weltgerichtshof wird seine bindende, endgültige Entscheidung in sämtlichen Streitfragen, die zwischen den vielen Gliedern dieses allumfassenden Systems auftreten können, fällen und zustellen. Ein Netzwerk weltweiter Kommunikation wird ersonnen werden; es wird den ganzen Erdball umspannen und, von allen nationalen Hindernissen und Beschränkungen frei, mit wunderbarer Schnelligkeit und vollkommener Pünktlichkeit ablaufen.
© Ruth R. / PIXELIO
Nationale Rivalität, Hass und Intrigen werden aufhören, Feindseligkeiten und Rassenvorurteile werden durch Freundschaft, Verständigung und Zusammenarbeit ersetzt werden. Die Ursachen religiöser Zwistigkeiten werden für immer aus dem Wege geräumt werden; wirtschaftliche Schranken und Hindernisse werden völlig beseitigt, der maßlose Klassenunterschied verwischt werden.
© gänseblümchen / PIXELIO
Ein Weltbundsystem, das die ganze Erde beherrscht und unanfechtbare Amtsgewalt über ihre unvorstellbar großen Hilfsquellen hat, das die Ideale sowohl des Ostens wie auch des Westens verkörpert und in Einklang bringt, vom Fluch und Elend des Krieges befreit und auf die Ausnützung aller verfügbaren Kraftquellen der Erdoberfläche bedacht ist, ein System, in dem die Gewalt zur Dienerin der Gerechtigkeit gemacht ist, dessen Leben von der allumfassenden Anerkennung eines Gottes und vom Gehorsam gegen eine gemeinsame Offenbarung getragen ist - dies ist das Ziel, dem die Menschheit, durch die vereinenden Lebenskräfte angetrieben, zustrebt. »Eines der großen Ereignisse«, bekräftigt 'Abdu'l-Bahá, »welches sich am Tage der Offenbarung jenes unvergleichlichen Zweiges zuträgt, ist das Aufpflanzen des Banners Gottes unter allen Nationen. Damit ist gemeint, dass alle Nationen und Geschlechter im Schatten dieses göttlichen Banners, welches nichts anderes als der Zweig des Herrn selbst ist, versammelt und zu einer einzigen Nation verschmolzen werden.
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(vgl. S. 168f.) Nicht weniger fesselnd ist die Vision Jesajas, des größten der jüdischen Propheten, der schon vor zweitausendfünfhundert Jahren die Bestimmung vorausschaute, zu der die Menschheit im Zustand ihrer Reife gelangen muss: »Und Er (der Herr) wird richten unter den Nationen und strafen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Speere zu Sicheln machen. Denn kein Volk wird das Schwert gegen das andere erheben, und sie werden hinfort nicht mehr die Kriegskunst lernen ... Und es wird ein Reis aufgehen aus Isais Stamm und ein Schössling aus seinen Wurzeln hervorbrechen ... Und er wird die Erde schlagen mit dem Stabe seines Mundes und mit dem Odem seiner Lippen den Frevler töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und Glaube der Gurt seiner Hüften. Der Wolf wird beim Lamme wohnen, und der Parder wird lagern beim Böcklein. Das Kalb und der junge Löwe und das Mastvieh sind beisammen ... Und der Säugling wird spielen am Loch der Natter, und ein Entwöhnter wird seine Hand in die Höhle des Basilisken stecken. Nirgends wird man Schaden tun noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll sein der Erkenntnis des Herrn, wie die Wasser das Meer bedecken.«
© stummi123 / PIXELIO
Wer könnte bezweifeln, dass solche Vollendung - die Volljährigkeit des Menschengeschlechts -ihrerseits den Beginn einer Weltkultur bezeichnen muss, wie sie noch kein sterbliches Auge je gesehen, kein menschlicher Geist je erfasst hat? Wer ist da, der sich die erhabene Stufe vorstellen könnte, die eine solche Kultur in dem Maße, wie sie sich entfaltet, zu erreichen bestimmt ist? Wer kann die Höhen ermessen, zu denen sich der menschliche Verstand aufschwingen wird, wenn er erst von seinen Fesseln befreit ist? Wer kann die Reiche schauen, die der Menschengeist entdecken wird, nachdem er von dem strömenden Licht Bahá'u'lláhs in der Fülle seiner Herrlichkeit belebt sein wird? Welchen passenderen Abschluss gäbe es für dieses Thema als diese Worte Bahá'u'lláhs, die Er in der Vorausschau auf das Goldene Zeitalter Seines Glaubens schrieb, das Zeitalter, da das Antlitz der Erde von Pol zu Pol den unbeschreiblichen Strahlenglanz des Paradieses Abhá widerspiegeln wird? »Dies ist der Tag, da nichts als der Glanz des Lichtes zu sehen ist, der vom Antlitz deines Herrn, des Gnädigen, des Mildtätigsten, leuchtet. Wahrlich, Wir haben jede Seele verhauchen lassen kraft Unserer unwiderstehlichen, allunterwerfenden Herrschaft. Wir haben sodann eine neue Schöpfung ins Dasein gerufen, als ein Zeichen unserer Gnade für die Menschen. Ich bin wahrlich der Allgütige, der Altehrwürdige der Tage. Dies ist der Tag, da die unsichtbare Welt ausruft: `Groß ist deine Glückseligkeit, o Erde, denn du bist zum Schemel deines Gottes gemacht und zum Sitz Seines mächtigen Thrones erkoren!` Das Reich der Herrlichkeit ruft laut: `Könnte doch mein Leben ein Opfer für dich sein, denn Er, der Geliebte des Allerbarmers, hat auf dir Seine Herrschaft errichtet durch die Macht Seines Namens, der allen Dingen, den vergangenen wie den künftigen, verheißen worden ist.`« Shoghi Haifa, Palästina, 11. März 1936
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KGG S. 15f. (beginnt mit Zitat von Abdu'l-Bahá) (III) »Der amerikanische Kontinent«, so schrieb Er bedeutungsvoll, »ist in den Augen des einen wahren Gottes das Land, in dem der Glanz Seines Lichtes geoffenbart werden wird, wo die Geheimnisse Seines Glaubens enthüllt, die Gerechten verweilen und die Freien sich versammeln werden.« ... Auf welches andere Licht könnten diese oben angeführten Worte denn anspielen, wenn nicht auf das Licht der Herrlichkeit des Goldenen Zeitalters durch den Glauben Bahá'u'lláhs? Welche anderen Geheimnisse könnte 'Abdu'l-Bahá im Sinn gehabt haben als die Geheimnisse jener embryonischen Weltordnung, die nun in der Gießform Seiner Administration entsteht? Welche andere Gerechtigkeit als die Gerechtigkeit, deren Herrschaft nur jenes Zeitalter und jene Ordnung errichten kann?
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S.25 (III) »In dem Augenblick«, so schrieb 'Abdu'l-Bahá, »da diese Göttliche Botschaft durch die amerikanischen Gläubigen über die Küsten Amerikas hinausgetragen und durch die Kontinente Europas, Asiens, Afrikas und Australasiens bis hin zu den Inseln des Pazifik verbreitet ist, wird sich diese Gemeinde fest gegründet auf dem Thron einer immerwährenden Herrschaft finden.« (Vgl. SGP 7:5) S. 27f. (II/III) ... und nicht zuletzt die vielfältigen Probleme, denen wir uns stellen, die Hindernisse, die überwunden und die Verantwortungen, die übernommen werden müssen, um einen hart geprüften Glauben zu befähigen, durch die aufeinander folgenden Stadien strengster Verborgenheit, aktiver Unterdrückung und völliger Mündigkeit hindurchzugehen. Dies wird wiederum dazu führen, dass er als unabhängige Religion anerkannt werden und völlige Gleichberechtigung mit seinen Schwesterreligionen genießen wird. Seine Bestätigung und Anerkennung als Staatsreligion muss folgen, welche ihrerseits den Weg frei macht für die Übernahme der mit dem Bahá'í-Staat verbundenen Rechte und Hoheitsrechte, welcher in eigener Machtvollkommenheit handelt, eine Stufe, die zuletzt ihren Höhepunkt in der Entstehung des weltweiten Bahá'í-Commonwealth findet, das völlig beseelt vom Geist und ausschließlich in unmittelbarer Übereinstimmung mit den Gesetzen und Prinzipien Bahá'u'lláhs wirkt. S. 46 (Zitat v. Bahá'u'lláh) (II/III) »Wisse wahrlich«, so bekräftigt Er bedeutungsvoll, »diese großen Heimsuchungen, die über die Welt gekommen sind, bereiten sie vor auf das Kommen der Größten Gerechtigkeit.« S. 65 (beginnt mit Zitat v. Abdu'l-Bahá) (II/III)
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S. 68f. (II/III) Sie werden bald erfahren, wie ihr Glaube angegriffen, ihre Motive missdeutet, ihre Ziele verleumdet, ihre Bestrebungen verhöhnt, ihre Einrichtungen verlacht, ihr Einfluss geschmälert, ihr Ansehen untergraben und ihre Sache hie und da von einigen verlassen werden, die entweder unfähig sind, ihre Ideale zu würdigen, oder nicht willens, die Wucht der wachsenden Kritik zu ertragen, die solch eine Auseinandersetzung sicherlich mit sich bringt.
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... Selbst in dem Land, in dem die größten Kämpfe um den Glauben ausgefochten wurden und seine wildesten Feinde lebten, hatten der Gang der Ereignisse, das langsame doch stetige Einsickern seiner Ideale und die Erfüllung seiner Prophezeiungen bereits zur Folge, dass nicht nur einige seiner schärfsten Gegner entwaffnet und ihr Charakter gewandelt wurden, sondern auch ihre tiefe und vorbehaltlose Ergebenheit gegenüber seinen Gründern gefestigt wurden. S. 88f. (Zitate v. Abdu'l-Bahá) (II/III) »Eine der wichtigen Fragen«, hat Er ebenfalls niedergeschrieben, »welche die Einheit und den Zusammenschluss der Menschheit beeinflussen, ist die Kameradschaft und die Gleichberechtigung der weißen und farbigen Rassen.« »Ihr müsst den Indianern, den Ureinwohnern Amerikas, große Bedeutung beimessen«, schreibt 'Abdu'l-Bahá in den Tablets des Göttlichen Planes, »denn diese Seelen können mit den alten Einwohnern der arabischen Halbinsel verglichen werden, die vor der Offenbarung Muhammads gleich Wilden waren. Als das Licht Muhammads in ihrer Mitte erstrahlte, wurden sie so entflammt, dass ihr Leuchten die ganze Welt überstrahlte. Sollten diese Indianer erzogen und richtig geführt werden, so besteht kein Zweifel, dass sie in gleicher Weise durch die Göttlichen Lehren so erleuchtet werden, dass die ganze Erde erhellt wird.« ... »So Gott will«, hat Er wieder in jenen gleichen Tablets geschrieben, »wird der Ruf des Königreiches die Ohren der Eskimos erreichen ... Solltet ihr eure Kräfte entfalten, so dass die Düfte Gottes unter den Eskimos verbreitet werden, wird dessen Wirkung sehr groß und weitreichend sein.« (Vgl. SGP 6:8f.)
