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Prophezeiungen in den Bábí-Bahá'í-SchriftenDie bisherigen Prophezeiungstexte ("Beantwortete Fragen" / "Ashkan-Garten") haben den Leser sicherlich bereits intensiv auf das Thema "Prophezeiungen" eingestimmt.Der Leser betritt mit dieser Seite nunmehr den "Sturm-Berger-Park", in dem es noch sehr viel zu entdecken gibt, das letztlich auch die drei Hauptpersönlichkeiten des Bahá'í-Glaubens (Báb, Bahá'u'lláh, 'Abdul'-Bahá) sowie den Hüter Shoghi Effendi in besonderer Weise in Erscheinung treten lässt. Es empfiehlt sich sehr, für diesen Parkspaziergang hinreichend Zeit mitzubringen, denn es lohnt sich! Eine Textsammlung, erstellt von Dr. Michael Sturm-Berger (Teil 1)(Baha'i-Zitate überprüft vom Geistigen Rat von Berlin-Neukölln)VorwortIn einschlägigen Handbüchern fehlt meistens der Hinweis, dass es aus der Bábí-Bahá'í-Religion und ihrer Vorläufer-Bewegung, der Shaykhi-Schule zahlreiche Bezüge auf ältere Prophezeiungen gibt bzw. neue Prophezeiungen zum Ausdruck gebracht worden sind.Eine Zusammenstellung dieser Texte fehlte bisher - zumindest in einer europäischen Sprache.
© Jürgen Mees / PIXELIO
Eine Möglichkeit ist die zeitliche Reihenfolge der Äußerung solcher Prophezeiungen, eine andere wäre die inhaltliche Zusammenstellung gewesen, welche jedoch stärkeren persönlichen Einfluss des Bearbeiters aufweisen würde. Eine inhaltliche Gliederung wurde deshalb in einem zweiten Schritt vollzogen, in welchem jeweils folgende Zuordnungen der Texte vorkommen: Drei Erfüllungsstufen der Texte (Vorschläge des Bearbeiters)
FallunterscheidungenWas aber kennzeichnet eine echte Prophezeiung - außer dass sie irgendwann in Erfüllung gehen muss? Steht sie nicht gerade in dieser Eigenschaft auch neben allgemeinen geistigen Gesetzen oder gar Prognosen? Letztere lassen sich wohl doch einigermaßen abgrenzen:
© gänseblümchen / PIXELIO
Auch ein geistiges Gesetz zu formulieren mag ähnliche Absichten aufweisen. Wer aber kennt die geistigen Gesetze? - Nur die damit Erfahrenen und diejenigen, welche ihre Informationen aus geistigen Welten beziehen. Hier bereits treten also Propheten auf den Plan, aber auch Psychologen, Pädagogen, Kulturforscher usw. Bei geistigen Gesetzen handelt es sich aber nicht um einzigartige Ereignisse, sondern um grundsätzliche Zusammenhänge, die eigentlich jederzeit wiederholt auftreten können. Echte Prophezeiungen scheinen durch eine gewisse geschichtliche Einzigartigkeit gekennzeichnet zu sein, wenn auch bisweilen verschiedene zeitlich oder/und räumlich auseinander liegende Ereignisse zum Ausdruck kommen können, was einem mehrfachen historischen Bezug entspräche. Solche Aussagen werden nicht nur mit der Autorität des Erfahrenen oder Kenners ausgedrückt, sondern aus derjenigen dessen, welcher in diesem Bereich mehr weiß und erfährt als alle anderen Menschen. Der Prophet ist dazu beauftragt dieses Wissen um die Zukunft weiter zu geben bzw. erhält es genau zu diesem Zweck. Funktionen von Prophezeiungen
© Julia Gebhardt / PIXELIO
Prophezeiungen sollen aber auch offenkundig Einzelne oder Gruppen und Völker, ja selbst die ganze Menschheit ermahnen, warnen, zur Umkehr vom bisherigen Lebensweg aufrufen, Unglück - sofern noch möglich - verhindern helfen, dann aber auch Erklärungen geben, warum Schlimmes geschehen musste - z. B. weil die Warnungen und Ermahnungen nicht beachtet wurden. Schließlich kann der auf Besserung gegenwärtiger Zustände hoffende Mensch - grundlegender Optimismus vorausgesetzt - etwas Motivierendes in Prophezeiungen entdecken, das ihn oder sie bewegen mag problematische Zustände überhaupt erst zu erkennen und an deren Behebung mitzuwirken, selbst wenn die Früchte dieser Bemühungen erst künftigen Generationen zufallen mögen. So betrachtet können Prophezeiungen Egoismus oder Selbstsucht überwinden helfen und werden damit ein Medium von Tugend und Entwicklung.