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S. 92 (Zitate v. Abdu'l-Bahá) (III) In einem anderen Tablet des Göttlichen Planes hat Er versichert: »Das Dominion von Kanada hat eine sehr große Zukunft und die damit verbundenen Ereignisse sind unendlich herrlich. Das Auge der liebenden Güte Gottes ist darauf gerichtet, und in ihm wird die Gunst des Allherrlichen offenbar werden.« »Noch einmal wiederhole ich«, so bestätigt Er Seine vorhergehende Aussage in dem selben Tablet, »dass die Zukunft Kanadas, sei es in materieller oder geistiger Hinsicht, sehr groß ist.« (Vgl. SGP 13:6) S. 110f. (Zitate v. Abdu'l-Bahá) (III) »Alle die obigen Länder sind von Wichtigkeit, besonders gilt dies aber für die Republik Panama, in der der Atlantische und der Pazifische Ozean durch den Panamakanal verbunden sind. Sie ist ein Zentrum für die Reise und die Durchfahrt von Amerika nach anderen Kontinenten der Welt, und in der Zukunft wird ihr größte Bedeutung zukommen.« (Vgl. SGP 8:9)
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»Ihr müsst ferner der Republik Panama große Aufmerksamkeit widmen, denn an diesem Punkt sind Okzident und Orient durch den Panamakanal vereint, auch liegt sie zwischen zwei großen Ozeanen. Dieser Bereich wird in Zukunft sehr wichtig werden. Die Lehren werden, wenn sie dort einmal Fuß gefasst haben, den Osten und Westen, den Norden und Süden verbinden.« (Vgl. SGP 6:9) S. 133 (Zitat v. Bahá'u'lláh) (III) »Der Tag naht heran, an dem Gott durch einen Willensakt ein Menschengeschlecht erwecken wird, dessen Wesen für alle außer Gott, dem Allgewaltigen, dem Selbstbestehenden, unergründlich ist.» S. 134 (Zitat v. Abdu'l-Bahá) (III) ... Der amerikanische Kontinent zeigt Zeichen und Beweise sehr großen Fortschrittes. Seine Zukunft verspricht noch viel mehr, denn sein Einfluss und seine Erleuchtung sind weitreichend. Er wird alle Nationen geistig führen.« S. 137f. (II/III) Die Welt verengt sich zu einer Nachbarschaft. Amerika muss dieser neuen Lage, freiwillig oder unfreiwillig, ins Gesicht blicken und sich ernstlich mit ihr auseinandersetzen. Zum Zwecke der nationalen Sicherheit, ganz abgesehen von irgendwelchen humanitären Gründen, muss es die Verpflichtungen übernehmen, die ihm durch diese neu geschaffene Nachbarschaft auferlegt wurden. So widersinnig es auch erscheinen mag, so liegt doch seine einzige Hoffnung, sich aus den ringsum aufwachsenden Gefahren zu befreien, darin, sich in jenes Gewebe internationaler Verflechtungen verwickeln zu lassen, das von der Hand einer unerforschlichen Vorsehung gewoben wird. Der Ratschlag Abdu'l-Bahás an einen hochgestellten Beamten in seiner Regierung kommt einem als besonders angemessen und gewichtig in den Sinn.
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... Dass die Welt von Gefahren bedrängt wird, dass sich diese Gefahren immer mehr verdichten und die amerikanische Nation tatsächlich bedrohen, kann ein klarsichtiger Beobachter unmöglich verneinen. S. 139 (II) Abdu'l-Bahá hat schon vor zwei Jahrzehnten geschrieben und vorhergesagt: »Die Übel, unter denen die Welt nun leidet, werden sich vervielfältigen; die Dunkelheit, die sie umfangen hält, wird sich vertiefen. Die Balkanländer werden unzufrieden bleiben, ihre Unruhe wird wachsen. Die besiegten Mächte werden fortfahren zu hetzen. Sie werden zu jeder Maßnahme Zuflucht nehmen, die den Brand des Krieges wieder entfachen kann. Neu entstehende und in ihrem Ausmaß weltweite Bewegungen werden ihr Äußerstes zur Förderung ihrer eigenen Absichten tun. Die Bewegung der Linken wird große Bedeutung erringen, ihr Einfluss wird sich ausbreiten.« (Auch anders übers. zit. in WOB, S. 51) (25. Dezember 1938)
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VTg (II/III) S. 21f. (ähnlich zitiert in KGG, S. 127f.) »Die Zeit für die Zerstörung der Welt und ihrer Menschen ist gekommen«, hat die prophetische Feder Bahá'u'lláhs verkündet. »Die Stunde naht«, so bekräftigt Er ausdrücklich, »da die heftigste Zuckung auftreten wird«. »Der verheißene Tag ist da, der Tag, da qualvolle Heimsuchungen über euren Häuptern und unter euren Füßen aufbrechen und künden: `Schmecket, was eure Hände angerichtet haben!`« ... »Bald kommt der Tag«, hat Er, auf die Narren der Welt weisend, geschrieben, »da sie um Hilfe schreien und keine Antwort erhalten werden«. »Der Tag rückt heran«, hat Er des Weiteren geweissagt, »da der Ingrimm des Allmächtigen sie packen wird. Er ist wahrlich der Allmächtige, der Allbezwinger, der Machtvollste! Er wird die Erde von der Befleckung ihrer Verderbnis reinigen und zum Erbe denen Seiner Diener geben, die Ihm nahe sind.« »Für jene aber, die Ihn, das Erhabene Tor Gottes, verleugnen«, so hat auch der Báb im Qayyumu'l-Asmá' bekräftigt, »haben Wir nach Gottes gerechtem Ratschluss schmerzliche Qualen vorbereitet. Und Er, Gott, ist der Mächtige, der Weise.« Und weiter: »O Völker der Erde! Ich schwöre bei eurem Herrn! Ihr werdet tun, wie frühere Geschlechter getan. So warnt euch denn selbst vor der schrecklichen, schmerzlichsten Vergeltung Gottes. Denn wahrlich, Gott ist aller Dinge mächtig.« Und wiederum: »Bei Meiner Herrlichkeit! Ich will mit den Händen Meiner Macht die Ungläubigen Vergeltungen spüren lassen, die nur Ich kenne, und will über die Getreuen die moschusgewürzten Düfte wehen lassen, die Ich im innersten Herzen Meines Thrones gehegt habe.« S. 24f. (II/III).
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»Die Zeit ist nahe, da alles Erschaffene seine Bürde abwerfen wird. Verherrlicht sei Gott, der diese Gnade gewährt, die alle Dinge, ob sichtbar oder unsichtbar, umfängt.« »Diese großen Unterdrückungen«, hat Er ferner im Vorausblick auf das goldene Zeitalter der Menschheit geschrieben, »bereiten die Menschheit auf das Kommen der Größten Gerechtigkeit vor.« Diese Größte Gerechtigkeit ist die Gerechtigkeit, auf der sich der Bau des Größten Friedens allein gründen kann und muss, während der Größte Friede hinwiederum jene größte Weltkultur einleiten wird, die für immer mit Dem verbunden sein wird, der den Größten Namen trägt. S. 40 (II/III)
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S. 48 (zit. Bahá'u'lláh) (II/III) Wenn ihr den Ratschlägen, die Wir in unvergleichlicher und unzweideutiger Sprache in diesem Tablet geoffenbart haben, keine Beachtung schenkt, dann wird von allen Seiten göttliche Züchtigung über euch kommen und der Urteilsspruch Seiner Gerechtigkeit wird gegen euch verkündet werden. An jenem Tage werdet ihr keine Macht haben Ihm zu widerstehen und ihr werdet eure eigene Ohnmacht erkennen. S. 57f. (zit. Bahá'u'lláh an Napoleon III.) (II) Wärest du aufrichtig gewesen in deinen Worten, so hättest du das Buch Gottes nicht beiseite geworfen, als es dir zugesandt wurde von Ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen. Wir haben dich damit geprüft und fanden dich anders, als du vorgibst. Erhebe dich und suche nachzuholen, was du versäumt hast. Binnen kurzem werden die Welt und all dein Besitz untergehen und das Reich wird Gottes bleiben, deines Herrn und des Herrn deiner Väter. Es geziemt dir nicht, deine Angelegenheiten nach den Befehlen deiner Wünsche zu führen. Fürchte die Seufzer dieses Unterdrückten und schirme Ihn vor den Speeren der Ungerechten. Für das, was du getan hast, wird dein Reich in Verwirrung gestürzt werden, und dein Kaiserreich wird deinen Händen entgleiten zur Strafe für das, was du begonnen hast. Dann wirst du erkennen, wie sehr du dich geirrt hast. Aufruhr wird das ganze Volk jenes Landes ergreifen, es sei denn, du hilfst dieser Sache und folgst Ihm, dem Geist Gottes (Jesus), auf diesem, dem geraden Pfade. Hat dein Pomp dich stolz gemacht? Bei Meinem Leben! Er wird nicht von Dauer sein, nein, er wird bald dahinschwinden, es sei denn, du hältst dich standhaft an dieses feste Seil. Wir sehen Erniedrigung dich verfolgen, während du einer der Achtlosen bist ... (vgl. auch daselbst, S. 85) S. 99f. (II)
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»Bald«, hat Er weiter geschrieben, »wird Er euch in Seinem grimmen Zorn ergreifen, Aufruhr wird sich in eurer Mitte erheben und eure Herrschaftsgebiete werden auseinander gerissen werden. Dann werdet ihr heulen und wehklagen und werdet niemanden finden, der euch helfen und beistehen könnte ... Manches Mal hat Unglück euch befallen, und doch habt ihr völlig versäumt, dessen zu achten. Eines davon war die Feuersbrunst, die den größten Teil der Stadt (Konstantinopel) mit den Flammen der Gerechtigkeit verzehrte und worüber viele Gedichte geschrieben wurden, die besagten, dass ein solches Feuer noch nie gesehen wurde. Und doch wurdet ihr noch achtloser ... Desgleichen brach eine Seuche aus, und ihr beachtetet dies immer noch nicht. Doch seid auf eurer Hut, denn Gottes Zorn wird euch befallen. Binnen kurzem werdet ihr schauen, was aus der Feder Meines Befehls herabgesandt wurde.«
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112f. (II/III) »O Schar der Könige, fürchtet Gott und lasst euch diese höchst erhabene Gnade nicht entgehen ... Hütet euch weiterhin so nachlässig zu sein, wie ihr es ehedem gewesen seid ... Wenn ihr den Ratschlägen, die Wir in unvergleichlicher und unzweideutiger Sprache in diesem Tablet geoffenbart haben, keine Beachtung schenkt, dann wird von allen Seiten göttliche Züchtigung über euch kommen, und der Urteilsspruch Seiner Gerechtigkeit wird gegen euch verkündet werden ... « ... Er geht sogar noch weiter und stellt in seinem Tablet an Shaykh Salmán fest: »Eines der Reifezeichen der Welt ist, dass es niemand auf sich nehmen wird, die Last der Königswürde zu tragen. Das Königtum wird niemanden finden, der seine Last allein zu tragen gewillt wäre. Jener Tag wird der Tag sein, an dem die Weisheit unter der Menschheit offenbar gemacht werden wird. Nur um die Sache Gottes zu verkünden und Seinen Namen weithin zu verbreiten, wird sich jemand finden, der gewillt ist, diese drückende Bürde zu tragen. Wohl dem, der aus Liebe zu Gott und zu Seiner Sache und um Gottes willen und in der Absicht Seinen Glauben zu verkünden sich dieser großen Gefahr aussetzen und diese Mühen und Beschwerden auf sich nehmen will.«
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S. 117f. (II/III) Im Lawh-i-Ra'ís weissagt Er bestimmt und eindeutig das Erscheinen eines solchen Königs: »Binnen kurzem wird Gott unter den Königen einen erheben, der Seinen Geliebten helfen wird. Wahrlich, Er umfasst alle Dinge. Er wird den Herzen die Liebe zu Seinen Geliebten einflößen. Wahrlich, dies ist unwiderruflich beschlossen durch den Einen, den Allmächtigen, den Wohltätigen.« Im Ridvánu'l-'Adl, in dem die Tugend der Gerechtigkeit gepriesen wird, gibt Er eine gleichgerichtete Weissagung: »Binnen kurzem wird Gott Könige auf Erden erscheinen lassen, welche sich auf das Lager der Gerechtigkeit stützen und unter den Menschen herrschen werden, ebenso wie sie sich selbst beherrschen. Wahrlich, in der gesamten Schöpfung gehören sie zu den Auserwähltesten Meiner Geschöpfe.«
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S. 127f. (II/III) Diese Führer, die »sich selbst für die besten aller Geschöpfe halten und von Ihm, der Wahrheit, als die schlechtesten betrachtet worden sind«, welche »die Sitze der Erkenntnis und Gelehrsamkeit besetzen und Unwissen Erkenntnis und Unterdrückung Gerechtigkeit genannt haben«, die »keinen Gott, sondern ihr eigenes Begehren anbeten, die nichts huldigen als dem Gold, in die dichtesten Schleier der Gelehrsamkeit verwickelt sind und, in seiner Finsternis verfangen, in der Wildnis des Irrtums verloren sind« - diese hat Bahá'u'lláh mit folgenden Worten anzureden beliebt: »O Schar der Geistlichen! Ihr werdet euch künftighin nicht mehr im Besitze irgendeiner Macht sehen, denn Wir haben sie von euch genommen und für solche bestimmt, die an Gott geglaubt haben, den Einen, den Allgewaltigen, den Allmächtigen, den Unbeschränkten.« S. 134 (vom Báb; vgl. unten, S. 150) (II/III)
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S. 138f. (I/II/III) »Ich schwöre bei der Sonne, die über dem Horizont der Äußerung scheint«, so sagt Er aus, »ein Spänchen vom Fingernagel einer der gläubigen Dienerinnen wird am heutigen Tage vor den Augen Gottes mehr geachtet als die Geistlichen Persiens, die nach dreizehnhundert Jahren Wartezeit das verübten, was die Juden nicht taten während der Offenbarung Dessen, welcher der Geist ist (Jesus).« »Obwohl sie sich über die Trübsale, die Uns getroffen haben, freuen«, lautet Seine Warnung, »so wird doch der Tag kommen, da sie wehklagen und weinen werden«. »O Achtloser«, so redet Er im Lawh-i-Burhán einen berüchtigten persischen Mujtahiden an, dessen Hände mit dem Blut von Bahá'í-Märtyrern befleckt waren, »verlasse dich nicht auf deinen Ruhm und deine Macht. Du gleichst der letzten Spur des Sonnenlichtes auf dem Bergesgipfel. Bald wird es dahinschwinden, wie es beschlossen ist von Gott, dem Allbesitzenden, dem Höchsten. Dein Ruhm und der Ruhm von deinesgleichen sind von euch genommen, und dies ist wahrlich von dem Einen, bei dem das Mutterbuch ist, verordnet worden... Um euretwillen klagte der Apostel (Muhammad) und die Reine (Fátimih) schrie auf und die Länder wurden verwüstet, und Finsternis fiel auf alle Regionen. O Schar der Geistlichen! Um euretwillen wurde das Volk erniedrigt, das Banner des Islám niedergeholt und sein mächtiger Thron umgestürzt. Jedes Mal, wenn ein Mensch mit Verstand an dem fest zu halten suchte, was den Islám erhöhen würde, habt ihr ein Geschrei erhoben und dadurch wurde er verhindert seinen Plan auszuführen, während das Land offensichtlich dem Verderben preisgegeben war.«
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S. 140 (II/III) Die Stimme 'Abdu'l-Bahás, des Mittelpunktes des Gottesbündnisses, hat sich gleicher Weise erhoben und das grässliche Unheil angekündigt, das bald nach Seinem Hinscheiden die geistliche Herrschaft des sunnitischen und schiitischen Islám befallen sollte. »Diese Herrlichkeit«, hat Er geschrieben, »wird sich in die elendeste Erniedrigung verwandeln, und dieser Pomp und diese Macht werden sich in völlige Unterwerfung verkehren. Ihre Paläste werden in Gefängnisse umgewandelt werden und die Bahn ihres hoch strahlenden Gestirns wird in den Tiefen des Abgrundes enden. Lachen und Fröhlichkeit werden dahinschwinden, nein noch mehr, ihre Klagestimme wird sich erheben.« »Wie der Schnee in der Julisonne«, so hat Er des Weiteren geschrieben, »werden sie dahin schwinden«. S. 150 (vgl. S. 134) (II/III) Worauf sonst könnte diese bemerkenswerte, im Lawh-i-Burhán enthaltene Weissagung anspielen als auf den Sturz des gekrönten Oberherrn der sunnitischen Muhammadaner? »O Schar der muhammadanischen Geistlichen! Um euretwillen wurde das Volk erniedrigt, das Banner des Islám niedergeholt und sein mächtiger Thron gestürzt.« Was ist mit der unzweifelhaft klaren und bestürzenden, im Qayyúmu'l-Asmá' aufgezeichneten Weissagung: »Wahrlich, binnen kurzem werden Wir jene mit der schmerzlichsten Qual und der schrecklichsten und exemplarischsten Strafe peinigen, die gegen Husayn (Imám Husayn) im Lande des Euphrat Krieg führten«? Welche andere Auslegung kann dieser muhammadanischen Überlieferung gegeben werden : »In den späteren Tagen wird schmerzliches Unglück Mein Volk von Seiten seines Herrschers befallen, ein Unglück, desgleichen kein Mensch je erlebt hat«? S. 152 (I/II/III)
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S. 153 (III?) Der Islám, Ahnherr und Verfolger des Glaubens Bahá'u'lláhs zugleich, hat, wenn wir die Zeichen der Zeiten richtig lesen, erst begonnen, den Ansturm dieses unbesieglichen und triumphierenden Glaubens auszuhalten. Wir brauchen uns nur die neunzehnhundert Jahre erniedrigenden Elends und Zerstreutseins in Erinnerung zu rufen, die jene, die während des kurzen Zeitraums von drei Jahren den Sohn Gottes verfolgten, auszuhalten hatten und noch aushalten. Wir mögen uns wohl mit gemischten Gefühlen von Furcht und heiliger Scheu fragen, wie schwer die Leiden derer sein müssen, die nicht weniger als fünfzig Jahre lang Ihn, welcher der Vater ist, "jeden Augenblick mit neuen Qualen gepeinigt" haben und die dazu Seinen Herold, selbst eine Manifestation Gottes, unter solch tragischen Umständen den Kelch des Märtyrertums trinken ließen. S. 175-179 (II/III) Die Flammen, die von Seiner göttlichen Gerechtigkeit entfacht wurden, läutern eine noch nicht wiedergeborene Menschheit und verschmelzen ihre uneinigen und widerstreitenden Elemente wie kein anderes Walten und Wirken sie läutern und verschmelzen könnte. Es ist nicht nur ein vergeltendes und zerstörendes Feuer, sondern auch ein erzieherisches und schöpferisches Geschehen, dessen Ziel die Rettung des ganzen Planeten durch Einigung ist. Geheimnisvoll, langsam und unwiderstehlich erfüllt Gott Seinen Plan, wenngleich der Anblick, dem unsere Augen an diesem Tage begegnen, das Schauspiel einer Welt sein mag, die, hoffnungslos in ihre eigenen Netze verwickelt, der Stimme, welche sie ein Jahrhundert lang zu Gott rief, nicht achtet, den Sirenenstimmen aber, die sie in den unermesslichen Abgrund locken wollen, erbärmlich hörig ist.