© Dieter Haugk / PIXELIO
Literatur-Abkürzungen(Anmerkung: Die entnommenen Zitate wurden auf neue Rechtschreibung umgestellt!)
![]() © M. Hauck / PIXELIO Aus den Schriften Schaykh Ahmad-i-Ahsáis und Kázim-i-Rashtís (zit. in Ggv)6:19 (I)Über Ihn schrieb Shaykh Ahmad-i-Ahsá'í, der Herold der Bábí-Sendung, der »die seltsamen Ereignisse zwischen den Jahren sechzig und siebenundsechzig« voraus geahnt und bestimmt auf das unausweichliche Kommen Seiner Offenbarung hingewiesen hatte, wie schon erwähnt: »Das Mysterium dieser Sache muss kundig und das Geheimnis dieser Botschaft notwendig enthüllt werden. Mehr kann ich nicht sagen. Ich kann keine Zeit angeben. Seine Sache wird bekannt werden nach Hín¹«. ¹ 68, d.h. nach einer Weile; vgl. BABSEL 1/5/5 6:20 (I) ![]() © mundm / PIXELIO Dann wird in all seiner Herrlichkeit das `Mysterium` und das `Geheimnis`, von dem Shaykh Ahmad sprach, enthüllt... Diesen Tag der Tage zu erleben, bedeutet, zum Gipfel der Herrlichkeit vergangener Geschlechter zu gelangen, und eine gute Tat in dieser Zeit vollbracht, ist gleichbedeutend mit der frommen Andacht zahlloser Jahrhunderte.« Aus den Schriften des Báb (zit. in Ggv)6:21 (I/II)Der Báb pries Ihn nicht minder eindringlich als den »Inbegriff des Seins«, die »Spur Gottes«, den »allmächtigen Meister«, das »karminrote, alles umfassende Licht«, den »Herrn des Sichtbaren und des Unsichtbaren«, »den einzigen Zweck aller früheren Offenbarungen, einschließlich der des Qá'im«. Er bezeichnete Ihn in aller Form als Den, »den Gott offenbaren wird«, sprach von Ihm als dem »Abhá-Horizont«, unter dem Er selbst lebte und wohnte, zählte besonders Seine Titel auf und pries in Seinem bestbekannten Werk, dem Persischen Bayán, Seine »Ordnung«, enthüllte Seinen Namen durch die Anspielung auf den »Sohn Alís, ein wahrer und unzweifelhafter Führer der Menschen«, legte wiederholt mündlich und schriftlich in einer Weise, die auch nicht den Schatten eines Zweifels zulässt, den Zeitpunkt Seiner Offenbarung fest und ermahnte Seine Anhänger, sich nicht durch »den Bayán und alles, was darin offenbart worden ist, von Ihm wie durch einen Schleier trennen« zu lassen. ... Schließlich prophezeite Er eindeutig: »Heute befindet sich der Bayán im Stadium der Aussaat; am Beginn der Manifestation Dessen, den Gott offenbaren wird, tritt seine höchste Vollkommenheit in Erscheinung«. »Ehe neun verstrichen seit dem Beginn dieser Sache, werden die Wirklichkeiten der erschaffenen Dinge nicht kund. Alles, was du bis jetzt siehst, ist erst das Stadium des feuchten Keims, ehe Wir ihn mit Fleisch umhüllten. Hab Geduld, bis du eine neue Schöpfung schaust. Sprich: `Selig sei darum Gott, der Trefflichste Schöpfer!`«
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Aus den Schriften Bahá'u'lláhsSTVT, S. 35 (3. Auflage Oberkalbach 1971) (II)»Spalte den Kern des Atoms auf, so findest du eine Sonne darin«¹ ¹ Mystischer persischer Vers VWp 63 (II/III) O ihr Völker der Welt! Wisset wahrlich, dass unerwartetes Unheil euch verfolgt und schmerzliche Vergeltung eurer harrt. Wähnt nicht, vor Meinem Angesicht sei getilgt, was ihr begangen. Bei Meiner Schönheit! Alle eure Taten hat Meine Feder mit klaren Lettern auf Tafeln von Chrysolith gemeißelt. (Auch zitiert in WOB, S. 74f. u. 294; KGG, S. 127; VTg, S. 24) KiA Kap. 86 (II) O König von Berlin! ... Hab acht, dass Hochmut dich nicht hindere den Morgen göttlicher Offenbarung zu erkennen, dass irdische Wünsche dich nicht wie ein Schleier abhalten vom Herrn des Thrones in der Höhe und auf der Erde hienieden. Also rät dir die Feder des Höchsten. Er ist wahrlich der Gnädige, der Allgroßmütige. Rufe dir den ins Gedächtnis, dessen Macht die deine überragte (= Napoleon III.) und dessen Rang den deinen übertraf.