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Gottes PlanGottes Plan ist kein anderer, als auf Wegen, die Er allein bereiten und deren volle Bedeutung Er allein ergründen kann, das Große, das Goldene Zeitalter für eine lange zerspaltene und gequälte Menschheit einzuleiten. Ihr gegenwärtiger Zustand, ja auch ihre unmittelbare Zukunft, ist finster, schmerzlich finster. Die fernere Zukunft aber ist strahlend, herrlich strahlend - so strahlend, dass sie sich kein Auge vorstellen kann.»Die Stürme der Verzweiflung«, schreibt Bahá'u'lláh, während Er das unmittelbare Schicksal der Menschheit überblickt, »blasen, ach, von allen Seiten und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und quält, wächst täglich. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt erkennbar, denn die herrschende Ordnung erscheint beklagenswert mangelhaft.« »Ihr Zustand wird so sein«, hat Er in anderem Zusammenhang erklärt, »dass, ihn jetzt zu enthüllen, nicht passend und ziemlich wäre«. »Diese fruchtlosen Streitigkeiten«, hat Er andererseits bei Betrachtung der Zukunft der Menschheit im Verlaufe seiner denkwürdigen Unterredung mit dem englischen Orientalisten Edward G. Browne mit Nachdruck geweissagt, »diese verderblichen Kriege werden vergehen, und der `Größte Friede` wird kommen ... Diese Streitigkeiten, dieses Blutvergießen und diese Zwietracht müssen aufhören und alle Menschen wie ein Volk und eine Familie sein.«
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Wessen wir gegenwärtig Zeuge sind, während »dieser schwersten Krise in der Geschichte der Zivilisation«, die uns an Zeiten mahnt, da »Religionen untergehen und geboren werden«, das ist das Jünglingsalter in der langsamen und schmerzensreichen Entwicklung der Menschheit, die Vorbereitung zur Erreichung des Zustandes des Mannesalters und der Reife, dessen Verheißung in den Lehren Bahá'u'lláhs enthalten und in Seinen Weissagungen eingeschlossen ist. Der Aufruhr dieses Übergangszeitalters ist charakteristisch für das Ungestüm und die unvernünftigen Naturtriebe der Jugend, für ihre Tollheiten, ihre Verschwendung, ihren Stolz, ihre Selbstsicherheit, ihr aufrührerisches Wesen und ihre Missachtung von Disziplin.
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Das künftige Große ZeitalterDie Zeitalter der Unmündigkeit und Kindheit der Menschheit sind vorbei und kehren nie mehr wieder, während das Große Zeitalter, die Vollendung aller Zeitalter, welches das Kommen des Zeitalters des ganzen Menschengeschlechtes bedeutet, erst noch kommen muss. Die Erschütterungen dieses stürmischen Übergangsabschnittes in der Geschichte der Menschheit sind die wesentlichen Vorbedingungen des Zeitalters der Zeitalter und kündigen sein unvermeidliches Nahen an, »die Zeit des Endes«, in welcher die Torheit und die Wirrnis des Streites, die seit dem Dämmern der Geschichte die Annalen der Menschheit schwärzte, endlich in die Wahrheit und Ruhe eines ungestörten, allumfassenden und dauerhaften Friedens umgewandelt sein wird, und in welchem die Zwietracht und Trennung der Menschenkinder einer weltumschließenden Aussöhnung und einer völligen Vereinigung der verschiedenen Elemente der menschlichen Gesellschaft gewichen sein werden. Dies wird fürwahr die würdige Krönung jenes Prozesses der Vereinigung sein, der, ausgehend von der Familie, der kleinsten Einheit auf der Stufenleiter menschlicher Organisation, nacheinander den Stamm, den Stadtstaat und die Nation ins Leben gerufen hat und fortwährend weiterwirken muss, bis er in der Vereinigung der ganzen Welt gipfelt, dem Endziel und dem krönenden Ruhm der menschlichen Entwicklung auf diesem Planeten.
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S. 182-184 (III) 'Abdu'l-Bahá erläutert diese Wahrheit in einem Seiner Tablets: »In vergangenen Zyklen konnte, wann auch immer ein Zusammenklang herrschte, doch aus Mangel an Möglichkeiten die Einheit der ganzen Menschheit nicht zu Stande kommen. Die Erdteile blieben weit voneinander getrennt, ja selbst unter den Völkern eines und desselben Erdteiles waren Verbindungen und Gedankenaustausch nahezu unmöglich. Darum waren Verkehr, Verständnis und Einheit unter allen Völkern und Stämmen der Erde noch unerreichbar. Heute aber haben sich die Verkehrsmittel vervielfacht, und die fünf Kontinente sind tatsächlich zu einem verschmolzen ... In gleicher Weise sind alle Glieder der menschlichen Familie, ob Völker oder Regierungen, Städte oder Dörfer, in wachsendem Maße voneinander abhängig geworden.
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»Seht«, so erklärt Er weiterhin, »wie sein Licht jetzt am verdunkelten Welthorizont dämmert. Das erste Licht ist Einheit im politischen Bereich, dessen beginnender Schimmer jetzt beobachtet werden kann. Das zweite Licht ist Einheit des Denkens in Weltunternehmungen, deren Vollendung binnen kurzem wahrgenommen werden kann. Das dritte Licht ist Einheit in Freiheit, die sicher eintreffen wird. Das vierte Licht ist Einheit in der Religion, die der Eckstein des Fundamentes selbst ist und durch Gottes Macht in all ihrem Glanz geoffenbart werden wird. Das fünfte Licht ist die Einheit der Nationen, eine Einheit, die in diesem Jahrhundert sicher errichtet werden wird, so dass alle Völker der Welt sich als Bürger eines gemeinsamen Vaterlandes betrachten. Das sechste Licht ist Einheit der Rassen, die aus allen Menschen, welche die Erde bewohnen, Völker und Stämme einer Rasse macht. Das siebte Licht ist Einheit der Sprache, das heißt die Wahl einer Weltsprache, in der alle Völker unterrichtet werden und miteinander sprechen. Eine jede von diesen Einheiten wird unvermeidlich zu Stande kommen, da die Macht des Reiches Gottes helfen und ihre Verwirklichung unterstützen wird.«
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Dies ist die Stufe, der sich die Welt jetzt nähert, die Stufe der Welteinheit, die, wie 'Abdu'l-Bahá uns versichert, in diesem Jahrhundert bestimmt errichtet wird. »Die Zunge der Größe«, so bestätigt Bahá'u'lláh, »hat ... am Tage Seiner Offenbarung verkündet: `Nicht der soll sich rühmen, der sein Land liebt, sondern der, welcher die Welt liebt.`« »Durch die Macht«, fügt Er hinzu, »die durch diese erhabenen Worte ausgelöst wird, hat Er den Vögeln der Menschenherzen einen frischen Impuls verliehen und eine neue Richtung gewiesen und jede Spur von Beschränkung und Begrenzung aus Gottes Heiligem Buche gestrichen.« S. 185-187 (II/III) Die Welt bewegt sich wahrlich ihrem vorherbestimmten Geschick entgegen. Die gegenseitige Abhängigkeit der Völker und Nationen der Erde ist, was immer die Führer der spaltenden Kräfte in der Welt sagen oder tun mögen, bereits eine vollendete Tatsache. Ihre Einheit im wirtschaftlichen Bereich wird jetzt verstanden und anerkannt. Die Wohlfahrt des Teiles bedeutet Wohlfahrt des Ganzen, und die Not des Teiles bringt Not dem Ganzen. Die Offenbarung Bahá'u'lláhs hat, nach Seinen eigenen Worten, diesem gewaltigen, jetzt in der Welt waltenden Geschehen »einen neuen Impuls verliehen und eine neue Richtung gewiesen«. Die durch das große Gottesgericht entzündeten Feuer sind Folgen des Versagens der Menschen, dieses Geschehen zu erkennen. Sie beschleunigen zudem seine Vollendung. Fortgesetzte, weltumfassende, schmerzliche, dem Chaos und der allgemeinen Zerstörung verbündete Trübsal muss notwendiger Weise die Nationen erschüttern, das Gewissen der Welt aufrütteln, die Massen ernüchtern, im Gesellschaftsbegriff selbst den völligen Wandel beschleunigen und schließlich die ausgerenkten, blutenden Glieder der Menschheit zu einem einzigen, organisch vereinten und unteilbaren Körper verbinden.
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Ein WeltstaatenbundAuf die allgemeine Wesensart, die Folgerungen und Merkmale dieses Weltstaatenbundes, der früher oder später aus dem Blutbad, dem Todeskampf und der Verwüstung dieser großen Welterschütterung aufzusteigen bestimmt ist, habe ich schon in den vorhergehenden Ausführungen hin gewiesen. Es genügt zu sagen, dass diese Vollendung, entsprechend ihrer Wesensart, einen schrittweisen Verlauf nehmen wird, und, wie Bahá'u'lláh selbst vorausgesehen hat, zuerst zur Gründung jenes »Kleineren Friedens« führen muss, den die Nationen der Erde von sich aus errichten werden, noch ohne Seiner Offenbarung bewusst zu sein und noch ohne Wissen darüber, dass sie die allgemeinen Grundsätze durchsetzen, die Er verkündet hat. Dieser bedeutungsvolle und historische Schritt, der die Wiederherstellung der Menschheit als Ergebnis allgemeiner Erkenntnis ihrer Einheit und Ganzheit enthält, wird die Vergeistigung der Massen unmittelbar mit sich bringen, die auf die Erkenntnis der Wesensart und die Anerkennung der Ansprüche des Glaubens Bahá'u'lláhs folgt. Sie sind die wesentlichen Vorbedingungen zu jener endlichen Verschmelzung aller Rassen, Glaubensbekenntnisse, Klassen und Nationen, welche das Aufsteigen Seiner Neuen Weltordnung kennzeichnen wird.
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Wie verwirrt der Schauplatz, wie trübe der gegenwärtige Ausblick, wie eng begrenzt die uns verfügbaren Hilfsmittel auch seien, unser ist die Pflicht, heiter, vertrauensvoll und unaufhörlich zu arbeiten und, auf welche Weise auch immer die Umstände uns dazu befähigen mögen, unseren Anteil zu geben für das Wirken der Kräfte, die, von Bahá'u'lláh geleitet und gelenkt, die Menschheit aus dem Tal des Elends und der Schmach auf die erhabensten Höhen der Macht und der Herrlichkeit führen. Shoghi Effendi Haifa, Palästina, 28. März 1941 Ggv (I) 2:14 (über das Werk des Persischen Bayán) ... es erfüllt die Verheißung Muhammads, dass »ein Jüngling aus den Bani-Háshim ... ein neues Buch offenbaren und ein neues Gesetz verkünden« werde. 2:15 (II)
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2:23 (II) »Im Jahre neun«, schrieb Er im Hinblick auf das Datum des Eintreffens der verheißenen Offenbarung ausdrücklich, »werdet ihr alles Gute erlangen«. »Im Jahre neun werdet ihr in die Gegenwart Gottes gelangen.« Und wiederum: »Nach Hín (= 68) wird euch eine Sache gegeben, die ihr erkennen sollt«. »Ehe nicht neun seit der Empfängnis dieser Sache vergangen«, erklärt Er im Einzelnen, »werden die Wirklichkeiten der erschaffenen Dinge nicht offenbar werden. Alles, was du bis jetzt gesehen, befindet sich im Zustand des feuchten Keims, den Wir noch nicht mit Fleisch umhüllten. Sei geduldig, bis du eine neue Schöpfung schauest. Sprich: `Gepriesen sei darum Gott, der Herrlichste der Schöpfer!`« (Vgl. 6:21) »Warte«, lautet Seine Erklärung an Azím, »bis neun seit der Zeit des Bayán verstrichen sind. Dann rufe: `Gepriesen sei darum Gott, der Herrlichste der Schöpfer!`« »Habt acht«, mahnt Er in einer bemerkenswerten Stelle über das Jahr neunzehn, »auf die Zahl Váhid (= 19) seit Empfängnis der Offenbarung«, und noch deutlicher legte Er fest: »Der Herr des Tages des Gerichts wird am Ende von Váhid und zu Beginn von achtzig (= 1280 n. d. H.) kund werden.«.
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So endete ein Leben, von dem die Nachwelt erkennen wird, dass es die Schnittstelle zweier universaler prophetischer Zyklen bildet, des Adamischen Zyklus, der bis zur ersten Morgenfrühe schriftlich überlieferter religiöser Geschichte der Welt zurück reicht, und des Bahá'í-Zyklus, dem es bestimmt ist sich über eine noch im Zeitenschoß ruhende Zukunft von fünftausend Jahrhunderten zu erstrecken. 4:17 (I/II/III) Der Báb, den Bahá'u'lláh als das »Wesen der Wesen« anruft, das »Meer der Meere«, den »Punkt, den die Wirklichkeiten der Propheten und Boten umkreisen«, »von dem Gott die Erkenntnis ausgehen ließ von allem, was war und was sein wird«, der im »Rang alle Propheten überragt« und dessen »Offenbarung all ihrer Erwählten Fassungskraft und Verständnis übersteigt«, hat Seine Botschaft ausgerichtet und Seinen Auftrag erfüllt. Der nach den Worten Abdu'l-Bahás »der Morgen der Wahrheit« war, der »Vorbote des Größten Lichtes«, dessen Advent zugleich das Ende des »prophetischen Zyklus« und den Beginn des »Zyklus der Erfüllung« bezeichnet, hat mit einem Schlag durch Seine Offenbarung die auf Seinem Land ruhenden Schatten der Nacht gebannt und den bevor-stehenden Aufstieg jenes unvergleichlichen Gestirns angekündigt, in dessen Glanz sich die ganze Menschheit sonnen werde. »Der erste Punkt«, wie Er sich selbst bezeichnet, »aus dem alles Erschaffene erzeugt ward«, »ein Tragpfeiler des ersten Wortes Gottes«, der »mystische Tempel«, die »große Verkündigung«, die »Flamme himmlischen Lichtes, das auf dem Sinai leuchtete«, das »Gedenken Gottes«, dessenthalben »ein besonderer Bund mit allen Propheten geschlossen ward«, hatte mit Seinem Advent plötzlich die Verheißung aller Zeiten erfüllt und die Vollendung aller Offenbarungen angekündigt. Der den Schiiten verheißene »Qá'im« (,der Sich erhebt'), der von den Sunniten erwartete »Mihdí« (= 12. Imám), die von den Christen ersehnte »Wiederkehr Johannes des Täufers«, der in zoroastrischen Schriften genannte »Úshídar-Máh«, die von den Juden vorausgesagte »Wiederkehr des Elias«, dessen Offenbarung »die Zeichen und Merkmale aller Propheten« aufweisen solle, der »die Vollkommenheit Mose, den Strahlenglanz Jesu und die Geduld Hiobs« offenbaren werde, war erschienen, hatte Seine Sache verkündet, war erbarmungslos verfolgt worden und ruhmvoll gestorben.
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6:7 (I) Johannes, der Gottesmann, hat mit Bezug auf die beiden aufeinander folgenden Offenbarungen klar prophezeit: »Das zweite Wehe ist dahin; siehe, das dritte Wehe kommt schnell.«¹ Abdu'l-Bahá spricht über diesen Vers und erläutert: »Das dritte Wehe ist der Tag der Manifestation Bahá'u'lláhs, der Tag Gottes, er folgt kurz auf den Tag der Erscheinung des Báb«.² Ferner: »Alle Völker auf Erden erwarten zwei Manifestationen, die gleichzeitig erscheinen müssen; alles wartet darauf, dass sich diese Verheißung erfüllt.« Und wiederum: »Das Wesentliche ist, dass zwei Manifestationen verheißen sind, die nacheinander auftreten werden.«. Shaykh Ahmad-i-Ahsá'í, dieser leuchtende Stern göttlicher Führung, der vor dem Jahr sechzig so klar die herauf ziehende Herrlichkeit Bahá'u'lláhs erkannt und nachdrücklich auf »die beiden rasch aufeinander folgenden Offenbarungen« hingewiesen hatte, traf in einem Brief, den er mit eigener Hand an Siyyid Kázim schrieb, die bedeutsame Feststellung über die nahe Stunde dieser höchsten Offenbarung: »Das Mysterium dieser Sache muss kundig und das Geheimnis dieser Botschaft notwendig enthüllt werden. Mehr kann ich nicht sagen. Ich kann keine Zeit angeben. Seine Sache wird bekannt werden nach Hín.³« (Vgl. 6:19) ¹ Offb. 11/14 ² vgl. BF 11/41 ³ 68 - vgl. BAB, SEL 1/5/5 6:9 (II/III)
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6:10 (III) Der unter derart dramatischen Umständen die überwältigende Macht einer so herrlichen Sendung zu tragen hatte, war Derjenige, dem die Nachwelt einmal zujubeln wird, den unzählige Anhänger jetzt schon anerkennen als den Richter, Gesetzgeber und Erlöser der ganzen Menschheit, den Organisator des ganzen Planeten, den Einiger der Menschenkinder, den Eröffner des lang erwarteten tausendjährigen Reichs, den Begründer eines neuen »Universalen Zyklus«, den Stifter des Größten Friedens, den Quell der Größten Gerechtigkeit, den Verkünder des künftigen Zeitalters des ganzen Menschengeschlechts, den Schöpfer einer neuen Weltordnung, den Gründer und beseelenden Geist einer Weltkultur.
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Er war Israel die Verkörperung des »ewigen Vaters«, des »Herrn der Heerscharen«, herab gestiegen mit »zehntausend Heiligen«, dem Christentum Christus, wieder gekommen »in der Herrlichkeit des Vaters«, dem schiitischen Islám die Wiederkehr des Imám Husayn, dem sunnitischen Islám die Herabkunft des »Geistes Gottes« (Jesu Christi), den Zoroastriern der verheißene Sháh Bahrám, den Hindus die Reinkarnation Krischnas, den Buddhisten der fünfte Buddha. 6:12 (I) In dem Namen, den Er trug, vereinigte Er den des Imám Husayn, des berühmtesten Nachfolgers des Gesandten Gottes - der hellste »Stern«, der nach Johannis Offenbarung in der dort erwähnten »Krone«leuchtet - und des Imám Alí, des Gebieters der Gläubigen, des zweiten der im gleichen Buch erwähnten beiden »Zeugen«. Er wurde formell mit Bahá'u'lláh angesprochen, ein Name, der besonders im Persischen Bayán genannt wird und zugleich die Herrlichkeit, das Licht und den Glanz Gottes bedeutet, Er wurde bezeichnet als der »Herr der Herren«, der »Größte Name«, die »Altehrwürdige Schönheit«, die »Feder des Höchsten«, der »Verborgene Name«, der »Verwahrte Schatz«, »Den Gott offenbaren wird«, das »Größte Licht«, der »Allhöchste Horizont«, das »Größte Meer«, der »Erhabene Himmel«, die »Urewige Wurzel«, der »Selbstbestehende«, das »Tagesgestirn des Universums«, die »Große Verkündigung«, der »Sprecher vom Sinai«, der die Spreu vom Weizen trennende »Weizensieber«, »der Unterdrückte der Welt«, die »Sehnsucht der Völker«, der »Herr des Bundes«, der »der Baum, über den hinaus niemand gehen kann«. Seine Abstammung reicht einerseits auf Abraham, den Stammvater der Gläubigen und sein Weib Ketura zurück und andererseits auf Zarathustra so wie auf Jesdegerd, den letzten König der Sassaniden-Dynastie. Über dies war Er ein Nachfahre Jesses und gehörte durch Seinen Vater Mírzá Abbás, besser bekannt als Mírzá Buzurg - ein Edelmann aus den engeren Ministerkreisen am Hofe Fath-Alí Sháhs - zu einer der ältesten und angesehensten Familien von Mázindarán. 6:13 (I/III)
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¹Jes.9:5f ²Sach.6:12 ³Joel 1:15; 3:4 4Zeph.1:7, 15f 5Mal.3:19f
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6:14 (I) Von Seiner Sendung heißt es in den heiligen Büchern der Anhänger Zarathustras, dass in ihr die Sonne einen ganzen Monat lang still stehen werde. Ihn muss Zarathustra gemeint haben, wenn Er, wie es in einer Tradition heißt, vorhersagte, dass eine Periode von dreitausend Jahren des Streites und Kampfes vergehen muss vor der Ankunft des Welterlösers Sháh-Bahrám, der über Ahriman triumphieren und ein Zeitalter des Segens und des Friedens bringen werde. 6:15 (I) Nur Ihn meint die Gautama Buddha zugeschriebenen Prophezeiung, in der Fülle der Zeit werde sich »ein Buddha namens Maitreya, der Buddha universaler Gemeinschaft« erheben und »Seine grenzenlose Herrlichkeit« offenbaren. Auf Ihn weist die Bhagavadgita der Hindus hin als den »Größten Geist«, den »Zehnten Avatar«, die »Makellose Manifestation Krischnas«. 6:16 (I/II/III) Von Ihm spricht Jesus Christus als dem »Fürsten dieser Welt«, dem »Tröster«, der »die Welt der Sünde tadeln und von Recht und Gerechtigkeit sprechen wird«, dem »Geist der Wahrheit«, der »euch in alle Wahrheit leiten wird«, der »nicht von sich selber reden wird, sondern was Er hören wird, das wird Er reden«, dem »Herrn des Weinbergs«, und dem »Menschensohn, der in der Herrlichkeit Seines Vaters kommen wird in den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit«, mit »allen heiligen Engeln« und »alle Völker vor Seinem Thron versammelt.« Auf Ihn spielt der Verfasser der Apokalypse an als die »Herrlichkeit Gottes«, das »Alpha und Omega«, »den Anfang und das Ende«, »den Ersten und den Letzten«.