© stummi123 / PIXELIO
(Auch ähnlich zit. in WOB, S. 246) Kap. 89 (II) O Volk von Konstantinopel! ... O Ort, an den Küsten der beiden Meere gelegen! Wahrlich, der Thron der Tyrannei ist in dir errichtet und die Flamme des Hasses in deinem Busen so entfacht, dass die himmlischen Heerscharen und die, welche den Erhabenen Thron umkreisen, jammern und wehklagen. Wir sehen in dir die Narren über die Weisen herrschen, die Finsternis vor dem Lichte sich brüsten. Du bist fürwahr sichtlich mit Hochmut erfüllt. Ließ dich dein äußerer Glanz hoffärtig werden? Bei Ihm, dem Herrn der Menschheit! Bald wird er vergehen und deine Töchter und Witwen und alle Geschlechter, die in dir leben, werden wehklagen. Also unterrichtet dich der Allwissende, der Allweise. (Auch ähnl. zit. in WOB, S. 254; VTg, S. 71, 100, 151f.) Kap. 90 (II) O Ufer des Rheins! Wir sehen euch mit Blut bedeckt, da die Schwerter der Vergeltung gegen euch gezückt wurden; und noch einmal wird es euch so ergehen. Und Wir hören das Wehklagen Berlins, obwohl es heute in sichtbarem Ruhme strahlt. (Auch ähnl. zit. in WOB, S. 247; VTg, S. 66, 94) Kap. 91-93 (III)
© Dieter Haugk / PIXELIO
Bald werden sich die Verhältnisse in dir ändern und die Zügel der Macht in die Hände des Volkes übergehen. Wahrlich, dein Herr ist der Allwissende. ... Der Tag naht, da deine Erregung in Frieden und Ruhe verwandelt sein wird. So ist es verfügt in dem wundersamen Buche. Äl Kap. 4:2 (II/III) Bittet den einen, wahren Gott, dass Er allen Menschen gnädig beistehe, das zu erfüllen, was in Unseren Augen annehmbar ist. Bald wird die heutige Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden. Wahrlich, dein Herr spricht die Wahrheit, und Er weiß um das Ungeschaute. (Vgl. auch WOB, S. 230 u. VTg, S. 177) 61:1 (II/III) Die Welt liegt in Wehen, und ihre Erregung wächst von Tag zu Tag. Ihr Antlitz ist auf Eigensinn und Unglauben gerichtet. Ihr Zustand wird so werden, dass es nicht angemessen und schicklich wäre, ihn jetzt zu enthüllen. Lange wird ihre Verderbtheit währen. Und wenn die festgesetzte Stunde kommt, wird plötzlich erscheinen, was der Menschheit Glieder zittern macht. Dann und erst dann wird das göttliche Banner entfaltet, und die Nachtigall des Paradieses wird ihr Lied singen. (Auch zit. in WOB, S. 55f. u. 260f.; KGG, S. 128; VTg, S. 22) 74 (II/III)
© pixelmax / PIXELIO
© Maria Lanznaster / PIXELIO
Kap. 97:1 (II/III?) Bedenke die Zweifel, die jene, die Gott Gefährten zugesellen, den Menschen dieses Landes ins Herz träufeln. »Wird es je möglich sein«, so fragen sie, »Kupfer in Gold zu verwandeln?« Sprich: Ja, bei meinem Herrn, es ist möglich. Das Geheimnis liegt jedoch in Unserem Wissen verborgen. Wir werden es enthüllen, wem Wir wollen. Wer immer Unsere Macht bezweifelt, bitte den Herrn, seinen Gott, dass Er ihm das Geheimnis erschließe und ihn von seiner Wahrheit überzeuge. Dass Kupfer in Gold verwandelt werden kann, ist in sich ein genügender Beweis dafür, dass ebenso Gold in Kupfer verwandelt werden kann - wenn sie doch diese Wahrheit begreifen könnten! Jedes Mineral kann dazu gebracht werden, Dichte, Bau und Masse eines anderen Minerals anzunehmen. Das Wissen darüber ist bei Uns im Verborgenen Buche. 