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6:17 (I/II/III) Von Ihm spricht Muhammad, der Gesandte Gottes, in Seinem Buch als der »Großen Verkündigung«, und erklärt Seinen Tag als den Tag, an dem »Gott herab kommen« wird, »von Wolken überschattet«, den Tag, an dem »dein Herr kommen wird und die Engel Reihe um Reihe«, an dem »der Geist sich erheben wird und die Engel in Reihen geordnet sind«. In einer Sure dieses Buches, von der es heißt, Er habe sie als »das Herz des Qur'án« bezeichnet, deutet Er Seinen Advent an mit dem Jenigen des »dritten Boten«, der herabgesandt wird, um die beiden Ihm vorangegangenen »zu stärken«. Seinem Tag zollt Er auf den Seiten desselben Buchs einen glühenden Tribut, indem er Ihn verherrlicht als den »Großen Tag«, den »Letzten Tag«, den »Tag Gottes«, den »Tag des Gerichts«, den »Tag der Abrechnung« den »Tag der gegenseitigen Täuschung«, den »Tag der Scheidung«, den »Tag des Seufzens«, den »Tag der Sammlung«, den Tag, an dem »der Ratschluss erfüllt wird«, den Tag, an dem die zweite »Posaune erschallen wird«, den Tag, »da die Menschheit vor dem Herrn der Welt stehen wird« und »alle in Demut zu Ihm kommen werden«, den Tag,
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6:18 (I) Ferner vergleicht der Gesandte Gottes, wie Bahá'u'lláh bekundet, die Fülle Seiner Herrlichkeit mit dem »Vollmond in der vierzehnten Nacht«. Seine Stufe betrachtet nach demselben Zeugnis der Imám Alí, der Gebieter der Gläubigen, als identisch mit derjenigen Dessen, »der am Sinai aus dem Brennenden Busch mit Mose sprach«. Vom überragenden Charakter Seiner Sendung legte der Imám Husayn, ebenfalls nach Bahá'u'lláhs Worten, Zeugnis ab als einer »Offenbarung, deren Offenbarer Derjenige« ist, der den Gesandten Gottes »offenbarte«. 6:19 (I) Über Ihn schrieb Shaykh Ahmad-i-Ahsá'í, der Herold der Bábí-Sendung, der »die seltsamen Ereignisse zwischen den Jahren sechzig und siebenundsechzig« voraus geahnt und bestimmt auf das unausweichliche Kommen Seiner Offenbarung hingewiesen hatte, wie schon erwähnt: »Das Mysterium dieser Sache muss kundig und das Geheimnis dieser Botschaft notwendig enthüllt werden. Mehr kann ich nicht sagen. Ich kann keine Zeit angeben. Seine Sache wird bekannt werden nach Hín¹« (vgl. 6:7). ¹ 68, d.h. nach einer Weile; vgl. BABSEL 1/5/5
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Siyyid Kázim-i-Rashtí, Shaykh Ahmads Jünger und Nachfolger, schrieb gleichfalls: »Der Qá'im muss zwangsläufig getötet werden. Nachdem Er erschlagen ist, wird die Welt das Alter von achtzehn erreichen.« In seinem Buch Sharh-i-Oasídiy-i-Lámíyyih wies er sogar auf den Namen »Bahá« hin. Ferner erklärte er gegen Ende seines Lebens seinen Jüngern sehr bezeichnend: »Wahrlich, ich sage, nach dem Qá'im wird der Qayyúm offenbart werden. Denn wenn der Stern des Qá'im untergegangen ist, wird die Sonne der Schönheit Husayns aufgehen und die ganze Welt erleuchten. Dann wird in all seiner Herrlichkeit das `Mysterium` und das `Geheimnis`, von dem Shaykh Ahmad sprach, enthüllt ... Diesen Tag der Tage zu erleben, bedeutet, zum Gipfel der Herrlichkeit vergangener Geschlechter zu gelangen und eine gute Tat, in dieser Zeit vollbracht, ist gleichbedeutend mit der frommen Andacht zahlloser Jahrhunderte.« 6:21 (I/II/III) Der Báb pries Ihn nicht minder eindringlich als den »Inbegriff des Seins«, die »Spur Gottes«, den »allmächtigen Meister«, das »karminrote, alles umfassende Licht«, den »Herrn des Sichtbaren und des Unsichtbaren«, »den einzigen Zweck aller früheren Offenbarungen, einschließlich der des Qá'im«. Er bezeichnete Ihn in aller Form als Den, »den Gott offenbaren wird«, sprach von Ihm als dem »Abhá-Horizont«, unter dem Er selbst lebte und wohnte, zählte besonders Seine Titel auf und pries in Seinem bestbekannten Werk, dem Persischen Bayán, Seine »Ordnung«, enthüllte Seinen Namen durch die Anspielung auf den »Sohn Alís (Anm.: = Husayn), ein wahrer und unzweifelhafter Führer der Menschen«, legte wiederholt mündlich und schriftlich in einer Weise, die auch nicht den Schatten eines Zweifels zulässt, den Zeitpunkt Seiner Offenbarung fest und ermahnte Seine Anhänger, sich nicht durch »den Bayán und alles, was darin offenbart worden ist, von Ihm wie durch einen Schleier trennen« zu lassen.
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(Vgl. 2:23) ¹ BABSEL 6:16:3 ² a.a.O. 2:29:1
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Kapitel 11: Bahá'u'lláhs Gefangenschaft in Akká - Erster Teil 11:2 (I) »Durch die Zunge der Propheten vor zwei- oder dreitausend Jahren« ist diese Erfüllung, so versichert Er, wirklich vorhergesagt. »Getreu Seiner Verheißung« hat Gott »einigen Propheten die frohe Botschaft offenbart, `der Herr der Heerscharen werde im Heiligen Land erscheinen`«. Jesaja verheißt in diesem Zusammenhang in seinem Buch: »Steige hinauf auf den hohen Berg, o Zion, dass du frohe Kunde bringest. Erhebe deine Stimme mit Macht, o Jerusalem, dass du frohe Kunde bringest. Erhebe sie und fürchte dich nicht; sage den Städten Judas: Schauet euren Gott! Schauet den Herrn Gott kommen mit starker Hand, und Sein Arm wird herrschen für Ihn.« David sagt in seinen Psalmen voraus: »Erhebet eure Häupter, o ihr Tore; ja erhebet sie, ihr ewigen Pforten; und der König der Herrlichkeit wird kommen! Wer ist der König der Herrlichkeit? Der Herr der Heerscharen, der ist der König der Herrlichkeit.« »Aus Zion, der vollkommenen Schönheit, scheint Gott. Unser Gott wird kommen und nicht schweigen.« Auch Amos sagt Sein Kommen voraus: »Der Herr wird brüllen aus Zion und wird Seine Stimme erschallen lassen aus Jerusalem; und die Wohnstätten der Hirten werden trauern, der Gipfel des Karmel wird welken.« 11:3 (I)
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¹ WOLF 262f 11:4 (II/III) Bahá'u'lláh selbst hatte, wie Nabíl in seinem Bericht bestätigt, schon lange zuvor, während der ersten Jahre Seines Exils in Adrianopel, in Seinem Lawh-i-Sayyáh auf diese Stadt angespielt und sie als das »Tal von Nabíl« bezeichnet, wobei der Zahlenwert des Wortes Nabíl dem des Wortes Akká gleich ist. »Bei Unserer Ankunft«, hatte die Schrift vorhergesagt, »wurden wir durch Lichtbanner willkommen geheißen, und laut rief die Stimme des Geistes: `Bald werden alle Erdenbewohner unter diesem Banner vereinigt sein.`« 11:5 (II/III)
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16:4f. (vgl. auch 25:50) (II/III) »Der Tag ist nahe«, betont Er, »da ihr erleben werdet, wie durch den Glanz der Religion Bahá'u'lláhs der Westen an die Stelle des Ostens tritt und das Licht der göttlichen Führung ausstrahlt.« Und abermals: »Der Westen empfing sein Licht vom Osten; doch in mancher Hinsicht war die Widerspiegelung des Lichtes im Abendland stärker.« Und: »Der Osten ward wahrlich vom Licht des Gottesreichs erleuchtet. Binnen Kurzem wird das selbe Licht den Westen noch viel stärker erleuchten.« ... »Der amerikanische Kontinent«, schrieb Abdu'l-Bahá, »ist in den Augen des einen wahren Gottes das Land, in dem der Glanz Seines Lichtes offenbart und die Geheimnisse Seiner Religion enthüllt werden, wo die Gerechten wohnen und die Freien sich versammeln.« »Der amerikanische Kontinent«, schreibt Er ferner, »zeigt Beweise großer Fortschrittlichkeit. Seine Zukunft ist viel versprechend, denn sein Einfluss und sein Glanz reichen weit. Er wird alle Nationen geistig anführen.« 19:7 (über Reisen Abdu'l-Bahás 1910-13; II/III)
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21:18 (II/III) Der Überblick über die hervor ragenden Züge einer so gesegneten und fruchtbaren Amtszeit darf nicht die Prophezeiungen übergehen, welche die nie irrende Feder des erwählten Mittelpunkts des Bundes Bahá'u'lláhs nieder schrieb. Diese sagen die heftigen Angriffe voraus, die der unaufhaltsame Vormarsch des Glaubens im Westen, in Indien und im Fernen Osten hervorrufen muss, wenn er auf die altehrwürdigen geistlichen Systeme der christlichen, der buddhistischen und der Hindu-Religion stößt. Sie sagen den Aufruhr voraus, den seine Emanzipation von den Fesseln der religiösen Orthodoxie auf dem amerikanischen, europäischen, asiatischen und afrikanischen Kontinent verursachen wird. Sie künden die Sammlung der Kinder Israels in ihrem alten Heimatland an, ferner die Entfaltung des Banners Bahá'u'lláhs im ägyptischen Bollwerk des sunnitischen Isláms, das Erlöschen des machtvollen Einflusses der schiitischen Geistlichkeit in Persien, das drückende Elend, das unausweichlich über den kläglichen Rest der Feinde des Bundes Bahá'u'lláhs im Weltzentrum Seines Glaubens kommen muss. Abdu'l-Bahá sagt ferner die glanzvollen Einrichtungen voraus, die der sieghafte Glaube an den Hängen des Berges zu gründen hat und die so mit der Stadt Akká verbunden sein werden, dass eine einzige große Metropole entsteht, die den geistigen wie den Verwaltungssitz der künftigen Bahá'í-Weltgemeinde umschließen wird;
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Jetzt ist die Zeit des Aufbaus. Die Bestimmung der deutschen Bahá'í-Gemeinde, Hofheim-Langenhain 1998 31 (II/III) Warum sollten Sie sich ängstigen und sorgen? Haben wir nicht das deutliche Versprechen des Meisters, das Er nach Beendigung des großen Krieges äußerte, dass Deutschland, nun gedemütigt und geschwächt, zweifellos aus den Fesseln befreit werde und sich materiell und geistig entwickeln wird, bis es eines Tages stark, geeint und blühend aus diesem traurigen Aufruhr hervor geht, bereit seinen Platz in der großen Familie der entwickelten Nationen der Welt einzunehmen. (Aus Brief Shoghi Effendis v. 16.02.1923) 36 (III) ... Es ist eine solche Freude ... Korrespondenz mit den ... Vertretern einer Gemeinde wieder aufnehmen zu können, ... die Abdu'l-Bahá so sehr liebte und die dazu ausersehen ist, wie Er voraus sagte, das Licht Gottes heiliger Offenbarung nicht nur im Herzen Europas, sondern über den ganzen dunklen, durch Krieg verwüsteten und geistig ausgehungerten Kontinent zu verbreiten. (Aus Br. Shoghi Effendis v. 22.11.1946) 37 (III) ... Ihre Zukunft ist herrlich, wie Abdu'l-Bahá prophezeite. ... (Aus Br. Shoghi Effendis v. 04.06.1947)
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49 (III) ... Die deutsche Bahá'í-Gemeinde, die führende Festung des Glaubens auf dem europäischen Festland, darf nicht, ja kann nicht scheitern. ... (Aus Br. Shoghi Effendis v. 14.08.1957) 51 (II/III) ... ABDUL-BAHA PRÜFT SEINE HELDENHAFTEN GESCHÄTZTEN DIENER IN JENEM LAND: JENE VON IHM VORHER GESAGTEN PRÜFUNGEN ZU IHREM BESTEN KOMMEN JETZT AUF SIE ZU. MÖGE DEUTSCHLAND SICH SIEGREICH ERHEBEN UND LICHT ÜBER GANZ EUROPA VERSTRÖMEN WIE VON ABDUL-BAHA VORAUS GESAGT. (Telegramm Shoghi Effendis v. 31.01.1930) 55 (III) BETE UM REICHLICHE SEGNUNGEN ... FORTSCHRITT GEMEINDE DAZU BESTIMMT WIE VON ABDUL-BAHA PROPHEZEIT ZUM HÖCHST MÄCHTIGEN ZENTRUM GEISTIGER ERLEUCHTUNG GANZEN EUROPÄISCHEN KONTINENTS ZU ENTWICKELN. (Telegr. Shoghi Effendis v. 24.04.1946)
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57 (III) ... Für den Fall, dass eine weitere Unruhe in Europa stattfindet, werden es die großen Städte sein, die die gefährdeten Punkte darstellen. Warum klammern sich die Bahá'í dann so hartnäckig an sie, wenn sie so viel sicherer wären und es den Belangen des Glaubens diente, wenn sie in kleinere Orte zögen? (Aus Brief im Auftrag des Hüters v. 14.08.1957) 58 (III) ... Wie Abdu'l-Bahá so oft bemerkte, wird es Deutschland eines Tages bestimmt sein alle Völker und Nationen Europas geistig zu leiten, aus seinem Herzen werden sich die Bahá'í über den ganzen europäischen Kontinent ausbreiten und mit einer Stimme die frohen Botschaften dieses neuen Tages verkünden. Der Hüter hofft, dass die deutschen Freunde ihr Bestes tun werden um die Verwirklichung dieser wundervollen Prophezeiung zu beschleunigen. (Aus Br. i. A. des Hüters v. 15.03.1934) 60 (III) ... Denn diese Drangsale, unter denen die deutsche Bahá'í-Gemeinde so schmerzlich leidet, stellen nur eine Übergangsphase in der Geschichte der Sache in jenem Land dar und werden ganz sicher mehr als aufgewogen durch die unaussprechlich herrlichen geistigen Siege, die, wie von Abdu'l-Bahá versprochen, jene Gemeinde künftig zu erringen bestimmt ist. Die Zusicherung eines solchen wiederholt versprochenen Aufstieges ist zweifellos eine Quelle tiefster Beruhigung, aus der die deutschen Freunde die göttliche Kraft ziehen, die sie nun inmitten ihrer gegenwärtigen Prüfungen und Leiden so machtvoll aufrecht erhält. (Aus Br. i. A. des Hüters v. 02.05.1939)
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Die Freunde sollten nicht unnötigerweise beunruhigt sein, sondern ein unerschütterliches Vertrauen in die Zukunft haben, die, wie wir fest überzeugt sind, herrlich strahlend ist. Ebenso wie in der Vergangenheit wird die deutsche Bahá'í-Gemeinde letztlich die Kräfte des Widerstands überwinden und zunichte machen und wird sich aus dem Sturm und der Unruhe der gegenwärtigen Leiden erheben um stärker, reiner und noch bestimmter die ihr vorgeschriebene Aufgabe in der Errichtung der neuen Weltordnung zu erfüllen. Versichern Sie den Gläubigen, dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt. Diese Sache ist Gottes und somit in sicheren Händen. (Aus Br. i. A. des Hüters v. 10.12.1937) BB, S. 899 (übersetzt aus CF; von Shoghi Effendi am 28.07.1954 verfasster Text) (II/III) ... Die Menschheit tritt in die Randbezirke einer höchst gefahrvollen Stufe ihres Daseins. Die Möglichkeiten dieser Stunde sind unerdenklich kostbar ... Der selbe Materialismus ist von Bahá'u'lláh in Seinen Schriften mit eindeutigen und leidenschaftlichen Worten angeprangert worden. Er verglich ihn mit einer alles verzehrenden Flamme und sah in ihm die Hauptursache der Beschleunigung der schrecklichen Prüfungen und welterschütternden Krisen, die zwangsläufig die Vernichtung von Städten, die Ausbreitung von Terror und Bestürzung in den Herzen der Menschen nach sich ziehen müssen . (vgl. UP, S. 521) ... mit Hilfe einer umwälzenden Änderung der Anschauungen des weißen Durchschnitts-Amerikaners gegenüber seinen schwarzen Mitbürgern eine Situation, so lange es noch Zeit ist, zu bessern, die, wenn man sie weiter treiben lässt, nach den Worten von .Abdu'l-Bahá die Ursache dafür sein wird, dass in den Straßen der amerikanischen Städte Blut fließen wird. Dadurch wird sich die Verwüstung noch steigern, die durch furchtbare, von oben abgeworfenen Vernichtungswaffen, angehäuft von einem erbarmungslosen, wachsamen, mächtigen und hartnäckigen Feinde, über diese Städte gebracht wird ... UP
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Bis an sein Lebensende machte er ständig die selbe Bemerkung, die auf Worten Bahá'u'lláhs beruht und die er vor dem Krieg so oft angeführt hatte: "Die ferne Zukunft ist sehr strahlend, aber die unmittelbare Zukunft ist sehr dunkel." ... 1947 ... sprach er von der Zukunft: "Da sich die internationale Lage verschlechtert, da es immer trauriger um das Schicksal der Menschheit steht ..." Weit entfernt davon über den Berg zu sein und unseren Rücken für immer unserer unglücklichen Vergangenheit zukehren zu können, gab es "eine ständig sich vertiefende Krise". Im März 1948 ging er in einer Unterhaltung, die ich in meinem Tagebuch aufgezeichnet habe, noch weiter: "Heute Abend sagte mir Shoghi Effendi einige sehr interessante Dinge: In etwa meinte er, zu behaupten, dass es nicht noch einmal Krieg geben könne, sei im Licht der heutigen Zustände dumm, und zu behaupten, wenn es Krieg gäbe, würde die Atombombe nicht eingesetzt, sei ebenfalls dumm. Deshalb müssen wir annehmen, dass wahrscheinlich ein Krieg kommen und die Atombombe eingesetzt werden wird und es wird eine grauenvolle Zerstörung geben. Aber die Bahá'í werden seiner Ansicht nach daraus hervorgehen und den Kern der zukünftigen Weltzivilisation bilden. Er sagte, es sei nicht richtig zu sagen, die Guten werden mit den Schlechten umkommen ... Er erklärte weiter, es sei falsch zu denken, wie einige Bahá'í es tun, dass die Guten mit den Bösen untergehen ... Er sagte, wir können nur hoffen, dass trotz der schrecklichen Zerstörungen auf geheimnisvolle Weise genug übrig bleiben werden um die Zukunft aufbauen." Im November des gleichen Jahres munterte er wieder die amerikanischen Gläubigen auf an ihrem Plan festzuhalten: "Da die Drohung noch heftigerer Erschütterungen, die ein sich in Wehen befindendes Zeitalter heimsuchen, wächst und die einer schwierigen weiteren Auseinandersetzung, die dazu bestimmt ist einen entscheidenden und vielleicht Ausschlag gebenden Anteil zur Geburt der neuen Ordnung beizutragen, die das Kommen des Geringeren Friedens ankündigen muss, den internationalen Horizont verdunkeln ... Das Grollen von noch schrecklicheren Katastrophen beunruhigt immer häufiger eine unter schwerem Druck stehende chaotische Welt ..."