103:5 (II/III) Bald werden euch die Stürme Seiner Züchtigung schlagen, und der Staub der Hölle wird euch einhüllen. Die Menschen, die der Erde Tand und Zierrat angehäuft und sich verächtlich von Gott abgewandt haben, sie haben beides verloren, diese Welt und die kommende. Bald wird Gott ihnen durch die Hand der Macht ihre Besitztümer nehmen und das Gewand Seiner Gaben entziehen. Dies werden sie bald selbst erleben. Auch du wirst es bezeugen. 108 (II/III) Wir haben euch eine Frist gesetzt, o Völker! Wenn ihr versäumt, euch bis zur festgesetzten Stunde Gott zuzuwenden, wird Er wahrlich gewaltig Hand an euch legen und schwere Leiden von allen Seiten über euch kommen lassen. Wie streng ist fürwahr die Züchtigung, mit der euer Herr euch dann züchtigen wird! (Auch zit. in WOB, S. 294; KGG, S. 127; VTg, S. 24) 110 (aus dem Tablet an Maqsúd) (III)
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(Auch zit. in WOB, S. 296) 117 (III) ... Der Tag naht, da alle Völker der Welt eine universale Sprache und eine einheitliche Schrift annehmen werden. Wenn dies erreicht ist, wird es für jeden Menschen, in welche Stadt er auch reisen mag, sein, als betrete er sein eigenes Heim. All dies ist verbindlich und durchaus wesentlich. Es ist die Pflicht eines jeden Menschen mit Einsicht und Verständnis, danach zu streben, das hier Niedergeschriebene in die Wirklichkeit und die Tat umzusetzen. 131:2 (III) ... Mein Ziel ist kein anderes als die Besserung der Welt und die Ruhe ihrer Völker. Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist. Diese Einheit kann so lange nicht erreicht werden, als die Ratschläge, die die Feder des Höchsten offenbart hat, unbeachtet übergangen werden. (Auch zit. in WOB, S. 296) 163:2 (II/III)
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(Auch zit. in WOB, S. 281; KGG, S. 127; VTg, S. 22) BaA 6:32 (II/III) Seltsame, verblüffende Dinge gibt es in der Erde; aber sie sind dem Geist und Verständnis der Menschen verborgen. Diese Dinge sind imstande, die ganze Erdatmosphäre zu verwandeln und eine Verseuchung mit ihnen wäre tödlich. Großer Gott! Wir haben etwas Wunderbares gesehen. Der Blitz oder eine ähnliche Kraft wird von einem Menschen, der eine Maschine bedient, gesteuert und bewegt sich nach seinem Befehl. Unermesslich erhaben ist der Herr der Macht, der offenlegt, was Er durch die Kraft Seines gewichtigen, Seines unüberwindlichen Geheißes beabsichtigt. 11:27 (II/III) ... Ach, die Winde der Verzweiflung wehen aus jeder Richtung, und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und peinigt, nimmt täglich zu. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt deutlich zu sehen, zumal die bestehende Ordnung erbärmlich mangelhaft erscheint. Ich flehe zu Gott, gepriesen sei Seine Herrlichkeit, Er möge die Völker der Erde gnädig erwecken, möge ihnen gewähren, dass das Ergebnis ihres Verhaltens nutzbringend für sie sei, und ihnen helfen das zu vollbringen, was ihrer Stufe würdig ist. Esslemont, S. 57 (1890 zu Prof. Edward G. Browne; III) Aber trotz all dem wird es dahin kommen; diese fruchtlosen Kämpfe, diese zerstörenden Kriege werden aufhören und der 'Größte Friede' wird kommen ... Habt ihr dies in Europa nicht auch nötig? Ist dies nicht das, was Christus verhieß?
© Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO
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