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... Er verbindet den heute in der Welt vorherrschenden "krassen" und "krebsartigen Materialismus" mit den Warnungen Bahá'u'lláhs und führt aus, dass Er ihn "mit einer verzehrenden Flamme" verglichen hatte und ihn "als die Hauptursache" ansah "für die Beschleunigung der fürchterlichen Prüfungen und welterschütternden Krisen, die zwangsläufig das Niederbrennen von Städten und die Verbreitung von Terror und die Bestürzung im Herzen der Menschen nach sich ziehen". Shoghi Effendi fährt fort: "Einen Vorgeschmack der Verwüstungen, die dieses verzehrende Feuer über die Welt bringen wird und durch welche die Städte der Nationen eingeäschert werden, die an dieser tragischen, die Welt verschlingenden Auseinandersetzung teilnehmen, hat der letzte Weltkrieg gegeben, der den zweiten Abschnitt der weltumfassenden Verheerungen darstellt, welche die Menschheit, ihres Gottes vergessend und der klaren Warnungen nicht achtend, die von Seinem ernannten Boten für diesen Tag ausgesprochen wurden, leider unausweichlich erleben musste."
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Wir sollten betroffen sein, aber nicht gelähmt. In einem seiner letzten Briefe an einen europäische Nationalen Rat vom August 1957 schrieb sein Sekretär in seinem Auftrag: "Er wünscht nicht, dass die Freunde ängstlich sind oder bei den unangenehmen Möglichkeiten der Zukunft verweilen. Sie müssen die Haltung einnehmen, dass sie, wenn sie ihr Teil tun, ... sich darauf verlassen können, dass Gott das Seine tun und über sie wachen wird." Die Handlungsweise der Bahá'í in dieser Zeit der Weltkrise wurde in einem anderen seiner Briefe zum Ausdruck gebracht, der einen Monat früher durch seinen Sekretär in seinem Auftrag an einen der afrikanischen Nationalen Räte geschrieben wurde: "Da sich die Lage in der Welt wie auch in ihrem Teil ständig verschlechtert, darf von den Freunden keine Zeit verloren werden sich auf höhere Ebenen der Hingabe und des Dienstes und besonders des geistigen Bewusstseins aufzuschwingen. Es ist unsere Pflicht, so viele unserer Mitmenschen wie nur möglich, deren Herzen erleuchtet sind, zu erlösen, bevor eine Katastrophe sie überfällt, von der sie entweder hoffnungslos verschlungen oder aus der sie geläutert und gestärkt und bereit zum Dienen hervorgehen werden. Je mehr Gläubige es gibt, die als Leuchttürme in der Dunkelheit dastehen, wann immer diese Zeit kommt, desto besser; daher die höchste Wichtigkeit der Lehrarbeit in der heutigen Zeit."
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S. 518-521 (II/III) 1934 spricht er in einem allgemeinen Brief an die Bahá'í im Westen von "den Zeichen einer unmittelbar bevorstehenden Katastrophe, die stark an den Fall des Römischen Reiches im Westen erinnert und die das ganze Gebäude der Zivilisation zu verschlingen droht." ... Gegen Ende seines Lebens verweilte Shoghi Effendi noch offener und häufiger bei diesem Thema, wobei er darauf hin wies, dass, obwohl Europa die Wiege einer "gottlosen", "einer hoch gepriesenen, jedoch beklagenswert mangelhaften Kultur" ist, nun die Vereinigten Staaten führend diese Kultur verkörpern und dass ihre Erscheinungsformen in diesem Lande gerade jetzt zu einem zügellosen Materialismus geführt haben, der nun eine Gefahr für die ganze Welt ist. In einem Brief an die Bahá'í der Vereinigten Staaten vom Jahre 1954, der Ausdrücke verwendet, die er nie zuvor benutzt hatte, ... Er betont in diesem Brief, dass das Land, dem die amerikanischen Bahá'í angehören, "eine Krise durchmacht, die in geistiger, moralischer, sozialer und politischer Hinsicht äußerst ernst ist - so ernst, dass sie von einem oberflächlichen Betrachter gefährlich leicht unterschätzt werden kann. ... Es ist der selbe krebsartige Materialismus, der ursprünglich in Europa geboren, dann auf dem amerikanischen Kontinent bis ins Übermaß gesteigert wurde, der die asiatischen Völker angesteckt, seine Unheil verkündenden Fühler nach den Grenzen Afrikas ausgestreckt hat und ihm nun mitten ins Herz dringt, der von Bahá'u'lláh in Seinen Schriften mit eindeutigen und leidenschaftlichen Worten angeprangert worden ist. Er verglich ihn mit einer verzehrenden Flamme und sah in ihm die Hauptursache für die Beschleunigung der schrecklichen Prüfungen und welterschütternden Krisen, die zwangsläufig das Niederbrennen von Städten, die Ausbreitung von Terror und die Bestürzung der Menschenherzen nach sich ziehen müssen." (Vgl. BB, S. 899)
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"Die jetzige Unruhe der Welt, Symptom einer weltweiten Krankheit, ... muss notwendiger Weise in die Weltkatastrophe einmünden, aus der das Bewusstsein eines Weltbürgertums geboren werden wird, ein Bewusstsein, das allein eine angemessene Grundlage für den Aufbau der Welteinheit bieten kann, von der ein dauernder Weltfriede zwangsläufig abhängen muss, wobei der Friede seinerseits die Weltkultur einleitet, die das Erwachsenen-Stadium der gesamten Menschheit kennzeichnet." S. 593 (II/III) "... Materialismus, der das Gefüge der menschlichen Gesellschaft im Osten wie im Westen untergräbt und sich in das Mark der miteinander streitenden Völker und Rassen frisst ... und der leider den größeren Teil der Menschheit in einer allgemeinen katastrophalen Erschütterung zu verschlingen droht". Handschriftliche Randbemerkung in Shoghi Effendis persischer Handschrift zu einem Brief v. 02.01.1930 (III) Russland wird in der Zukunft ein erfreuliches (delectable) Paradies werden und die Lehrarbeit wird in diesem Land in beispiellosem Maße (unprecedent scale) durchgeführt (carried out) werden. Das Haus der Andacht - errichtet in seinem innersten Herzen - wird hinaus leuchten mit blendendem Glanz und der Ruf des Größten Namens wird widerhallen in seinen Tempeln, seinen Kirchen und seinen Andachtsstätten. Wir müssen weiter Geduld und Nachsicht (patience and forbearance) zeigen. In diesen momentanen Krämpfen (convulsions) liegen beschlossen mächtige und vollendete (consummate) Mysterien, welche den Augen der Menschen in kommenden Tagen offenbart werden.
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Russia will in the future become a delectable paradise, and the teaching work in that land will be carried out on an unprecedented scale. The House of Worship established in its very heart will shine forth with dazzling splendour, and the call of the Most Great Name will reverberate in its temples, its churches, and its places of worship. We need to show forth patience and forbearance. In these momentous convulsions there lie concealed mighty and consummate mysteries, which will be revealed to men's eyes in the days to come. Das Jahrhundert des Lichts, hrsg. vom Universalen Haus der Gerechtigkeit, Hofheim-Langenhain 2003 S. 157 (Zitat übersetzt aus Bahá'í News, Nr. 73, Wilmette, Mai 1933, p. 7) (II) Mit der Herausbildung einer internationalen Jugendkultur in den späten sechziger und den siebziger Jahren konnten Gläubige, die in den Bereichen Musik, Theater und Kunst begabt waren, zeigen, was Shoghi Effendi gemeint hatte, als er sagte: "An jenem Tag wird die Sache Gottes sich wie ein Lauffeuer verbreiten, wenn ihr Geist und ihre Lehren auf der Bühne oder in der Kunst und Literatur dargestellt werden." S. 205 (II) Das Internet - das in Sekunden den Inhalt ganzer Bibliotheken übertragen kann, die zusammenzustellen es Jahrhunderte gebraucht hatte - bereichert das intellektuelle Leben eines jeden, der es zu benutzen weiß, ganz beträchtlich und bietet außerdem die Möglichkeit gut fundierter Ausbildung in einer breiten Palette von Berufen. Dieses System, das Shoghi Effendi sechzig Jahre zuvor so prophetisch voraus gesehen hatte, schafft unter seinen Nutzern ein Gefühl von Gemeinschaft, das keinen Raum mehr lässt für geografische Entfernungen oder kulturellen Abstand. S. 207 (II/III)
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S. 213f. (II/III) Shoghi Effendi beschreibt diesen Prozess der Einigung der Welt als den "Größeren Plan" Gottes, der sich weiter entfalten und an Stärke und Schubkraft zunehmen wird, bis die Menschheit in einer globalen Gesellschaft vereint ist, die den Krieg geächtet und die Verantwortung für ihr gemeinsames Schicksal übernommen hat. Die Kämpfe des zwanzigsten Jahrhunderts haben den für die göttliche Absicht notwendigen grundlegenden Richtungswandel bewirkt. Dieser Richtungswandel ist unumkehrbar. Es gibt keinen Weg zurück zum früheren Stand der Dinge, so sehr Einige von Zeit zu Zeit auch versucht sein mögen, einen solchen zu suchen. Die Bedeutung dieses historischen Durchbruchs wird keineswegs dadurch geschmälert, dass der Prozess gerade erst begonnen hat. Zu gegebener Zeit, so erklärte Shoghi Effendi, muss er zur Vergeistigung des menschlichen Bewusstseins führen und zur Entstehung einer Weltkultur, die den Willen Gottes verkörpert. Allein schon, indem man das Ziel nennt, räumt man ein, dass der Weg, den die Menschheit bis dorthin noch zurücklegen muss, weit ist. Der Wandel im Denken sowie die politischen und sozialen Veränderungen der letzten hundert Jahre wurden gegen den erbitterten Widerstand aller Gesellschaftsgruppen, Herrscher und Beherrschte gleichermaßen, erreicht. Im Grunde waren unermessliche Leiden der dafür zu zahlende Preis. Man muss davon ausgehen, dass die kommenden Herausforderungen einen noch höheren Preis von einer Menschheit fordern, die sich mit aller Macht gegen den geistigen Gehalt der Erfahrung, die sie durchlebt, verschließt. Shoghi Effendis Worte über die Folgen solcher Verstocktheit von Herz und Verstand lesen sich ernüchternd: (Es folgt an dieser Stelle das Zitat aus WOB, S. 281; s. o.)
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